Welche Ausgaben fallen monatlich an, wenn man eine Katze hat?

Ich hab endlich meine Eltern überredet, ich darf eine Katze haben. Aber sie wollen wissen, wie viel eine Katze im Monat ca kostet. Welches Futter könnt ihr empfehlen?

12 Antworten

Die Kostenfrage wurde hier ja schon weitestgehend beantwortet. Da du Katzenneuling bist, kann ich noch folgendes mit auf den Weg geben:

  • Stets zu Nassfutter anstatt zu Trockenfutter greifen! Trockenfutter hat nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mache selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Was erschwerend hinzu kommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen zu über 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Am besten du gewöhnst sie gar nicht erst an Trockenfutter, und sie wird es dir mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann musst du zumindest nicht bei dir anfangen!
  • Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 3 Tierärzte:
  • Zitat Lisa A. Pierson (DVM = Doctor of Veterinary Medicine): Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter-Diät empfehlen anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser.
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst: Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen.
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs: Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzern das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier.
  • Lege deiner Katze kein Halsband an - Strangulationsgefahr!
  • Stelle nie ein Fenster auf Kipp, wenn sie ohne Aufsicht ist. Das kann ebenso zur tödlichen Falle werden!
  • Setze deiner Katze keinen Zigarettenqualm aus, denn erstens atmet sie die Schadstoffe über die Lunge ein, und zweitens nimmt sie das Gift durch die Fellpflege zusätzlich oral auf, welches sich im Magen- und Darmtrakt niederlegt. Bedenke: Es sterben doppelt so viele Katzen an Krebs, die Passivrauch ausgesetzt sind wie Katzen aus Nichtraucherhaushalten! Bei 2 Rauchern wird das Risiko gar vervierfacht!
  • Lasse keine Schokolade rumliegen - sie ist pures Gift für Katzen und kann je nach Dosis tödlich sein! Bemerkst du den Verzehr, such unverzüglich einen Arzt auf. Innerhalb von 2 Stunden(!) kann dieser die Gefahr durch Verabreichen von Xylazin noch gänzlich abwenden.
  • Gib ihr kein rohes Schweinefleisch, auch das kann tödliche Folgen haben.
  • Bitte tu deiner Katze keine Wohnungseinzelhaltung an - nur allzu oft mündet sie leider irgendwann in Verhaltensstörungen (Urinieren in der Wohnung, übermäßige Fellpflege mit kahl geleckten Stellen usw.). Hol dir für diesen Fall eine zweite dazu, die ihr das Leben versüßt! Nicht raus zu dürfen und einsam in der Wohnung auszuharren, ist einfach nur grausam. In bestimmten Ländern gibt es sogar die Gesetzesgrundlage, dass Wohnungskatzen nicht alleine gehalten werden dürfen. Ein Mensch kann da gar nicht genug entgegenwirken, zeitlich am wenigsten! Die Anwesenheit der jeweils anderen Katze ist eine Bereicherung, die nicht unterschätzt werden sollte.

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

  • Stichwort Erziehung: Wenn sie unerwünschtes Verhalten zeigt (z. B. Kratzen an der Tapete), dann begegne ihr mit einem scharfen Naaaaaa! Reagiert sie nicht, klatsche zusätzlich laut in die Hände, am besten in direkter Nähe. Warum? Weil Katzen Lautstärke und Schreckmomente hassen! Irgendwann wird sie ihre "Schandtaten" mit der Lautstärke und dem Schreck verbinden und sie unterlassen. Wichtig: Niemals ihren Namen dabei rufen. Sie soll ihn schließlich auch noch positiv wahrnehmen, wenn sie kommen soll wegen Fressen, Streicheln oder Spielen! Es erfordert womöglich Geduld, doch Katzen sind durchaus erziehbar - ich zumindest habe es mit dieser Methode hinbekommen.
  • Stichwort Zahnpflege: Um Zahnfleischentzündungen weitestgehend auszuschalten (sie können das Herz in Mitleidenschaft ziehen und lebensbedrohlich werden), putze ihr 2 bis 3x pro Woche die Zähne mit einer Katzenzahnbürste und Katzenzahnpasta (z. B. mit Geflügelaroma; kein Ausspülen erforderlich); beides bekommst du im Zoofachhandel und ist dort günstiger als in der Tierklinik. Beim Zähneputzen lege sie auf den Rücken und halte mit der linken Hand sanft ihre Vorderläufe fest, während du mit der rechten putzt; und bloß nicht dabei reden, das kann sie nervös machen! Nach einer halben Minute ist alles vorbei, gib ihr dafür ein großes Lob! Zahnpflege ist wirklich der sicherste Weg, Zahnsanierungen zu vermeiden - beim Menschen verhält es sich nicht anders. Außerdem ist Vorbeugen stets besser als Heilen!

Ich hoffe, das reicht soweit an Informationen, und viel Spaß mit deiner Katze!

Danke für das Sternchen :-)

Ich rechne so ca.25 Euro im Monat für Nassfutter und Leckerli, Trockenfutter ist zwar günstiger aber meine frisst es leider nicht. Hinzu musst du noch einen Betrag für den Tierarzt einkalkulieren (kastrieren,Impfen,entwurmen....) ca. 70 Euro jährlich, wenn sie nur drinnen ist, brauchst du eine Katzentoilette mit Streu(ca. 5,00 pro Beutel) und evtl. einen Transportkorb um zum Tierarzt zu gehen. Ich wünsche dir ganz viel Spass mit deiner Mieze.

danke ^^

;-) Gerne

kluge katze. frisst kein billiges trockenfutter.

Hallo :)

wie soll denn die Katze bei euch leben? Als Wohnungskatze oder Freigänger?

Du solltest in der Wohnung niemals eine Katze allein halten, d.h. ohne einen Artgenossen. Und falls du eine Katzenkind haben möchtest, dann erst recht nicht, das braucht für eine gesunde, natürliche Entwicklung auf jeden Fall einen ungefähr gleichaltrigen Katzenkumpel (Geschwister wären natürlich optimal). Bitte tu es keinem Katzenkind an, ohne einen Artgenossen groß werden zu müssen, das wäre schlimm.

Wenn es unbedingt nur 1 Katze sein soll, dann schaut bitte nach einer etwas älteren, die bereits kastriert, mindestens 1 Jahr alt ist und dann bei euch nach der Eingewöhnungszeit in den Freigang kann. Dann kann sie sich ihre Sozialkontakte selbst suchen, das wäre akzeptabel. Für den Freigang also bitte auch kein einzelnes Katzenbaby, denn bis zur Kastration muss es auf jeden Fall im Haus bleiben und hat dann wieder keinen Spiel- und Kuschelkameraden (du kannst das als Mensch leider auch mit viel Liebe nicht ersetzen).

Ich schreibe das alles nur vorweg, da es sich ja im Falle von Wohnungskatzen dann auch auf die Kosten auswirkt.

Wenn du einigermaßen vernünftiges Futter geben willst, dann musst du so um die 40 EUR pro Katze im Monat rechnen.

Vernünftiges Futter heisst: nicht das, was man aus der Werbung kennt oder im Supermarkt für 25 Ct pro 100 g kaufen kann, denn da ist in aller Regel ein (viel) zu hoher Getreideanteil drin und ausserdem (zu)viel Chemie.

Allein am Preis kannst du leider nicht ablesen, ob ein Futter hochwertig ist oder nicht. Um das feststellen zu können, ist es unerlässlich, dass ihr euch mit dem Thema "gesunde Ernährung für Katzen" etwas näher auseinandersetzt, denn nur mit eigenem Wissen seid ihr in der Lage, zu entscheiden, ob ein Futter was taugt oder nicht.

Grobe Faustformel: je detaillierter die Deklaration (also die Inhaltsangabe) eines Futters ist, desto besser. Mit der Angabe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" lässt sich ein Hersteller alle Möglichkeiten offen, allen möglichen Mist ins Futter zu packen, ob das nun ernährungstechnisch sinnvoll ist oder nicht.

Wenn da aber steht: xx % Fleisch, xx % Innereien (davon xy % Lunge, xy% Leber)....etc. dann muss auch das drin sein, was draufsteht ;)

Vernünftiges Futter findest du leider nicht im Supermarkt. Gelegentlich im Fachhandel (also Freßnapf, Zooland etc), am besten aber im Internet (Zooplus, Sandras Tieroase, Futterplatz, Futterinsel und...und...und. Wenn du da mal anfängst zu googeln, findest du mehr, als du jemals brauchst ^^)

Marken wie Catz Finefood, Pfotenliebe, aber auch günstigere wie Macs, Ropocat sind zum Beispiel "vernünftig". Mach dir mal die Mühe, ein bisschen rumzugoogeln und dir die Zutatenlisten rauszusuchen und mit den "Supermarktsorten" zu vergleichen. Dabei lernt man recht schnell, die Unterschiede zu erkennen ;)

Auf Trockenfutter solltest du nach Möglichkeit ganz verzichten. Gerade bei Katzenkindern kann man prima von Anfang an darauf verzichten und sie gar nicht erst auf den Geschmack bringen.

Die Problematik beim Trockenfutter:

  • zuviel Getreide, steht nicht auf dem natürlichen Speiseplan der Katze
  • zu trocken ;) (Katzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf natürlicherweise über ihre Nahrung, trinken also kaum)

Die Folge davon können in späteren Jahren schwere Harnwegs- bzw. Nierenerkrankungen sein.

Streukosten richten sich natürlich auch danach, ob Wohnungshaltung oder Freigang geplant ist. Für Wohnungskatzen rechne mal mit ca. grob 20 EUR bei 2 Klos.

Dazu kommen (jährliche) Impfkosten und Kosten für gelegentliche Kotuntersuchungen auf Parasiten (würd ich zumindest eher empfehlen als jedesmal "auf Verdacht" zu entwurmen, ohne zu wissen, ob Würmer vorhanden sind. Das ist jedes Mal ein Chemieangriff auf die Katze, den man nicht unnötig machen sollte).

Was leider gänzlich unkalkulierbar ist, sind sonstige Tierarztkosten bei Erkrankungen. Das kann leicht mal sehr teuer werden, und für den Fall, dass man nur über ein "normales" Einkommen verfügt, ist es sinnvoll, vorbeugend jeden Monat einen kleinen Betrag auf ein "Katzenkonto" einzuzahlen, damit im Ernstfall etwas Extrageld zur Verfügung steht und einen eine Erkrankung nicht in Schwierigkeiten bringt.

Bitte nimm das mit den zwei Katzen sehr ernst, wenn ihr Wohnungshaltung plant. Besprecht das vorher, lest euch dazu im Internet noch weiter schlau. Sollten deine Eltern da uneinsichtig sein, dann verzichte bitte vorerst auf die Katze und stelle nicht deinen eigenen Wunsch über das Wohl des Tieres, denn Einzelhaltung in der Wohnung ist einfach grausam.

Danke für den Beitrag! DH

Weitere Katzenfragen zu "Katzenanschaffung und Zubehör"