Junger Kater trinkt zuviel

Hallo ihr lieben :)

Ich habe einen ca 5Monate alten Kater, der viel zuviel trinkt. Also er trinkt sicher etwa 3-4 min lang, dann geht er pinkeln und danach trinkt er wieder so viel. Was könnte das sein? P.s. Er ist nicht alleine, er hat ein schwesterchen ;) Ich wäre sehr froh um gute ratschläge.

5 Antworten

Also wenn der Süße kein Trockenfutterjunkie ist, und mit Nassfutter ernährt wird, ist das nicht normal. Bei einer reinen Trockenfutterernährung müßte die Katze dermaßen viel trinken (mindestens die 4fache Menge des gefressenen Trockenfutters). Allerdings schafft das keine Katze. Das was da bei einem Zungenschlapp mitgeht, ist nullkommanullnullirgendwas. Da würden vermutlich nichtmal 4 Minuten trinken ausreichen, um eine reine Trockenfutterernährung auszugleichen. Aber du schreibst ja in einem Kommentar, dass er auch Nassfutter bekommt. Trockenfutter allerdings auch. Trockenfutter ist ziemlich ungesund, das weißt du vielleicht. Wenn nicht, empfehle ich dir, das hier durchzulesen:

http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Ernaehrung/trockenfutter.htm

Bei einem so jungen Kater halte ich das auf jeden Fall für bedenklich, wenn er so viel trinkt. Natürlich braucht er Flüssigkeit, aber die wird im Normalfall über die Nahrung gedeckt (außer eben bei TroFu). Das Trinken ist auch auf keinen Fall schädlich. Eher gut. Aber es weißt eben auf eine Mögliche Erkrankung hin. Du solltest ihn auf jeden Fall ärztlich durchecken lassen, nicht dass er ein Nierenproblem hat, oder an Diabetes erkrankt ist. Das ist zwar bei so jungen Katzen eher ungewöhnlich, kommt aber doch vor.

Alles Gute für den Zwerg (ist er denn schon kastriert? Deswegen ist sowieso in den nächsten Wochen ein Tierarztbesuch angesagt).

Eine Katze benötigt tĂ€glich mindestens 60 ml FlĂŒssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht. Trinkt sie jedoch ĂŒbermĂ€ĂŸig viel, kann es ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein, z. B. Niereninsuffizienz oder Diabetes. Extremes Trinkverhalten ist daher stets ein Alarmzeichen und somit ein Fall fĂŒr den Tierarzt, siehe auch http://www.helpster.de/katze-trinkt-sehr-viel-was-tun_113983

Alles Gute fĂŒr deinen Kater!

Vielen Dank fĂŒr deine Antwort, ich werde ihn so schnell wie möglich zu einem Termin anmelden :)

Anbei: Weiter unten schreibst du, dass sie sowohl Nass- als auch Trockenfutter bekommen. Gegen Nassfutter (natĂŒrlich nur mit einem Fleischanteil von mindestens 60% ohne Getreide und Zucker) ist auch gar nichts einzuwenden. Verzichten solltest du jedoch auf Trockenfutter! BegrĂŒndung: Es hat rein gar nichts mit gesunder KatzenernĂ€hrung zutun und ist sowohl schĂ€dlich fĂŒr die ZĂ€hne (die StĂ€rkereste legen sich als zĂ€her, klebriger Belag auf die ZĂ€hne, was Zahnstein begĂŒnstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den FlĂŒssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mache selber den Test und tropfe Wasser ĂŒber’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Was erschwerend hinzu kommt: FĂ€ngt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es ĂŒber die Jahre verteilt ausschließlich erhĂ€lt, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. MĂ€nnliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfĂ€lliger fĂŒr Harnsteine etc.. Sollte sich bei deinem Kater eine Niereninsuffizienz herausstellen, wird es umso mehr zu einem NoGo. Eine Katze braucht schlichtweg FlĂŒssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie ĂŒber die Nahrung aufzunehmen in Form von MĂ€usen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in ErwĂ€gung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache fĂŒr Übergewicht, und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die fĂŒr uns Menschen nicht immer erkennbar sind.

Am besten du entwöhnst beide ab sofort vom Trockenfutter, und sie werden es dir mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollten sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natĂŒrlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann musst du zumindest nicht bei dir anfangen!

Doch leider fĂ€ngt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele TierĂ€rzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fĂ€lschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen ĂŒber KatzenernĂ€hrung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 TierĂ€rzte:

  • Zitat Lisa A. Pierson (DVM = Doctor of Veterinary Medicine): Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter-DiĂ€t empfehlen anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser.
  • Zitat Dr. Bettina BrabĂ€nder: Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als stĂ€ndige Kost nicht gesund.
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst: Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, TierĂ€rzte mit Patienten zu versorgen.
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs: Ungeachtet der irrefĂŒhrenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzern das Gegenteil glauben, da buchstĂ€blich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fĂŒtterungsbereit verpackt, ist speziell fĂŒr die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht fĂŒr das Haustier.

Nicht alles, was im Handel fĂŒr Katzen erhĂ€ltlich ist, wird ihren BedĂŒrfnissen gerecht - fĂ€ngt beim Trockenfutter an und hört beim Halsband auf. Alles GeschĂ€ftemacherei, die zu Lasten der Tiere geht!


, da der Platz leider nicht ausreichte:

Wenn ĂŒberhaupt(!) kann Trockenfutter als Leckerli gegeben werden (10-15 StĂŒck pro Tag und Katze). Eine gute Wahl sind z. B. Knabberstangen (natĂŒrlich nur die zucker- und getreidefreien). Diese gibt es sogar mit einem Fleischanteil von 95%. Weitere Vorteile: Durch die Perforation und Einzelverpackungen gerĂ€t man nicht so leicht in Versuchung mehr zu geben, wenn sie bettelt; außerdem sind sie eingeschweißt, Stichwort Aromaversiegelung und SchimmelprĂ€vention.

Stichwort Futterumstellung: Versuche dem Nassfutter peu Ă  peu weniger von dem Trockenfutter unterzumischen. Durch den geringen FlĂŒssigkeitsgehalt ist Trockenfutter konzentrierter und somit geschmacksintensiver, weshalb die Umstellung etwas dauern kann. Tipps zur Futterumstellung findest du unter http://www.savannahcat.de/futterumstellung.html

Leider mĂŒssen im Alter viele Trockenfutter-Katzen am Blasenkatheter angeschlossen und / oder wegen Niereninsuffizienz behandelt werden bzw. viele Tiere wegen Zahnbeschwerden auch schon frĂŒher (Stichwort Zahnsanierung aufgrund ZahnfleischentzĂŒndung und Zahnstein, Kosten 200 €). Dies ist hĂ€ufig der Tatsache geschuldet, dass sich Katzenbesitzer nie das erforderliche Wissen darĂŒber angeeignet haben. Entsprechend groß ist der AufklĂ€rungsbedarf.

Stichwort Futtermenge und weil viele Katzenbesitzer es nicht wissen: Babykatzen wie deine dĂŒrfen noch(!) soviel fressen wie sie möchten. BegrĂŒndung: Es gibt Phasen, wo sie innerhalb kĂŒrzester Zeit ihr Gewicht verdoppeln; außerdem schließen Katzen den Großteil ihres Wachstums erst zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat ab. Danach ist die Futtermenge abhĂ€ngig von Gewicht, Alter, Rasse und AktivitĂ€t. Erstgenanntes (und somit das Idealgewicht) kannst du notfalls beim Tierarzt erfragen und es wöchentlich kontrollieren, indem du sie wiegst. Verweigern sie die Waage, stell dich vorher rauf, nimm sie anschließend auf den Arm und zieh dein Gewicht ab.

Hoffentlich sind Diagnose und Prognose deines Katers aufgrund der Symptome nicht allzu ungĂŒnstig. Alles Gute fĂŒr ihn und natĂŒrlich auch fĂŒr seine Schwester!

frisst er viel trockenfutter? trockenfutterkatzen trinken VIEL mehr als nassfutterkatzen..

zuviel trinken kann ein anzeichen für zb diabetes oder ein nierenproblem sein. lass mal ne blutprobe untersuchen ob er soweit gesund ist

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