Der Nachbarshund hat unsere Katze gebissen - wer kommt für die Tierarztkosten auf?

Unsere Nachbarn passen gelegentlich auf den Hund (Golden Retriever) ihrer Tochter auf. Dies wird immer wieder zum Problem, da der Hund ein starkes Jagdverhalten gegenüber Katzen hat und die Gärten nur notdürftig voneinander abgezäunt sind. Einen Hund hat er schon gebissen und ein Kater von uns hatte schon eine heftige OP wegen diesem Hund !

Nun hat der Hund wieder einmal zugebissen, was zu 3 Bissverletzungen, Prellungen und einer angebrochenen Rippe geführt hat.

Ich habe die Leute aufgefordert, mir doch bitte die Tierarztkosten zurück zu erstatten und bekam heute ein Brief von ihnen, dass sie die Kosten nicht übernehmen werden! Hab ich nicht ein Recht darauf?

Beim Veterinärsamt hab ich das schon angezeigt. Dort musste die Aufssichtspersonen schon hin, aber als sie wiederkamen, hat der Hund direkt wieder versucht, eine Katze anzugreifen, die sich aber auf einen Baum retten konnte.

8 Antworten

Der Besitzer des Hundes muss doch eine Haftpflichtversicherung haben (ob diese in dem Fall zahlt, ist etwas anderes, die haben fahrlässig gehandelt) .. sollte aber nicht Deine Sorge sein, ja - Du hast ein Recht auf Schadenersatz bzw Geld, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, geh über einen Anwalt

Zur Rechtslage kann ich nicht viel beitragen. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass man als liebevoller Katzenhalter vielleicht auch darüber nachdenken sollte, die Katzen nicht mehr in eine so gefährliche Umgebung hinaus zu lassen. Der Hundehalter ist nicht einsichtig und es wird immer wieder geschehen, bis die Katzen irgendwann völlig entstellt, verängstigt, oder tot sind.

Ich würde auch sagen, wenn er im Garten frei rumläuft, kann man nicht erwarten, dass er einen Maulkorb trägt. Dafür ist ja ein Zaun drum herum. Leider kann man nicht verhindern, dass die Katze darauf läuft, aber das heißt nicht, dass die Hundebesitzer die Tierarztkosten dann tragen müssen. Es war schließlich auf ihrem Grundstück. Ich kann dich dennoch verstehen, sowas ist ne blöde Sache. Trag dieses Mal die Tierarztkosten und versuch für die Zukunft eine Lösung zu finden. Du könntest mit den Besitzern (oder besser Aufpasser, sind ja nicht die Besitzer) eine Einigung treffen. Der Hund ist ja nicht immer da und wenn er da ist, sprecht euch ab. Das heißt wenn deine Katze drin ist, lassen sie den hund ein paar stunden in den Garten und solange bleibt deine Katze halt mal drinnen. Wenn du dann deine Katze rauslässt, holen sie den Hund wieder rein. Versucht euch irgendwie so zu einigen, deine Nachbarn wollen schließlich bestimmt auch nicht, dass sowas nochmal passiert. Wünsche dir viel Erfolg

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