Schüchterne Katze aus dem Tierheim - wie soll ich mich verhalten?

Ich habe mir gestern aus dem Tierheim eine ca. 3 - 4 jahre alte katze gekauft. sie hat sich gestern anfangs nur versteckt und wollte nicht rauskommen. aber als ich dann mit ihr alleine war, ohne meine freundin und ohne meine tochter, kam die katze plötzlich zu mir und hat mit mir geschmust. soabald ich in einen anderen raum ging, kam sie mit und miaute, weil sie nicht alleine sein wollte. auch die nacht wollte sie in meinem bett schlafen, durfte sie aber nicht und deshalb miaute sie die ganze nacht UNTER meinem bett, obwohl sie ein eigenes hat neben meinem bett! seit heute morgen ist sie aber fast wieder so wie gestern komischer weise und versteckt sich nur. sie lässt sich aber in ihren verstecken streicheln, will aber nicht raus. ich dachte erst, sie hätte gestern verstanden, dass ich ihr nichts tu. man darff sie außerdem nicht auf dem rücken streicheln, wieso auch immer. sie ist eine fundkatze. wie soll ich mich verhalten?

11 Antworten

Du darfst nicht vergessen, dass die meisten Katzen ja in Käfigen mit mehreren anderen Katzen im Tierheim waren. Nun sind alle ihre Freunde von heut auf morgen weg und eine ganz neue Bezugsperson (bzw. mehrere: Tochter und Freundin) da. Stell dir vor, du wärst an ihrer Stelle.

Einige Katzen sind grundsätzlich scheu und lassen sich nicht mal von der Bezugsperson anfassen. Du hast schon Glück, dass du sie anfassen darfst. Gib ihr Zeit (Tage, Wochen oder sogar Monate) und wenn Besuch regelmässig da ist, gibt es sich vielleicht... vielleicht aber auch nicht. Dann musst du damit wohl oder übel leben.

PS: Katzen gehen grundsätzlich nie in das 50 Euro Katzenbett sondern immer in das Bett des Halters ;) Gerade in der ersten Zeit ist eine "enge" Bezugsperson sehr wichtig. Daher "muss" man dann (je nachdem wie gross die Tierliebe ist) die Katze dann auch ins Bett nehmen. Spätestens beim dritten Mal umdrehen im Bett hat sie aber dann selbst die Nase voll und benutzt die Couch oder was auch immer ;) Davon abgesehen, weiss man ja nicht was sie beim vorherigen Halter durfte und was nicht. Wenn er oder sie ihr "alles" erlaubt hatte, ist es schwer (wenn nicht sogar unmöglich) ihr das abzugewöhnen.

Auch ich hab eine Katze aus dem Tierheim. Die war am Anfang auch sehr ängstlich. Diese Tiere haben wohl keine gute Erfahrunen hinter sich. Mein Katze mag auch nicht , dass ich sie zu sehr am Rücken streichele. Aber die Angst und Scheu vergeht .

Abwarten. Die Katze muss sich erst einmal an Ihre Umgebung gewöhnen, diese als Ihr Zuhause betrachten und sich dort sicher fühlen. Du bist erst einmal die Person, die sich um die Katze gekümmert hat, deshalb bist Du Ihre Bezugsperson. Alle anderen muss die Katze erst lernen zu vertrauen und das geht auch erst, wenn Sie die Wohnung als sicheres Rückzugsgebiet betrachtet. Auch das mit dem Schlafen ist so eine Sache. Katzen sind eigentlich Tiere, die in sozialen Verbänden leben. Und besonders in einer unvertrauten Umgebung hat di Katze Angst, wenn Sie nicht bei Ihrer Vertrauensperson schläft.

Lass Deine Katze sich erst einmal an die Wohnung gewöhnen. Der Rest kommt dann Stück für Stück.

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