Wie kann man Katzen besser verstehen?

Hallo ich habe eine kater namen Mollix Immer wenn ich in mein zimmer gehe liegt er meist schon dort Wenn ich ihn ansehe und er es auch bemerkt maunzt er immer oder wenn ich heckle maut er immer sch√ľttellt den k√∂pft und kuschelt sich wild an liegt das daran das er das ger√§usch nicht mag?

E.B.

5 Antworten

Eine Katze sollte man, soviel es geht beobachten. Was war vor dem Maunzen? Tut sie es jedes Mal? Hört sie auf, sobald sich dies oder jenes geändert hat. Vor allem aber mit ihr reden, leise am besten, beruhigend. Wenn Du ihr in die Augen schaust, mußt Du sicher sein, daß sie es mag, die meisten Katzen nicht. Läßt sie es zu, kneif die Augen etwas zusammen, das schafft Vertrauen. Sobald Du merkst, daß sie irgendetwas nicht möchte, sofort das beenden, dann sieht sie, daß Du sie verstanden hast.

Richtig mit der Katze "reden" oder Informationen austauschen wirst Du nie können.

Aber man kann schon versuchen, sie besser zu verstehen. Google mal zum Thema Katzensprache, da wirst Du schon einiges finden. Es gibt auch viele gute B√ľcher zu dem Thema. Eine 1:1-√úbersetzung wirst Du nirgendwo finden. Aber je mehr Du √ľber die Katzensprache lernst und wei√üt, desto besser kannst Du deuten, was deine Katze wohl damit sagen m√∂chte.

Wusstest Du z.B., dass Katzen untereinander so gut wie gar nicht √ľber den "Miau-Laut" kommunizieren? Das tut eigentlich nur die Katzenmama mit ihren Kitten. "Gro√üe" Katzen unterhalten sich fast ausschlie√ülich √ľber K√∂rpersprache und Blicke. Katzen die bei Menschen leben, werden aber in ihrer Beziehung zum MEnschen nie richtig erwachsen. Wir sind wie ein Muttertier f√ľr sie, geben ihnen Futter, umsorgen sie, machen das Katzenklo, sie vertrauen uns, wir "besch√ľtzen" sie (beruhigen sie wenn sie sich erschreckt haben etc.). Deshalb kommunizieren Katzen mit uns oft √ľber das Miau. (und weil wir gr√∂√ütenteils zu doof und unaufmerksam sind, ihre K√∂rpersprache wahrzunehmen. Da wir Menschen fast ausschlie√ülich √ľber Laute (Sprache) kommunizieren, nehmen wir auch unsere Katze am ehesten wahr, wenn sie maunzt wenn sie etwas braucht oder will. Sie passen also ihre Sprache auch etwas an unsere an.)

Um ihre Sprache besser verstehen zu k√∂nnen m√ľssen wir etwas √ľber ihre K√∂rpersprache lernen. Eine Katze anzustarren ist z.B. keine gute Idee. F√ľr sie ist das ein Ausdruck von Aggressivit√§t. Katzen "k√§mpfen" bzw. "streiten" auch so. Wenn zwei Katzen im Garten sitzen und sich ansehen, mag das f√ľr uns idyllisch aussehen, sie tragen da aber ein Duell aus. Deshalb sollte man immer mal wieder wo anders hin sehen und seine Katze nicht mit den Augen fixieren. Bei dem Katzenduell gilt: wer zuerst blinzelt, hat verloren... Wenn man hingegen eine Katze anschaut, sie deinen Blick erwiedert und du daraufhin langsam die Augen schlie√üt und wieder √∂ffnest, ist das ein freundschaftliches Anzwinkern. Das sagt der Katze "die Situation ist entspannt, alles ist gut, es droht keine Gefahr!". Sehr viele Katzen zwinkern auch zur√ľck, wenn man sie anzwinkert. Probier's mal aus.

Wenn man ein Zimmer betritt in dem die Katze ist oder sie ins Zimmer kommt in dem man selbst ist, gibt die Katze oft so eine Mischung aus maunzen und brummen von sich. Das ist ihr "Hallo" an dich.

Wenn sie den Kopf an dir reibt und maunzt ist das eindeutig eine aktive Kontaktaufnahme, sie m√∂chte deine Aufmerksamkeit, will gestreichelt werden. Beim H√§keln hat man ja die H√Ąnde voll und ist konzentriert, vielleicht will sie gerade deshalb von Dir beachtet werden. Denn Katzen wollen ja oft genau das was sie im Moment nicht haben ;-)

Aber es gibt noch viel viel mehr was man √ľber die Katzensprache lernen kann und sollte. Was welche Stellung der Ohren aussagt. Was die K√∂rperhaltung bedeutet. Was mit dem Schwanz ist. Eine Hauskatze hat eigentlich immer den Schwanz erhoben (beim Rumlaufen). Katzen wedeln nicht mit dem Schwanz wie Hunde. Und wenn sich ihr Schwanz wie beim Wedeln bewegt ist das auch nicht wie beim Hund ein Zeichen von Freude sondern ein Zeichen von Aufregung, bis hin zur Aggressivit√§t. Liegt der Schwanz ruhig neben der Katze wenn sie sitzt oder liegt, ist sie sehr entspannt. Klopft oder peitscht sie den Schwanz auf den Untergrund, ist sie genervt, will ihre Ruhe haben, ist schlecht drauf, vielleicht sogar w√ľtend. Fauchen oder Spucken ist auch ein sehr klares Zeichen, auch das damit verbundene Ohren anlegen. Es hei√üt so viel wie: Lass mich jetzt sofort in Ruhe! Verschwinde! Noch einen Schritt weiter auf mich zu und es knallt! Es ist also eine Mischung aus Angst und Aggressivit√§t. Sieht man auch √∂fter bei Katzen. Wenn sich die Situation dann nicht entspannt, artet es oft in einen handfesten Streit zwischen zwei Katzen aus.

Du siehst also, in Sachen Katzensprache gibt es vieles zu entdecken - und das was ich gerade geschrieben habe war noch längst nicht alles. Viel Spaß beim Nachforschen und dann beim besseren kommunizieren / verstehen deiner Katze :-)

Alles Gute!

Das ist eine super tolle Antwort!!

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