Aggression unseres Welsh Terriers gegenüber der Katze wegnehmen/verhindern?

Hallo! Wir haben in unserem Haushalt zwei Katzen und einen Welsh Terrier. Unseren Terrier haben wir vor gut zwei Jahren adoptiert und er ist jetzt 6 Jahre alt. Die Katzen sind 6 und 4. Nun haben wir das Problem, dass unser Hund überhaupt nicht mit diesen auskommt. Er stürmt aus der Küche und sucht sofort nach den Katzen - natürlich unterbinden wir das, aber komplett beenden, das schaffen wir nicht.

Unsere Katzen sind eigentlich an Hunde gewöhnt. Die Große ist mit einem Terrier aufgewachsen und die kleine hat auch eine Zeit mit diesem gelebt. Es geht also nur von unserem Hund aus.

Heute kam es dann zum Zwischenfall, dass unser Hund die kleinere Katze "angefallen" hat. Es waren keine Zähne im Spiel er ist "nur" auf sie gestürzt und wir konnten ihn früh genug weg holen. Was sonst passiert wäre, weiß ich nicht. Es ist wirklich anstregend zu wissen, dass die Katzen in ständiger Angst leben müssen.

Habt ihr Tipps, wie man hier vorgehen kann, um wenigstens zu erreichen, dass die drei aneinander vorbeigehen können, ohne dass der eine bellt und die andere faucht? Wir wären sehr dankbar!

5 Antworten

Weißt Du, was ich nicht verstehe? Warum man sich ein Jagdschwein wie einen WT, der auf Bewegungsreize reagieren und selbstständig arbeiten und entscheiden soll, zu zwei Katzen ins Haus holt. Der Hund tut genau das, wofür er geboren worden ist: jagen.

Ich glaube nicht, dass Du das Verhalten komplett abtrainieren kannst. Du kannst den Hund seinen Anlagen entsprechend auslasten, damit er im Haus müde ist. Du kannst mit ATJ daran arbeiten, dass er besser kontrollierbar ist. Aber ihn komplett davon abbringen, dass er auf die Katzen geht, halte ich für nicht machbar und das Risiko, dass ein Tier einen unbeobachteten Moment mit seiner Gesundheit oder dem Leben bezahlt, bleibt. Abgesehen davon bedeutet auch kontrolliertes Zusammenleben für alle Beteiligten dauerhaften Stress - gerade für die Katzen, die mit einem Hund leben müssen, der sie plattmachen will.

Wenn Du an dem Problem arbeiten willst, solltest Du immer einkalkulieren, dass es keine 100% Sicherheit gibt und das eine kleine Unachtsamkeit fatale Folgen haben kann. Kannst Du damit leben, such Dir einen wirklich guten Trainer. Kannst Du es nicht, wirst Du Dich von Hund oder Katzen trennen müssen.

Hi,

2 Jahre sind echt lange, da ist vieles auch einfach falsch verknüpft worden:(

Das er auch aktiv auf Beutesuche geht ist ein echt mieses Zeichen. Und nur weil ein Hund sich mit einer Katze vertragen hat heisst das leider nicht das er allgemein katzenlieb ist. Meine Leben auch mit Katzen, aber nur und ausschließlich mit meinen beiden, Fremde sind nach wie vor ein rotes Tuch. 

Grad bei der Kombination Jagdhund und Katze muss man einiges beachten. 

-So muss beim Jagdhund auch erstmal für eine entsprechende Auslastung gesorgt werden, wenn er gerne sucht kann man es mit Trailing zb versuchen. 

-Dann muss dem Hund beigebracht werden das in der Wohnung der Jäger Feierabend hat, das ist eine Ruhestätte mehr nicht

- wenn das gemacht wird kann man den Hund beibringen welches Verhalten gegenüber deine Katzen erwünscht ist, nämlich ruhig bleiben :) das kann nun wo das Kind im Brunnen sitzt schwierig werden. Am besten teilt man dafür die Wohnung in ein Hunde-und katzenrevier wo jede Partei Ruhe bekommt. Und dann kommt es nur  noch drauf an seine Tiere lesen zu können,hat der Hund schon Stress weil er die Katzen riecht, so muss man das erst lösen, sprich er bekommt kein Sichtkontakt sondern soll erstmal drauf klar kommen das das Revier und die Halter nach Katze riechen. Wenn er aufhört zu suchen dann kann man ein Schritt weiter gehen und mit der standfestesten Katze das Zusammentreffen üben, dafür die Katze erhöht setzen und den Hund an einer leichten Schleppleine hinführen. Absitzen lassen  - lecker wieder rausgehen und Ende der Übung, so was übt man täglich Ca 1-5 Minuten, wichtig ist da auf den Hund zu achten,er darf da keine Anzeichen von Aufregung zeigen. 

Trotz allen kann es passieren das der Jagdtrieb einfach zu stark ist und das man im Interesse aller vorhandenen Haustiere sich entscheiden muss :( Würde daher vorschlagen das mit einen sehr guten Hundetrainer der nachhause kommt und sich mit der Kommunikation auskennt zu üben. Der kann dazu auch vor Ort besser erkennen wie intensiv der Hund sein Jagdtrieb auslebt und ob da ein Training auch Sinn macht.

Vielen Dank wir werden das auf jeden fall berücksichtigen! 

Ganz ehrlich, wenn ihr das in 2 Jahren nicht hingekriegt habt, daß der Hund die Katzen als Familienmitglieder akzeptiert, sehe ich nicht, wie euch da jetzt noch zu helfen wäre. Der Hund hatte bereits Jagderfolg, ihr habt das Jagen nicht von Beginn an unterbunden, falsch versgesellschaftet und jetzt zeigt euch der Terrier, warum er ein Terrier ist. 

Holt euch einen Hundetrainer ins Haus, vielleicht gibts da noch ne Chance, aus der Distanz kann ich da gar nichts raten. 

Ich habe auch 2 große Jagdhunde, und beide leben mit den beiden Katzen super zusammen, obwohl z.B. mein jüngerer Hund keine Katzen kannte, bzw. sie gejagt hat, bevor er in meinen Haushalt kam. 

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