Bin ich eigentlich die einzige die ihre Katzen erzieht?

Ich habe zwei einjährige Kater, es sind Brüder. Sie wohnen in meiner 120qm großen Wohnung und gehen mit uns auch ab und zu in den Garten. Ungesicherten Freilauf kann und möchte ich nicht bieten. Meine Katzen sind ganz gut erzogen. Sie springen nicht auf die Küchenzeile, den Couchtisch und den Esstisch (natürlich nur so lange ich in der Nähe bin, aber das reicht mir ;) ). Wenn ich "Nein" sage hören sie sofort mit dem auf was sie gerade machen. Ich beschäftige und spiele sehr viel mit den beiden, jetzt habe ich begonnen ihnen Tricks beizubringen. Ich finde das ist eine tolle Kopfarbeit, die beiden sind sehr aufmerksam und freuen sich wenn sie etwas richtig gemacht haben und dafür Leckerchen und Streicheleinheiten bekommen. Sie können mittlerweile Sitz, Männchen und Miauen auf Kommando. Für mich ist das alles ganz normal, ich möchte nunmal keine Katzen haben die den Fernseher umschmeißen, am Sofa kratzen oder auf eine kochend heiße Herdplatte springen. Von vielen werden ich regelrecht dumm angemacht, wenn sie es mir überhaupt glauben. Eine Katze könnte man nicht erziehen und soll man auch nicht weil man sie da in ihrer Eigenheit einschränkt??? Ich sollte mir lieber einen Hund anschaffen??? Ist das so schlimm dass ich mich mit meinen Katzen beschäftige ??? Gibt's hier noch weitere Leute die ihre Katzen in irgendeiner Form erzogen haben? Oder werde ich hier auch für verrückt erklärt???

16 Antworten

Solange das deinen Katzen Spaß macht, ist das absolut prima, wie du dich mit ihnen beschäftigst. Auch Katzen müssen geistig gefordert werden. Das hast du völlig richtig entdeckt. Katzen lernen gerne, solange es ihnen Spaß macht. Mit Zwang, wie es zur Not bei einem Hund gehen würde (aber auch nicht soll), geht bei einer Katze nichts. Sie lernt freiwillig. Man mag das Erziehung nennen, eigentlich ist es Beschäftigung oder geistige Förderung. Katzen erfüllen gerne die Wünsche ihres Besitzers (wenn sie gerade möchten, aber wenn sie keine Lust dazu haben, dann eben auch mal nicht).

Leute, die sich hier rausreden, und dich nicht für voll nehmen, sind die, die sich Katzen halten, um Katzen zu halten. Die haben Katzen zur Dekoration und zum Herzeigen. Das gibt es leider auch. Aber die bessere Variante ist, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Wenn du Lust hast, bau doch deinen Katzen noch ein Fummelbrett, das macht ihnen auch Spaß :o) .

http://www.katzenfummelbrett.ch/katzenfummelbrett/was-ist-ein-katzenfummelbrett-kfb

Du musst dich durch die Seite mal durchklicken, da gibt es gute Beispiele.

Weiterhin viel Freude mit deinem Tigerteam!

Du hast recht, irgendwas "erzwingen" geht wirklich mit Katzen nicht. Es funktioniert auch nur wenn ich ganz ruhig bleibe. Wenn es nicht klappt breche ich auch ab und mache wann anders weiter.

So ein Fummelbrett habe ich noch nicht, habe aber schon mehrere gesehen. Da kann man ja richtig coole Sachen bauen! Ich glaube das würde meinen Katzen Spaß machen. Und gut beschäftig sind sie dann auch. Ich finde es schrecklich wenn Wohnungskatzen (am Besten noch alleine) den ganzen Tag rumlungern und sich langweilen. Es sind so schlaue Tiere und sooo neugierig... wenn man sich mit ihnen beschäftigt blühen sie richtig auf :) 

Ich finde es prima, dass dir die Katzen so wichtig sind. Wäre schön, wenn alle Katzenbesitzer so denken würden.

Dann mal viel Spaß beim Fummelbrett bauen :o) . 

Dankeschön für´s Sternchen :o) .

Wenn ich meinen Freunden, Bekannten und Verwandten erzählt habe, was unser Kater (bzw. damals unser Kater und unsere bereits verstorbene Katze) alles können, sagten viele auch immer: „Eine Katze ist doch kein Hund“, so nach dem Motto: Einen Hund erzieht man, eine Katze nicht. Dabei haben die zwei das alles freiwillig mitgemacht. Da wir sie als neun Wochen alte Kätzchen (ja ich weiß, ist eigendlich zu früh, Dank gutefrage.net bin ich jetzt schlauer und weiß, dass man sie mindestens zwölf Wochen bei der Mutter lassen soll) bekommen haben und sie damals ziemlich frech waren, wie kleine Katzenkinder eben sind, mussten wir ihnen auch erst mal zeigen, was sie dürfen und was nicht. Früher durften sie nicht in die Küche, da sie so manche Pfannen, Schüsseln oder Töpfe ausleckten, brachte aber nichts, da sie es daraufhin immer dann machten, wenn wir mal nicht hinsahen (ich erinnere mich noch gut daran, wie wir Wienerle gemacht haben und ich nur eine Minute weg war, und plötzlich liegt unsere Katze ganz unschuldig auf dem Sofa mit einem Würstchen zwischen den Pfoten). Sie durften auch nicht auf den Tisch, während wir essen, das haben sie aber schnell kapiert. Ja, sie haben in den ersten Monaten wirklich viel Mist gemacht, die beiden. Aber sie hatten Spaß daran, Tricks zu lernen und so konnten sie schließlich Sitz und Pfötchen.

Heute ist unser Kater ein ganz Lieber. Springt weiterhin nicht auf den Tisch, während wir essen, geht nicht auf die Arbeitsfläche, während dort gekocht wird, klaut nichts mehr aus der Pfanne usw. Sitz und Pfote kann er zwar nicht mehr bzw. macht es nur noch sehr selten, wenn er nicht möchte (und das ist meistens so) reagiert er einfach nicht. Solche Beschäftigung braucht er aber auch nicht mehr, da ist er lieber draußen. Er hört auf seinen Namen, wenn man „nein“ sagt, hört er auch sofort auf. Er kratzt nicht an Möbeln, lässt auch bei uns seine Krallen eingezogen. Er weiß, wie sich vernünftige Samtpfoten zu verhalten haben.

Es schadet in keinem Fall, seine Katzen zu erziehen und ihnen ihre Grenzen klar zu machen. Natürlich geht das nur, wenn sie das möchten und wenn es für sie einen Sinn ergibt, aber mit viel Liebe und Geschick bringt man es meistens so weit. Es ist sogar sinnvoll. Wenn die Tiere an Tricks interessiert sind, kannst du auch gerne mit ihnen auf dieser Basis arbeiten, das ist eine gute Kopfarbeit. Du scheinst dich wirklich gut mit Katzen auszukennen und wirklich viel Zeit für sie in Anspruch zu nehmen und das finde ich richtig gut. Ich kenne auch Katzenbesitzer, die ihre Katzen nicht erziehen, sie nur mal ein bisschen streicheln, oder sie aber, wenn sie mal was falsch gemacht haben, im Bad einsperren oder Ähnliches. Zudem sind das ausschließlich Wohnungskatzen in Einzelhaltung – echt schrecklich sowas, mir tun die Tiere immer furchtbar leid und ich würde sie denen am liebsten wegnehmen :-( Geht leider nicht, ich weiß, aber ich finde es so traurig, Katzen sind doch so sanft und lieb und interessiert an allem, was um sie herum passiert ... :D

Dir noch viel Spaß mit deinen Schmusetigern :)

Ich finde es total schön, dass du dich mit deinem beiden Katzen so viel beschäftigst :). Ich denke deinen Katzen macht das "Training" (ich weiß nicht wie ich es nennen soll) auch Spaß, sonst würden sie das nicht machen und sich wehren oder abhauen. Ich denke du machst alles richtig mit den beiden ;).
Viel Spaß noch und liebe Grüße
Leonetta3

Danke!

Manchmal hat der eine keine Lust, dann geht er auch und legt sie irgendwo hin. Das ist mir aber egal, ich richte mich nach ihnen. Aber meistens sind sie voll bei der Sache :)

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