Kennt sich jemand mit Katzen aus, deren Partner kürzlich verstorben ist?

Hallo Leute!

Ich hoffe, einer kann uns einen Tip geben, mit dem wir etwas anfangen können. Wir hatten 2 Katzen (Kater/Katze) die beide Freigänger sind. Am Wochenende kam unsere Katze leider so lediert nach Hause, dass wir sie schweren Herzens haben einschläfern lassen.

Auf jeden Fall haben wir das Gefühl, dass unser Kater mit dem Verlust nicht gut zurecht kommt. Er wusste, dass wir seine Schwester zum Arzt gefahren haben, war aber irritiert, dass wir nur noch eine leere Kiste wieder mit zurück brachten. Zunächst hat er sie gesucht und wie gewohnt beim Essen etwas für sie übrig gelassen. Mittlerweile macht er dies nicht mehr, kuschelt mehr mit uns und wenn er nachts schlecht träumt quetscht er sich unter die Decke und so dicht an dich, dass du das Gefühl hast, er erdrückt dich. Gespielt werden muss natürlich mehr wie vorher und alleine irgendwo hingehen ohne Ihn ist momentan nicht möglich. Wollen wir aus dem Haus müssen wir Ihn vorher ablenken, danach geht es aber und er legt sich schlafen. Eine zweite Katze kommt zwar in Frage, nur finden wir kaum ein Tierheim, welches uns eine vermitteln möchte "wir wohnen falsch". Vor der Haustür eine stärker befahrene Straße und hinten raus Feld und Wiese. Nur unserem Kater zu verbieten raus zu gehen ist tötlich. Hat jemand eine Idee was wir noch versuchen können ohne uns von Ihm zu trennen?

6 Antworten

Was ich ja nun nicht verstehe, wieso der Kater unbedingt raus muß? Das ist doch dann vorprogrammiert, dass er der nächste ist. Sehr schade, und natürlich gibt euch kein Tierheim eine Freigängerkatze. Die retten die Katzen ja nicht aus schlechten Verhältnissen, um sie dann totfahren zu lassen.

Ich bin sicher, dein Kater würde sich auch an die Wohnung gewöhnen. Das ist eine Frage der Zeit.

Und zum Tod eurer zweiten Katze (sehr traurig) möchte ich sagen, daß ich in meinem Leben schon einige Katzen verloren habe (aber aus Altersgründen). Jedesmal war ein Partner übrig. Meine letzte Katze trauerte so sehr um ihren Kater, dass sie sich total aufgegeben hat, und nur noch apathisch hinter der Heizung saß. Das haben wir uns ein paar Monate mit angesehen, weil wir ihr in dem Alter eigentlich keinen neuen Partner mehr zumuten wollten. Aber wir haben es nicht mehr ausgehalten, so einen Trauerkloss daheim zu haben. Dann haben wir zwei kleine Katzen geholt, die sich gegenseitig zum spielen hatten, und somit die Alte in Ruhe ließen. Die Alte hatte Kino und taute Gott sei Dank langsam wieder auf. Sie adoptierte die beiden Kleinen, und liebte das Mädelchen davon abgöttisch. Es war ein wundervolles Dreiergespann, bis meine Katzenoma leider eineinhalb Jahre nachdem die Kleinen kamen, auch gehen mußte. - Aber so hat sie nun einen schönen Lebensabend gehabt und hat ihre Trauer um ihren verstorbenen lebenslangen Partner noch gut verarbeitet.

Ich weiß ja nicht, wie alt euer Katerchen ist. Aber wenn er schon älter ist (mehr wie 5 Jahre) würde ich euch auch zu zwei Kleinen raten. Und die haltet ihr nur in der Wohnung!!! Und dadurch gewöhnt sich der Kater auch langsam dran, dass er nun drinnen lebt. Wenn ihr genügend Abwechlung bietet, kann das gut klappen.

Ich bin auch mal mit zwei Freigängern umgezogen in eine Dachwohnung, wo sie dann nicht mehr raus konnten. Das hat wunderbar geklappt. Sie bekamen eine vernetzte Dachterasse und vernetzte Fenster zum rausgucken, daran haben sie sich gewöhnt, und sind sehr alt geworden. Es hat ihnen an nichts gefehlt.

Viel Glück für das Katerchen, und ich wünsch euch die richtige Entscheidung.

Also meine 5 notorischen Freigänger könntest Du nie im Haus behalten, Du hättest keine Ruhe! Meine Kater konnte ich, selbst nach der Kastra nur mit Beruhigungsgel im Haus halten.

Aber du wohnst wahrscheinlich nicht an der Hauptstrasse.... . Wenn es klappen muß, dann klappt es auch. Bei Fünfen natürlich etwas schwieriger. Aber die Fragestellerin hat nur einen. Und entscheiden muß sie selber. Das hier ist nur meine Meinung, die niemand befolgen muß, der nicht will ;o).

@polarbaer. Ich wohne in einer Feriensiedlung am Meer, wo im Sommer extrem Verkehr herrscht, allerdings im Winter praktisch nichts los ist.

Wir haben zu anfang bereits versucht, die beiden im Haus zu lassen. Die Katzen haben zu 5 in 30 qm² gewohnt. Daher dachten wir, wenn zwei davon in 240 qm² umziehen geht das. Leider haben wir es nach 3 Monaten aufgegeben. Sie haben überall hin gemacht. Unser Tierarzt meinte, dass die beiden dann doch raus müssten. Danach war Ruhe, aber natürlich auch die Gefahr größer. Wie hast du es geschafft deine an die Wohnung zu gewöhnen?

unser Kater wird im Mai 2

An die Wohnung gewöhnt, wie oben beschrieben: Die Dachterasse mit einer Pergola versehen, Katzennetz rundrum und obendrüber, und an allen Fenstern Katzennetz.

Nach unserem damaligen Umzug hatte der Kater auch zweimal versucht, einen Ausflug aufs Dach zu unternehmen, da ja Freiheit gewöhnt. Das arme Tier hing dann jedesmal total verzweifelt und laut weinend in der Dachrinne, unter der es ( Herzkasper ^^...) 10m runter geht. Er konnte sich auf dem Dach nicht halten und ist immer abgerutscht. Gerettet haben wir ihn anhand einer runtergelassenen Decke, an die er sich krallte, und wurde von uns hochgezogen. Daraufhin kam umgehend das Katzennetz! Da hat er auch einige Male versucht hochzuklettern. Aber er hat begriffen, dass das nicht funktioniert und hat sich mit der Zeit damit zufrieden gegeben. Wir haben einen tollen Katzenausguck, wo die Katzen ganz weit gucken können. Das hat ihnen genügt. Die damals umgezogene weibliche Katze hat übrigens nie Anstalten gemacht, die Flucht nach draußen zu ergreifen. Gut wäre natürlich, wenn du ihm eine umzäunte Frischluftoase lassen könntest. Wie gesagt, der Balkon vernetzt oder ein Stück Garten, was an eure Wohnung/Haus angrenzt.

Übrigens, als deine Katzen "überall hingemacht" haben, haben sie möglicher Weise markiert. Wenn dein Kater noch nichtmal 2 Jahre alt ist, ist das stark anzunehmen. Das war sicher, bevor du ihn hast kastrieren lassen. Das hätte sicher aufgehört, wenn du noch eine Weile gewartet hättest.

Wenn es dir ernst ist mit der Wohnungshaltung, wird sich dein Kater dran gewöhnen. Natürlich beschwert er sich in der ersten Zeit. Aber er wird merken, dass er nicht mehr raus darf, und wird sich mit der Zeit daran gewöhnen. Natürlich brauchst du Geduld in der ersten Zeit. Mußt ihn ein bißchen ablenken, wenn er an der Tür kratzt. Aber da Katzen auch Gewohnheitstiere sind, kannst du das schaffen.

Danke für die Tips. Kastriert war er damals aber schon.. ein mit Katzennetz umzeunter Balkon hat er bereits zur Verfügung. Momentan jedoch nicht sehr spektakulär. Im Sommer ist er schöner. Wir probieren es mal mit dem drin lassen. Jedoch erst, wenn nummer 2 da ist, welche wir erst finden müssen.

Finde ich sehr vernünftig. Dann viel Spaß beim Kätzchen aussuchen. Die Tierheime sind voll davon. Und wenn ihr kein gleichaltriges, sondern ein Baby möchtet, gibt es auch die in Kürze wieder haufenweise von unvernünftigen Katzenhaltern, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen ^^. Aber warte nicht zu lang. Je früher, desto besser :o).

Lieben Dank auch für dein Sternchen :o).

Kein Problem. Ist eine Antwort, mit der ich auch etwas anfangen kann, also warum nicht.

Dein Kater vermisst seine Partnerin. Auch Katzen brauchen eine Weile, um über so einen Verlust wegzukommen, war bei meinen 4 Babykatzen und deren Mami so, als einer ihrer Brüderchen gestorben ist. Ein paar Tage haben sie sehr unruhig nach ihm gesucht und danach vermehrten Körperkontakt untereinander gesucht, was ziemlich normal ist. Die Anhänglichkeit wird sich zwar wieder legen, braucht aber wirklich Geduld. Du solltest wirklich alles versuchen, Deinem Kater wieder nen Kumpel zuzulegen, am besten, vielleicht einen, der Freigang schon länger und evtl. auch an Autos gewöhnt ist.

Ein Traum von einer Katze... an Autos gewöhnt, dass wäre toll.

Du solltest meinen mal zusehen. Die haben von ihrer Mami gelernt, nicht einfach über die Strasse zu rennen, sondern die bleiben wirklich stehen und schauen und lauschen und wenn nichts kommt, gehen sie über die Strasse.

Dachte ich bei unseren beiden auch. Die sind alle an einer Straße groß geworden. Leider weiß ich auch nicht genau, was passiert ist. Wenn ihr Bruder nur reden könnte... Wir sahen leider nur das Resultat, obwohl ich denke, dass sie sich bei uns sehr wohl gefühlt haben muss, sonst wäre sie so schwer verletzt wohl eher nicht nach Hause zurück gekommen.

Ihr könnt euch bei Privatpersonen umsehen, ob die Katzen abzugeben haben. Ich bin der Meinung, dass Katzen raus sollten, meistens haben sie ein viel abwechslungsreicheres Leben als in der Wohnung. Kann passieren, dass die irgendwann überfahren werden, aber das Risiko ist meistens vertretbarer, als sie in der Wohnung einzusperren, denn viele Katzen lernen auch, vor dem Überqueren die Straßen zu beobachten und zu lauschen, ob ein Auto kommt. Unsere noch recht junge Katze hat auch vor kurzem ihren Bruder verloren, am Anfang hat sie immer im Garten nach ihm gerufen und machte einen sehr ratlosen, wenn nicht gar traurigen Eindruck, aber sie scheint wohl darüber hinweggekommen zu sein.

Bekannte von mir hatten früher 3 Katzen, als eine davon angefahren wurde und verstarb, da haben sie, da die Katze keine großen Wunden hatte und noch sehr schön anzusehen war, einfach in einem Körbchen noch bis zum Abend liegen gelassen, quasi so wie man tote Menschen auch aufbahrt. Ich habe es selber gesehen, die anderen 2 Katzen haben sie, als sie sie gesehen haben gar nicht mehr berührt, es schien so, als hätten sie gleich gesehen, dass sie tot ist. Aber sie haben eine Weile davor gesessen und sie beobachtet, ab und zu haben sie ihr Herrchen angeschaut und ein paar Laute von sich gegeben (vielleicht waren es Klagelaute). Die Katzen konnten sich von ihr verabschieden, genauso wie Menschen. Hätten sie die Leiche nicht gesehen, dann hätten sie wohl wochenlang erfolglos nach ihr gesucht.

Hi!

Naja zunächst hatten wir überlegt, ob wir Picasso ein Partner zur Seite stellen und Ihn dann drin lassen. Haben es aber einfach nicht übers Herz bringen können, Ihn einzusperren. Er hat sich ganz gut daran gewöhnt, allein zu sein. Wir vermuten sogar, dass er es schätzt. Draußen macht er sich einen Spß daraus, unsere mittlerweile 3. Nachbarskatze zu ärgern und allerlei Getier zu fangen und zu präsentieren. Danke aber für deine Antwort.

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