Katze tot - wie kann ich das besser verarbeiten (13)?

Meine Katze ist so alt wie ich und zwar 13 Jahre. Deswegen hing ich sehr an ihr. Aber gestern hat sie sich mit gelähmten Beinen die Treppe hochgeschleppt , weil sich zu viel Blut gestaut hatte. Sie war herzkrank und hatte es schon mal, dass das Bein gelähmt war. Das ging aber schnell wieder vorbei. Naja gestern sind wir dann nach einer Stunde zum Notarzt und er hat gesagt wir sollen sie einschläfern. Und jetzt weiß ich nicht wirklich, wie ich die Bilder wieder aus meinem Kopf bekommen soll. Bitte gebt mir ein paar Tipps, wie ich die Situation am besten verarbeiten kann!

6 Antworten

gelähmt (von "lahm").

Wenn ihr einen Garten habt: Katze beerdigen, ein liebevolles Zeichen auf die Stelle legen, würdig Abschied nehmen, an die schönen Momente mit ihr denken. 

Schreib einen Text über die Katze und über deine Gefühle. Schreib es dir von der Seele.

Neue Katze zu euch nehmen.

Ich wünsche dir, dass du den Schmerz gut überwindest.

danke

Hallo,

ich habe meine Katze bekommen, als ich 6 war. Heute bin ich 23 und sie ist im Januar mit 17 Jahren gestorben. Ich durfte mich nicht von ihr verabschieden und konnte tagelang ans nichts anderes mehr denken als an sie. Ganz schlimm war es in mein Schlafzimmer zu gehen, da sie immer neben mir auf dem Kopfkissen geschlafen hat. Die ersten Tage habe ich sogar im Wohnzimmer auf der Couch geschlafen. Geholfen haben bei mir nur 2 Dinge. Eine neue Katze um die ich mich neben meiner zweiten Katze kümmern musste und möglichst viel Ablenkung. Schließlich habe ich es akzeptiert.

Wir haben sie einäschern lassen, da es noch zu kalt war um sie zu vergraben. Ich habe mir einen Ascheanhänger gekauft und habe sie damit immer bei mir. Auch das hat mir sehr geholfen.

Ich denke, dass jeder anders damit umgeht und andere Wege hat drüber wegzukommen. Meide aber Leute, die deine Trauer wegen eines Tieres nicht verstehen das zieht dich nur noch mehr runter.

Wir haben sie heute im Garten begraben .danke

Als erstes möchte ich dir mein tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.

Wenn jemand, egal ob Mensch oder Tier, über die Regenbogenbrücke geht, ist es fürchterlich.

Ich denke, du solltest die schönen Momente in deinen Gedanken einen festen Platz einräumen. Denk an sie, wie sie um deine Beine schnurrte, wie sie vielleicht mal mit dir getobt hat, wie sie sich von dir kraulen ließ, wie sie in deiner Nähe schlief.

Bedenke bitte auch, dass sie nun keine Schmerzen mehr hat, dass sie nicht mehr leiden muss und das wir eben alle sterben müssen.

Eine solch kranke Katze, kann sich nicht mehr so bewegen, wie sie mag und das spürt sie.

Ein väterlicher Freund von mir, war sehr schwer krank. Er sagte zu mir, er wolle sterben. Ich sagte, wie man das eben so zu sagen meint:"Das kannst du du doch nicht sagen."

Er:" Doch Jens, ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr."

Er ist dann wirklich kurz danach gestorben und wenn ich an ihn denke, denke ich auch an sein tolles Leben. Er war noch im zweiten Weltkrieg, hatte Frau, Kind, tolle Arbeit, ist viel gereist und dann ist das wohl in Ordnung.

Ich habe Familie, Hund & Katz begraben und wirst einfach einen Platz in deinem Herzen finden müssen, wo sich deineMietzekatze aufhält.

Vielleicht schaußt du am Abend mal aus dem Fenster und suchst du dir einen Stern. Mit etwas Glück spielt deine Katze dort gerade oder sie jagt eine Maus.

Als mein Hund in einer dir ähnlchen Situation eingeschläfert werden musste, fand ich dies:

http://www.hunde-poesie.de/trauriges/regenbogenbruecke/die-regenbogenbruecke.html

Eine Sache habe ich noch, bitte holt euch erst dann ein neues Haustier, wenn ihr die Sache etwas verdaut habt.

Eine neue Katze, ein neuer Hund, kann / will / darf / möchte nie deine verstorbene Katze ersetzen.

Alles Gute für dich

Jens

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