Kann es sein, dass meine Katze Krebs hat?

Bei meiner Katze hab ich vor 8 Wochen ungefähr den ersten knoten unter der Haut gefunden. Seit dem sind 4 weitere dazu gekommen. Manche in der nähe von dem ersten knoten und manche am Rücken und bauch. Sie fühlen.sich rundlich und fest an. Sie scheint keine Schmerzen zu haben,wenn ich die knoten fühle. Aber ihr Verhalten hat sich geändert. Sie ist viel ruhiger geworden und und frisst kaum. Aber sie.sucht oft von sich aus selbst den Kontakt zu mir und den anderen ihr vertrauten Personen. Ich habe auch gemerkt das sie Manchmal Probleme beim atmen hat und oft hustet.. Kann das damit.zusammen hängen? oder kann es nur sein das sie normale fettknoten hat die nicht gefährlich sind. Ich werde sie demnächst zum Tierarzt bringen. Ich würde gern wissen worauf ich mich vorbereiten muss..

4 Antworten

Ich an deiner Stelle würde nicht "demnächst" zum Tierarzt gehen, sondern wenn möglich gleich heute noch oder morgen. Will dir ja keine Angst machen, aber stell dir mal vor der Tierarzt  sagt zu dir : " wären sie früher gekommen, hätte ich ihrer Katze noch helfen können". Was denkst du dann ?

Also sofort zum Tierarzt !

Ich werde sie demnächst zum Tierarzt bringen.

Sorry, das hättest du längst(!!!) tun müssen, weshalb du unverzüglich(!!!) zum Tierarzt musst! Unfassbar: Wie kannst du seelenruhig 2 geschlagene Monate(!!!) zusehen, wie sich ihr Gesundheitszustand stets weiter verschlechtert?! Durch unterlassene, tierärztliche Verorgung machst du dich der Tieresvernachlässigung strafbar! Ganz zu schweigen davon, dass sie offenbar leidet ...! Wozu hältst du bitte eine Katze, wenn du sie im Krankheitsfall ohnehin im Stich lässt? Bei Beschwerden gehst du doch ebenso zum Arzt. Absolut erschütternd und herzlos - ganz ehrlich ...!!!

==> Denn was erschwerend hinzukommt: Nahrungsentzüge bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr für Katzen! Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. Dazu kommt es wie folgt: Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er viel Gewicht in kurzer Zeit verliert, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter, sonst bitte gar nicht geben, da NoGo) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Auch geringe Tagesmengen sind riskant! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist. Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Die Funktionstüchtigkeit der Leber nimmt dabei peu à peu ab.

Wichtig: Nahrungsentzüge zählen zu den Frühsymptomen einer Fettleber! Höchstwahrscheinlich muss sie dringend hochkalorisch ernährt werden, um eine eventuelle Fettleber in den Griff zu bekommen oder eine sich anbahnende rechtzeitig abzuwenden. Denn Fakt ist: Bei Fettlebern beschränkt man sich i. d. R. auf Verdachtsdiagnosen, z. B. Inappetenz, Abmagerung, Erbrechen, Blutwert-Veränderungen oder Untersuchungen per Ultraschall (==> diese zeigen ggf. eine vergrößerte, formveränderte und strukturverdichtete Leber). Die Entnahme von Lebergewebe mittels Tru-Cut-Biopsie, d. h. die zuverlässigste Diagnosemethode, wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen (==> zu hohes Narkoserisiko für erkrankte Tiere).

Sollte eine Fettleber vorliegen, muss Ursachenforschung betrieben werden ==> ohnehin muss es das! Begründung: Sehr häufig gehen der Fettleber behandlungsbedürftige Krankheiten voraus, z. B. eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Darmverschluss oder CNI (chronische Niereninsuffizienz), denn alle lösen Appetitlosigkeit aus; Zahnerkrankungen; ein Schnupfen (==> durch schlechtes Riechen lockt das Futter weniger); Herzschwäche; eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung); eine Vergiftung; Übergewicht; Wurmbefall oder sonstige Schmerzen (wie bei deiner Katze z. B. die Atembeschwerden).

==> Siehe bitte auch unter Behandlung und Prognose des folgenden Links: https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40874/Fettlebersyndrom

Bedenke bitte auch, dass gerade Katzen oft lange still vor sich hin leiden, ehe man einen Verdachtsmoment hat. Dies ist auf ihr Sicherheitsbedürfnis in freier Wildlaufbahn zurückzuführen, denn wenn Feinde ihre Schwäche aufgrund Schmerzensschreie bemerken, werden sie leichter angreifbar. Du hingegen hast Verdachtsmomente, und zwar schlechtes Fressverhalten, Atembeschwerden, Husten und ein völlig verändertes Wesen! Also ==> zum Arzt bitte (es gibt auch einen tierärztlichen Notdienst)! Faktor Zeit ist bei mangelnder Nahrungszufuhr und möglichen Entzündungsherden in mehrerlei Hinsicht alles entscheidend (Stichwort nahrungsentzugsbedingte Leberschäden, austrocknungsbedingte Nierenschäden + entzündungsbedingte Herzschäden, die lebensbedrohlich werden können). - Ganz zu schweigen von den Kosten, die umso höher ausfallen je länger du wartest, wenngleich das eher unwichtig sein sollte ‚Ķ!

Alles Gute für deine Katze!

Geh mal eher vom Fettknoten aus. Wir hatten schon viele Katzen, aber keine hatte Krebs und hatten eher in Alters Weh Wehchen und sind im Endeffekt aus natürlichen Gründen gestorben. Geh aber trotzdem mal zum Doc, der kann Dich sicher beruhigen. Abgesehen davon, wie alt ist deine Katze ? 

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