Wohnungskatze sucht Kamerad - welcher eignet sich?

Hi. Wir haben seit November letzten Jahres eine kleine Mietz (5 Monate alt) zu uns geholt und halten sie als Wohnungskatze. Bevor jetzt kommt, dass das nicht artgerechte Haltung ist, kommt der Clou: wir würden gerne eine zweite für sie dazu holen.

Die Frage ist, sollte es eine gleichen Alters sein? Sollte sie das gleiche Geschlecht haben? Und wenn die zweite dann da wäre, würde unsere Luna dann ruhiger werden? Ich glaube schon, dass weil sie allein ist, deswegen gern hyperaktiv ist. Legt sich das dann mit der zweiten? Da sie sich ja da dann gemeinsam beschäftigen können.

Freu mich auf eure Antworten. Und bitte keine Vorwürfe, ich weiß, dass eigentlich von Anfang an die Katzen zusammen gehalten werden sollten, aber es hatte sich noch nicht ergeben...

8 Antworten

Sollte sie das gleiche Geschlecht haben?****

Ja, weshalb ich mich unbedingt für eine Kätzin entscheiden würde (zwischen 4 und 8 Monaten), denn die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sind). Bei Katzen gilt in der Hinsicht nämlich am ehesten "Gleich und Gleich gesellt sich gern". Interessant ist in diesem Zusammenhang folgender Artikel: http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/katzen-kater.html.

Und wenn die zweite dann da wäre, würde unsere luna dann ruhiger werden?>

Vielleicht in Bezug auf euch - ansonsten wäre es ungewöhnlich für ein Jungtier, nicht umherzutoben und zu spielen, was das Zeug hält ...! Da Luna mit 5 Monaten noch voller Neugier steckt und ihre Grenzen austestet, braucht sie unbedingt Gesellschaft: Angreifen, Anstarren, Wegsehen, Fluchtergreifung, Krallen ausfahren und Beißen - durch all dies ergründet sie gerade ihre Umwelt und begreift anhand der Reaktionen (z. B. Pfoteschlagen und Fauchen - eines Artgenossen, richtig!), dass nicht jedes Verhalten akzeptabel ist - was am Ende auch euch und eurer Wohnungseinrichtung zugute käme!

Wichtige Eckdaten zur Vergesellschaftung:

  • Bitte keine vorschnelle Aufgabe! Sie kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein, denn jedes Tier muss seinen neuen Platz erst finden, auch eure Luna! Viel verarbeiten müsste ebenso die neue: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche, fremde Menschen und fremde Katze. Stressreaktionen wie Fauchen und kleine Kämpfe sind oft wichtige Ventile, völlig normal und sehen vielfach schlimmer aus als sie tatsächlich sind. Krasse Situationen können ggf. durch ein einmaliges, lautes Händeklatschen in direkter Nähe entschärft werden, doch grundsätzlich sind Geduld und Verständnis eurerseits das A und O!
  • Sie sollten kastriert sein bzw. werden (mit 5 Monaten ==> also bitte schon mal einen Termin vereinbaren).
  • Die Katzenklo-Anzahl sollte stimmen. Die Faustformel lautet Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo, so dass ihr auf 3 Klos kommen solltet.
  • Sie sollten genug Rückzugsmöglichkeiten haben.
  • Stichwort nächtliche Situation: Mitunter machen Besitzer leider den Fehler, die Zweitkatze aus dem Schlafzimmer zu verbannen, die andere jedoch weiter dort nächtigen zu lassen („ist ja ihr Revier“). Für diesen Fall sollte man das Schlafzimmer stattdessen auch das Revier der neuen werden lassen.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen.

Danke fürs Sternchen :-)

Gleiches Geschlecht? Nicht unbedingt, aber wenn verschieden, dann bitte kastrieren lassen. Gleiches Alter? Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass sich die beiden mögen und verstehen. Das läßt sich nicht von vornherein sagen, sondern kommt auf einen Versuch an. Mit 5 Monaten ist jede junge Katze verspielt und lebhaft (wenn sie gesund ist) und erkundet ihre Umgebung. Da kann auch schon mal was zu Bruch gehen, finde ich aber nicht schlimm. Ja, es ist auf jeden Fall besser, zwei Katzen/Kater zu halten, damit sie sich miteinander beschäftigen können und besonders ,wenn tagsüber niemand zuhause ist. Aber auch sonst plädiere ich zu zweien. Zwei machen nicht mehr Arbeit als eine, und es ist für Tier und Mensch einfach entspannender, artgerechter und spaßiger.

Ich würde eine gleichaltrige oder nur wenig ältere oder jüngere Katze dazu holen. Charakterlich sollten sie ähnlich sein und eigentlich spielt es keine Rolle, ob Junge oder Mädel, wichtig ist nur, dass beide Katzen zum gegebenen Zeitpunkt kastriert sind oder werden. Ruhiger wird Deine Katze sicher nicht, aber sie hat ja dann nen Kumpel zum Rumtoben, Raufen und Kuscheln und der Mensch muss nicht mehr für wilde Spiele herhalten.

Weitere Katzenfragen zu "Katzenanschaffung und Zubehör"