Wie kann ich meiner Katze Ihr Verhalten beim Füttern abgewöhnen?

Hallo,

Ich hab vor ein Paar Monaten eine Katze aus dem Tierheim geholt. Sie war total verhungert gefunden wurden und war anscheinend eine Straßenkatze. Leider hat sie anscheinend deswegen ein Paar macken behalten.

Das größte Problem ist das sie tooootallll verfressen ist. Ich glaube sie hat angst zu verhungern :/ Das nervige daran ist : Ich muss wirklich ALLES verstecken. Sogar meinen Abwaschschwamm hat sie gegessen... Da ich aber auch nicht ständig zum Tierarzt rennen mag hab ich nunr alles was sie essen könnte weg gepackt. Dann wenn es Essen für meine beiden gibt gehts richtig ab. Beide Miautzen ( Seid dem sie da ist macht er das jetzt auch ) und Flippen total aus versuchen an das essen ran zu kommen und und und. Sie kriegen beide Pro Tag 200g Nassfutter (Getreidefrei) und einmal in der Woche Hühnchen zum Abendbrot. Sie schlingt total und nimmt und Knurrt nur noch beim essen. Nach dem sie fertig ist geht dann ab zum Herren sein Nampf und gucken ob da noch was drinne ist.. Er hat schiss und geht dann immer weg. Was kann ich tun? Wie kann ich ihr dieses Verhalten abgewöhnen?

3 Antworten

Sie muss erst lernen, dass es genug Futter für sie gibt - das ist die Arme ja gar nicht gewöhnt. Stelle am Anfang immer Futter hin, so dass ständig welches da ist. Sie wird sich am Anfang komplett satt essen und dann ist gut.

Bei uns klappt es prima, dass alle hier Trockenfutter in überfüllter Form zur Verfügung haben (eine Dosierstation aus der immer was nachrutscht - und hier sind alle NORMALgewichtig) ... ich will nicht sagen, dass der "Macken"Kater dann nicht durchdreht und sich ersteinmal vollstopft und dir als Ergebnis den Brei wieder aufs Laminat hochwürgt.....aber irgendwann wird auch er satt sein und sehen ES IST IMMER WAS DA. Bei Nassfuttter tun unsere dennoch so, als hätten sie seit Jahren nichts gehabt... die ticken eben anders die Fellbälle...

@Firlefant: Sorry, Trockenfutter wird zwar als Katzenfutter deklariert, hat aber nichts mit artgerechter Ernährung zu tun. Es wurde vom Menschen für den Menschen entwickelt (Stichwort Bequemlichkeit), ist aber vor allem eins: krankheitsauslösend.

Begründung: Es hat rein gar nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mach selber den Test und tropfe Wasser übers Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Dadurch verliert auch die Magenschleimhaut einen Teil ihrer Schutzschicht und macht sie anfälliger für Magenreizungen und -entzündungen, die in Geschwüre übergehen können. Da sich das Futtervolumen aufsaugebedingt verdoppelt, können auch schmerzhafte Blähungen folgen. Was erschwerend hinzukommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Vögeln und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Juckreiz (da trockene Haut), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!

Am besten, man gewöhnt eine Katze gar nicht erst an Trockenfutter, und sie wird es mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann muss man zumindest nicht bei sich anfangen!

Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 Tierärzte:

  • Zitat Lisa A. Pierson, DVM (2009), snuselcoons.de/trockenfutter (Stand: heute): “[…] Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter Diät empfehlen, anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser. […]“
  • Zitat Dr. Bettina Brabänder (2008), t-online.de/lifestyle/tiere/katzen/id_14346784/tiere-trockenfutter-ist-schaedlich-fuer-katzen (Stand: heute): “Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als ständige Kost nicht gesund.“
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst (o. J.), savannahcat.de/katzenernaehrung (Die größten Irrtümer, Stand: heute): “…Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen…“
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs (o. J.), savannahcat.de/katzenernaehrung (Methoden der Fütterung, Stand: heute): “...Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzer das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier…“

Man bedenke: Eine Katze benötigt täglich mindestens 60 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht [je nach Temperatur, Gesundheitszustand, Alter und Aktivität sogar bis 80 ml ==> z. B. im Welpenalter, bei Durchfall oder chronischer Niereninsuffizienz (CNI)]. Da kommt ein Tier mit Trockenfutter niemals hin, zumal es - im Gegenteil - auch noch Wasser entzieht! Leider müssen im Alter viele Trockenfutter-Katzen am Blasenkatheter angeschlossen und / oder wegen Niereninsuffizienz behandelt werden bzw. viele Tiere wegen Zahnbeschwerden auch schon früher (Stichwort Zahnsanierung aufgrund Zahnfleischentzündung und Zahnstein, Kosten 200 €). Dies ist häufig der Tatsache geschuldet, dass sich Katzenbesitzer nie das erforderliche Wissen darüber angeeignet haben. Entsprechend groß ist der Aufklärungsbedarf.

Die beste Wahl ist ausschließliche Nassfuttergabe mit 60% Fleisch-Mindestanteil ohne Getreide und Zucker ==> empfehlenswerte Sorten: siehe meine Antwort, wenn du magst.

Außerdem irrst du leider mit der Annahme, dass Katzen rund um die Uhr Nahrung zur Verfügung haben müssen - mehr noch: ständige Futter-Verfügbarkeit ist sogar ein NoGo:

  • Erstens kann Fressen so zu einer Art Beschäftigung werden, Stichwort Fresssucht;
  • zweitens können Katzen bei ständiger Futter-Verfügbarkeit kein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl mehr entwickeln;
  • und drittens neigt insbesondere Trockenfutter vermehrt zu Bildung von Schimmelpilzgiften (==> krebserregend).

Weis nicht warum katoffeln schlecht fur katzen sein solln Menschen essen den auch

Leider schreibst du nicht, wie alt insbesondere die Tierheimkatze ist, doch sollte sie noch im Wachstum sein, d. h. unter 10 Monate, sind 200 g denkbar wenig! In diesem Alter dürfen Katzen noch(!) soviel fressen wie sie möchten, d. h. man sollte ad libitum (= nach Belieben ==> auch Sattfütterung genannt) füttern. Begründung: Es gibt Phasen, wo sie innerhalb kürzester Zeit ihr Gewicht verdoppeln. Erst danach ist die Futtermenge abhängig von Gewicht, Alter, Rasse und Aktivität. Erstgenanntes (und somit das Idealgewicht) kannst du notfalls beim Tierarzt erfragen und es wöchentlich kontrollieren, indem du sie wiegst. Verweigern sie die Waage, stell dich vorher rauf, nimm sie anschließend auf den Arm und zieh dein Gewicht ab. Allerdings: Selbst für eine ausgewachsene Katze wären 200 g kaum ausreichend. Dazu müsste sie schon leichtgewichtig sein, d. h. 2½ bis 3 kg wiegen und wenig aktiv sein ==> dann könnte es so geraaaade hinkommen …!

Ist es ferner der Fall, dass du zu wenig Mahlzeiten servierst? Da Katzen Gewohnheitstiere sind, empfehlen sich am ehesten feste und über den Tag gut verteilte Fütterungszeiten bei 3-4 Portionen, bei Welpen auch 5-6. Von nur 2 Portionen ist abzuraten; dann können sich Katzen aufgrund des großen Hungers leicht überfressen, was Erbrechen begünstigt.

Dass du getreidefreies Nassfutter gibst, ist schon mal gut. Jedoch: Es sollte auch zuckerfrei sein und keine pflanzlichen Eiweißextrakte sowie keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse enthalten. Auch der Rohascheanteil sollte maximal(!) bei 2,5% liegen, besser wären 1,5-2%. Ist er dauerhaft erhöht oder gar zu hoch (3%), können die Nierenleistung herabgesetzt und Blasensteine begünstigt werden.

Mittel- bis hochwertig sind folgende Sorten:

  • N*TUR plus
  • Chr*stopherus
  • B*zita
  • D*fu
  • R*al Nature
  • C*tz Finefood
  • Gr*nataPet
  • Gr*u
  • L*onardo
  • M*C’s und
  • T*rra Faelis (alle erhältlich im Zoofachhandel).

Völlig akzeptabel und somit ein Kompromiss zwischen Geldbeutel und Qualität sind diese Sorten:

  • L*x (erhältlich beim A-Discounter Nord)
  • C*chet (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim A-Discounter Süd)
  • B*anca (alle, außer „Geflügel und Leber in Wildgelee“ ==> hellgelbe Dose; erhältlich beim P-Discounter)
  • Opt*cat (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim L-Discounter)
  • act*va (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich im Zoofachhandel) sowie
  • W*nston (Achtung: nur die 195-g-Dosen ==> „Schlemmertöpfchen“ sowie die zucker- und getreidefreien Schälchen + Tütchen, erhältlich in der R-Drogerie)

…, wobei ich L_x und act*va wegen des erhöhten Rohaschegehalts von 2,5% aber nicht ausschließlich geben würde.

Er hat schiss und geht dann immer weg. Was kann ich tun?>

Versuche es mit getrennten Fütterungen. Lass erst die gierige Katze fressen und verschließ dabei die Tür. Danach lässt du den Kater, ebenso getrennt von der Kätzin, fressen. Wobei ich denke, das hat sich erledigt, wenn du schlichtweg mehr fütterst, da sehr wahrscheinlich die zu geringen Futtermengen ursächlich sind.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Erstmal Danke für diese aufklärende Antwort! Sie ist fast 3 Jahre alt und er ist 10 Monate alt. Ich füttere 4 mal am Tag .. Aber ich werde es mal mit mehr Futter versuchen :/ Vielen dank werde mal morgen eine runde durch die Stadt gehen und die verschiedenen Sorten besorgen.. Leider hab ich noch 50 Dosen Smilla im Keller stehen :D

Gerne :-)

Etwa Sm*lla „Fischtöpfchen“? Das würde ich nur alle 4-5 Tage geben, bestenfalls mit einem anderen mischen und danach nie wieder einkaufen! Begründung: Es enthält mit 3% viel zuviel Rohasche ==> Folgen ==> siehe oben!

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