Anspruch auf Herausgabe meines Haustiers?

Vor ca. zwei Jahren ist meine Katze verschwunden. Durch Zufall wurde ich auf einen Beitrag der Tierrettung aufmerksam. Meine Katze wurde von der Tierrettung zu einem Tierarzt und dann in ein Tierheim gebracht das ca. 50 km entfernt von mir ist. Laut dem Tierheim habe ich aber keinen Anspruch mehr auf meine Katze. Kennt sich damit jemand aus? Habe ich den Anspruch auf mein Tier verloren?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

7 Antworten

Ein Tierheim ist normalerweise darauf bedacht, die Insassen in gute Hände zu vermitteln. Klar hast du den Besitzanspruch auf das Tier als Sache verloren. Zumindest wenn sich der nicht nachweisen lässt, z.B. durch eine Tätowierung oder einen Chip. Aber du kannst die Katze natürlich wieder zu dir holen. 

Du wirst die übliche Abgabegebühr zahlen und dir vielleicht auch einen Kontrollbesuch gefallen lassen müssen. Die Tierschützer können die Katze ja nicht fragen, ob deine Geschichte stimmt und ob sie zu dir zurück möchte. Sie wollen sicherstellen, dass es dem Tier in Zukunft gut geht. Und sie haben es in der Zwischenzeit versorgt und ärztlich behandeln lassen. Das kostet auch den Tierschutzverein Geld 

Aber immerhin ist die Katze wohlauf, das ist das Wichtigste. 

Kann man so pauschal nicht sagen, weil wichtige Daten fehlen und es auch auf das Tierheim ankommt.

Deine Katze ist offenbar nicht markiert und registriert - unbedingt nachholen, wenn Du sie zurück bekommst!

Hast Du die Katze irgendwo als vermisst gemeldet? Tierheime gleichen Fundtiere mit Vermisstenmeldungen ab. Da muss es also eine Notiz von irgendeiner Stelle geben.

Sitzt die Katze noch im Tierheim, hast Du gute Chancen auf Rückgabe. Es sei denn, Du kannst der Katze kein geeignetes Umfeld bieten. Hier kommt es auf das Tierheim an. Wann hast Du denn den Beitrag der Tierrettung gesehen?

Dass die Katze so weit weg ist, hat nichts zu sagen. Sie kann in ein Auto gesprungen oder auch im Laufe der Zeit so weit gewandert sein. Evtl. hat man sie auch an ein Tierheim abgegeben, das noch freie Plätze hatte. Immerhin haben wir gerade die Sommerferien hinter uns, da gibt es immer reichlich Fundtiere.

Meine Katze war fast ein Jahr unterwegs und ich durfte weit mehr als 50km fahren, um sie zurück zu holen! Allerdings war meine gechipt und ich bekam den Anruf, sobald sie von einem Finder beim Tierarzt vorgestellt wurde. Sie hatte sich wochenlang durch eine Siedlung gebettelt und jeder hat angenommen, sie gehöre einem Nachbarn. Als sie dann krank wurde, hat eine Frau angefangen nachzufragen. Dabei stellte sich natürlich raus, dass sie keinem gehörte.

Viel Glück!

Das Tierheim hat Recht. Nach 6 Monaten verlierst du den Anspruch.

Wenn ein Tier gefunden wird, hat der Besitzer 6 Monate Zeit, sich zu melden (beim Tierheim, beim Fundbüro), danach geht der Fund in das Eigentum des Finders über oder wird vom Tierheim vermittelt. Deshalb können Fundtiere auch nicht sofort weitervermittelt werden, sondern bestenfalls in Pflege gegeben werden, um dem Besitzer diese Zeit zugeben.

Hattest du denn nicht gleich, nachdem die Katze verschwunden war, beim Tierheim gemeldet? Das sollte immer die 1. Anlaustelle sein, wenn ein Tier abhanden kommt.

Natürlich habe ich mich gemeldet aber natürlich bei Tierheimen in meiner Umgebung. Und nicht 50km entfernt.

Aber Vielen Dank für die Antwort.

Ich werde einfach mal schauen ob meine Katze noch im Tierheim ist, und Sie dann adoptieren und die Schutzgebühr zahlen.

Ja, mach das und vielleicht hast du eine Chance, wenn die Katze nicht dort, wo sie gefunden wurde, im kommunalen Tierheim als Fundtier gemeldet wurde. Dan hat der Tierschutz einen Felhler gemacht. Wenn sie allerdings so weit weggelaufen war, daß das andere Tierheim zuständig war, hast du wohl Pech, dann wirst du sieneu erwerben müssen.

Es tut mir leid für dich und die Katze, aber vielleicht bekommst du sie ja wieder. Für solche Fälle sind Chips oder Tattoos einfach sinnvoll. Gerade bei Katzen, wo viele Leute darauf verzichten.

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