Kann man verlernen, wie man ein Tier richtig und artgerecht hält/behandelt?

Angenommen ich habe im Alter von 15 bis 30 einen Hund oder eine Katze und angenommen ich bin auch wirklich gut darin, weiß also, was ich dem Tier bieten sollte.

Wenn ich dann bis zum Alter von 55 Jahren keine Haustiere mehr habe, kann ich dann wichtige Bedürfnisse des Tieres vergessen haben, was ich früher mal beachtet habe?

11 Antworten

Ixh hatte schon immer ein sehr gutes Gedächtnis für Zahlen, nur Menschen, Namen und Gesichter konnte ich, bis auf die Daten und Krankheitsverläufe meiner Patienten, nie zuordnen. Da lernte ich jeden Tag neue Leute kennen.

Bei meinen Tieren ist es genau umgekehrt. Durch den Tierschutz sind viele Tiere durch meine Hände gegangen, natürlich kann man die nicht alle erinnern, aber doch die meisten. Ich kenne noch ihre Eiigenschaften, Krankheiten, Futtervorlieben und auch oft, wohin ich sie vermittelt habe. Dann weiß ich auch Namen zusammen zu bringen.

In den vergangenen 10 Jahren, in denen ich das Tierheim nicht mehr und nur noch meine eigenen Tiere hatte, haben sich sehr viele Ansichten, Medikamente und auch Haltungsbedingungen und Vorschriften geändert. Die lerne ich jeden Tag auf GF und im Internet wieder neu, weil es mich interessiert. Ich denke, daß man die Dinge vergißt oder zumindest für eine Weile ausblendet, wenn man sie nicht mehr braucht, aber das ist wie mit einem Wörterbuch: Kaum hast Du es aufgeschlagen, schon fallen Dir die einfachsten Dinge wieder ein. Das, was man für sich nicht für Wichtig erachtet, ist leichter zu vergessen oder zu verdrängen, aber ganz verlernen kann man so etwas nicht. Das kommt immer wieder durch.

Vergessen kann man schon einiges - es kommt auch neues hinzu, was man früher noch nicht mal wusste.

Dafür gibt es Bücher. Wenn man sich in ein Thema wieder einarbeiten will, und auf den neuesten Stand kommen will, dann ist gute Lektüre immer das beste.

Nein im Grunde nicht, ist wie Rad fahren.

Wohl haben sich aber die Erziehungsmethoden verändert.

Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, nicht immer ist neu besser. Ich könnte mich zum Teil ohrfeigen, mich wider besserer Erfahrung auf neuere Methoden eingelassen zu haben.

Oftmals erzählen Hundekursleiter Dinge die sie selber nicht verstanden haben und schon gar nicht fähig sind Kurse zu leiten noch Hunde  und deren Besitzer richtig einzuschätzen.

Es ist eben nie gesagt, ob du oder der Hundetrainer besser versteht, wie du mit deinem Hund umgehen sollst.

Es macht doch Sinn mit zu denken und und sich zu erinnern was beim ersten Hund super geklappt hat. 

Sicher aber macht man bei jedem Hund etwas anders. Offen sein für Neues und Grenzen setzen für Dinge die man nicht gut findet. Mehr geht nicht.

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