Reine Hauskatzen trotzdem impfen und chippen lassen?

13 Antworten

Impfung auf jeden Fall. Bei Katzen gibt es durchaus gefährliche Krankheiten, bei denen es keine Rolle spielt, ob Hauskatze oder Freigänger. Bei Freigängern sind nur zusätzliche Impfstoffe enthalten.

Ein Microchip ist immer von Vorteil: Auch eine Haus-/ Wohnungskatze kann mal ausbüxen - und einen besseren "Eigentumsnachweis" gibt es meiner Meinung nach nicht. Der Chip ist schnell angebracht, und für die Katzen überhaupt kein Problem.

Was glaubst du wohl, warum manche Tierheime Katzen nur noch gechipt und/oder tätowiert abgeben? WEIL manche Wohnungskatzenbesitzer es versäumen oder für unnötig halten, diese kennzeichnen und registrieren zu lassen.

Natürlich ist es wichtig, das auch Wohnungskatzen einen Chip haben oder eine Tätowierung in die Ohren bekommen. Normaler Weise macht das der Tierarzt bei der Kastration schon automatisch. Bei uns wird man nicht mehr gefragt: "Möchten Sie das Tier kennzeichnen lassen?", sondern "Welche Art der Kennzeichnung möchten Sie haben?", was ja viel logischer ist.

Jede Hauskatze kann mal ausbüchsen. Und für die ist es noch tausendmal wichtiger, gekennzeichnet und registriert zu sein, weil sich diese Katzen draußen überhaupt nicht auskennen, und oft nicht mehr heimfinden. Dann irren sie draußen herum, werden aufgegriffen, und wenn sie nicht gekennzeichnet sind, landen sie im Tierheim und werden nach einer gewissen Wartezeit vermittelt, wenn sich keiner meldet. Und glaube mir, Tierheime warten nicht die gesetzlich vorgeschriebenen 6 Monate, bis man eine Katze nach Fund sein eigen nennen darf. Die vermitteln die Katzen schon nach ein paar Wochen, wenn sie keinerlei Kennzeichnung haben, und womöglich nicht mal kastriert sind.

Du willst doch sicher deine Katzen wieder haben, wenn sie mal aus dem Fenster hüpfen, oder beim Transport aus dem Auto springen, weil die Box sich geöffnet hat, etc... . Genau deshalb muss auch eine Wohnungskatze gekennzeichnet werden UND natürlich bei TASSO und/oder im Deutschen Haustierregister angemeldet werden, damit dir die Katze bei Verlust auch wieder zugeordnet werden kann. Jeder kann nämlich die Katze zu einem x-beliebigen Tierarzt oder Tierheim bringen. Die haben alle ein Transponder-Lesegerät, anhand dem der Chip ausgelesen werden kann, und der Besitzer ermittelt werden kann.

Manche Tierärzte machen die Anmeldung bei TASSO schon automatisch in der Praxis. Ich persönlich nehme das immer lieber selber vor, da die Tierärzte gerne Daten verwechseln (mir schon passiert), die man dann nur noch schwer ändern kann. Wenn du also lieber selber anmeldest (aber auch wirklich tun), dann sag das beim Tierarzt vorher.

Und kosten tut das ja auch nicht wirklich viel. Ein Chip kostet um die 30€ und hält ein Katzenleben lang, Tattoo gibt´s bei uns während der Kastration kostenlos dazu, kann aber mit der Zeit verblassen und unleserlich werden. Chip ist also sicherer. Tattoo ist für fremde Leute erkennbarer, dass es sich um eine Katze handelt, die jemandem gehört. Am besten hat man beides, aber das musst du entscheiden. Auf alle Fälle eins von beiden ist ganz wichtig.

Viel Spaß mit deinen Tigern, und ich wünsche dir, dass du sie niemals suchen musst :o) .

Oh, habe das mit dem Impfen überlesen.... .  Natürlich soll man auch Wohnungskatzen impfen lassen. Zumindestens die Grundimmunisierung im Welpenalter (ca. 8 und 12 Wochen) und nochmal mit einem Jahr. Danach streiten sich die Geister, da ja eine Impfung wesentlich länger hält, als der von den Tierärzten vorgeschlagene Impfintervall von 1 Jahr. In den USA wird nur noch alle 3 Jahre geimpft, und es wurde schon erforscht, dass manche Impfungen nach 7 Jahren noch absolut intakt sind. Impfen ist nicht nur nützlich, es kann auch schädlich werden, wenn man es übertreibt (Impfsarkom). Also jährlich ist sicher nicht nötig. Selbst meine Tierärztin hat das nach einer Diskussion eingestanden ;o) .

Wichtig ist eben die Grundimmunisierung. Bei Wohnungskatzen genügen Katzenschnupfen und Katzenseuche, denn das bringst du an Erregern von draußen mit rein. Ich hatte auch schon bei den Wohnungskatzen den Katzenschnupfen - trotz Impfung (die schwächt das Ganze eben etwas ab). Und das ist eine  ziemlich schlimme Krankheit.

Vielleicht interessant, das dazu zu lesen:

http://www.miau.de/tips/gesund/impfen.html

ja. impfen gegen schnupfen und seuche. die erreger sind leider recht robust und lassen sich an kleidung und schuhen durch die gegend transportieren.. auch in die wohnung. ne ansteckung ist bei wohnungskatzen sehr viel seltener als bei freigängern, dennoch machen die impfunge sinn. beide krankheiten können leider sehr fies werden

chippen weil es ein einmaliger aufwand ist der nicht sooviel kostet. optimalerweise braucht man den chip nie. aber wenn die katze mal abhanden kommt, was leider auch bei wohnungskatzen vorkommt (handwerker im haus, ein gast der nicht aufpasst, beim umzug entwischt,..), ist der chip ne gute und manchmal einzige chance sie wiederzubekommen

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