Gerettete Babykatze faucht bei Annäherungsversuch?

Hallo,

vor ca 1. Woche habe ich eine 6-7 Wochen alte Babykatze vorm Verhungern gerettet, ich habe das Gefühl als hätte die Katze noch nie zuvor was mit Menschen zu tun gehabt, die Katze versteckt sich durchgehend, wenn man ihr versteckt gefunden hat und man ihr zu nahe kommt faucht die Katze sofort.

Nun zu meiner Frage: Ich würde die Katze wirklich gerne behalten aber ich schaffe es nicht an sie ranzukommen. Was kann ich tun, damit die Katze zutraulicher wird? Essen und trinken tut sie - sogar ins Katzenklo macht sie (direkt beim ersten Mal).

Bitte um Ratschläge, vielen Dank!

Mfg

15 Antworten

Hallo,

es liest sich so, als wenn deine Kleine keine Menschenhand kennen gelernt hat o halt entsprechende Erfahrungen machte.

Die Katze muss alleine auf dich zukommen, nicht andersrum. Was du machen kannst ist, ihr ganz einfach dabei helfen Vertrauen zu dir aufzubauen.

Wenn du ihr Versteck siehst, dann kannst du ihr mal ein Leckerli "etwas weiter vom Versteck" hinlegen u zwar so, dass sie es sieht. Wäre gut wenn du sie dann nicht beobachtest, sondern so tust als wenn du sie nicht siehst. Diesen Weg kann man Stück für Stück aufbauen.

Wird sie irgendwann einwenig zutraulicher, dann kannst auch mal ein Leckerli in deiner Hand halten, kommt sie, dann auch hier einfach nicht beachten. Nach einiger Zeit kannst sie auch ohne Beachtung mal eben streicheln. Auch das kann man Stück für Stück aufbauen.

Katzen sind neugierig u nach einiger Zeit müsste das Eis gebrochen sein.

Es sind einfach nur Tipps :-).

Viel Erfolg u DH für dich!

LG

Du hast das perfekt ausgedrückt, dazu würde ich auch raten. Ich möchte noch dazu sagen, dass ich vor 2 1/2 Jahren aus einem Tierheim 2 Kater holte, die ca 1/2 Jahr alt waren. Sie waren im Freien gefangen worden und daher ursprünglich Menschen (und die Hand) nicht gewohnt. Die ersten Wochen lagen sie den ganzen Tag hinter der Waschmaschine. Dort hatten sie auch das Katzenclo, und Wasser und Futter stellte ich ihnen dort hin. Das Lustige war, dass mit der Zeit beide zu mir ins Bett kamen, ganz unten bei meinen Füßen. Am Morgen verschwanden sie wieder ins Bad. Aber es dauerte gar nicht so lange, und sioe kamen hervor und hielten sich den ganzen Tag in der Wohnúng auf. Aber ganz zutraulich werden sie wahrscheinlich nie. Zu mir kommen beide und lassen sie "durchwuscheln" , das lieben sie. Aber wenn es bei der Täre läutet sind beide unter meinem Bett Wenn sie dann Stimmen hören, die sie schon kennen, z. B. meine Freundin, die sie immer wenn ich im Kranken haus bin besucht, kommen sie hervor und begrüßen den Gast. Aber dazu muss man wirklich Geduld haben. Aber ich würde sie nie wieder hergeben, auch wenn sie nicht auf Kommando kommen.

Gib ihr Zeit.Wenn sie ans Futter geht stell dich so hin das sie dich sehen kann und bleibe ruhig stehen werend sie frißt.Komm ihr dann alle 2Tage 50cm bis100cm näher.Also einen kleinen Schritt in etwa.Bist du in etwa 150cm von ihr entfern dann setz dich und beobachte nur.(keine ruckartigen Bewegungen!)Wieder kleine Stückchen näher rutschen.Ist sie in Griffweite langsam und Stück für Stück mit der Hand zur Futterschale.Erst wenn sie dort die Hand akzeptiert solltest du versuchen ihr leicht über den Kopf zu streichen.Schreckt sie zurück dann lass die Hand noch eine Weile an der Schale.Wenn sie es mag taste dich voran aber bitte langsam. Ich sag ja:Geduld ist das Zauberwort.Habe so geschafft eine ausgewachsene zahm zu bekommen.

Die Kleine hat Angst.

Das Wichtigste ist , dass sie die Erfahrung macht, dass sie von dir nichts zu befürchten hat. Also solltest du erstmal gar nicht den Versuch machen, an sie ranzukommen.

Wenn sie in einem Raum ist, dort ihr Fressen, Wasser + Klo hat, dann nimm dir ein Buch, setze dich ebenfalls in den Raum und lies ihr was vor. Das ist ganz ernst gemeint ;) So vertreibst du dir die Zeit und gewöhnst sie gleichzeitig an deine Stimme. Ansonsten nimmst du erstmal überhaupt keinen Kontakt zu ihr auf.

Du kannst mal einen kleinen Ball in ihre Richtung rollen lassen oder mit einer langen Spielangel etwas vor ihrem Versteck baumeln lassen - ohne dich selbst dem Versteck zu nähern - um ihre Neugier zu wecken.

Ich weiss, dass es schwerfällt, so ein Minikätzchen nicht zu streicheln und nicht anzufassen, aber du musst den Zeitplan eurer Annäherung wirklich ihr überlassen und mit ganz viel Einfühlungsvermögen und Geduld an die Sache rangehen. Das Vertrauen muss sie entwickeln, das kannst du ihr nicht beibringen.

Meinen ersten Fundkater durfte ich nach Monaten das erste Mal hochnehmen, ohne dass er wild gestrampelt hat und abhauen wollte, und es dauerte über ein Jahr, bis er von sich aus freiwillig zu mir aufs Sofa kam....

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