Katze seit Zwischenfall in Panik, was tun?

Rübchen ist ca. 2,5 Jahre alt. Als Streunerkatze kam sie im August 2010 zu mir in die 2 Raumwohnung mit großem Balkon. Ruby war von Anfang an etwas zurückhaltend und scheu, aber trotzdem neugierig.

Als gestandene Erzieherin kam mir so "Fall" gelegen und ich nahm die Herausforderung Ruby zu sozialisieren gerne an. Mit Erfolg. Anderthalb Jahre später habe ich eine Katze, die bei mir liegt und kuschelt, die wunderbar mit Holzmurmeln spielt, sehr sehr sauber ist und einfach ein toller "Lebenspartner" ist.

Im Spiel tatzt sie immer nur mit den weichen Ballen ihrer Pfote, hat mich noch nie gebissen oder gekratzt, keine Revierkämpfe, etc. Sie ist etwas ganz ganz besonderes.

Am Mittwoch vergangene Woche ist sie morgens in den Henkeln einer Plastiktüte hängengeblieben und hat die Tüte mit lautem Krach um den Bauch herum hinter sich hergezogen. Schließlich riss der Henkel ab und sie war befreit.

Irgendwas ist falsch passiert. Für mich war sie jedenfalls nicht mehr zugänglich. An diesem Abend riefen ich die Notfalltierrettung, die am Ende bestätigten, gesundheitlich sei alles in Ordnung.

Auch am nächsten Tag verhielt sie sich mir gegenüber genauso. Jeden anderen hat sie an sich rangelassen, das war ok. Aber mich fauchte und spuckte und knurrte sie an. Einen halben Tag musste ich sie eingesperrt im Zimmer lassen, konnte nicht einmal Futter reinstellen.

3 Antworten

Die Katze hat diesen seltsamen Unfall offenbar mit dir in Verbindung gebracht, weil du dabei warst. Gerade Katzen, die "wild" gewesen sind, nehmen einem solche Sachen lange übel, es ist ein Vertrauensbruch.

Eine von meinen ist auch eine ehemalige "Nichtanfassbare" - und später eine Schmusebacke geworden. Aber als sie zur Kastration einen halben Tag in der Tierarztpraxis verbringen musste, da war ich für sie tagelang der böse Feind. Sie hat sich 4 Tage unterm Bett versteckt und geknurrt, wenn ich ins Schlafzimmer kam. Und die sonst so Verfressene hat sogar das Futter verweigert.

Man kann nur freundlich reden, von weitem, sich möglichst ruhig und harmlos verhalten, Futter und Wasser in erreichbare Nähe stellen und abwarten.

Sowas ist auch einem meiner Kater schon mal passiert, Aber deswegen ne Tierrettung anzurufen, oder die Katze sogar einsperren, käme mir im ganzen Leben nicht in den Sinn. Meinen Kater habe ich einfach mit leiser Stimme beruhigt und ihn gestreichelt, als er das nach dem Schrecken wieder zuliess und gut war es.

Deine Katze hatte Stress und Panik durch die Tüte und dann kommt noch ein Doktor, was für die meisten Katzen sowieso Stress pur ist und dann wird die Arme auch noch eingeschlossen. Verkehrter kann man eine Katze nicht behandeln.

Nun musst Du das Vertrauen Deiner Katze zurückgewinnen und das heisst für Dich: Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Viel und leise mit der Katze reden, sie sachte streicheln, wenn sie das zulässt und Dich ansonsten ganz normal benehmen. Dann sollte es auch wieder gut werden.

Ein Kind, das Angst hat, sperrt man ja auch nicht ein, sondern beruhigt es, indem man mit ihm spricht und so sollte man es auch mit Katzen machen.

Ich denke, Du musst nur etwas Geduld haben. Lass sie einfach gehen und benimm Dich nicht anders, als Du es vorher getan hättest. Ich bin mal, als meine Katze fraß, auf den Rand Ihrer Futterschüssel getreten und diese flog ihr um die Ohren. Da hat sie einen Tag gar nichts gefressen und ein paar Tage danach nur vom Boden. Sie hat es vergessen. LG

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