Ist es normal, dass eine kleine Katze länger wegbleibt?

Meine kleine Katze (5 Monate) ist seit gestern Abend draußen und noch nicht wieder heimgekommen. Wir haben sie immer wieder gerufen, gestern Abend schon, heute ganz früh und auch als ich wieder aus der Schule nach Hause gekommen bin. Aber sie ist immer noch nicht wieder daheim. Ist das normal? Ihr Bruder war auch draußen, aber der ist ganz schnell heimgekommen, als wir ihn dann gerufen haben. Das hat sie noch nie gemacht, normal ist sie immer gleich gekommen, wenn man sie gerufen hat. Mach mir bissl Sorgen... :(

5 Antworten

Das kommt schon mal vor. Manchmal verschwinden Katzen auch einige Tage, tauchen dann aber wohlbehalten wieder auf. Warte noch etwas, wenn sich dann immernoch nichts tut, kannst du ja mal bei den Tierärzten und Tierheimen in der Umgebung nachfragen. Du kannst dann auch bei dir auf der Gemeinde / Stadt nachfragen, die meisten setzen dann eine Vermisst.- Anzeige in ihr Mitteilungsblatt. Aber wie gesagt, gedulde dich. Viel Glück, dass sie wieder kommt.

danke. bei tasso ist sie auch registriert zum Glück.

Dann ist sie gechipt? das ist natürlich immer von Vorteil.

Normal ist es in dem Alter, noch dazu bei einem Katzenmädchen, nicht, doch das heißt noch lange nicht dass sie nicht wieder zurück kommen kann. Ich würde dennoch mal losgehen und innerhalb ihres Aktionsradius die Augen offen halten nach allem was seit ihrem letzten Sichtens geschlossen ist, davor aber und sei es auch nur sehr kurz, offen war. Verlasse dich nicht darauf, dass sie auf dein Rufen schon antworten wird, meine haben das in ihrer Jugend nie getan, weil sie aus Angst lieber mucksmäuschenstill waren und auch heute rufen sie nur wenn sie wirklich so richtig verzweifelt sind. Die huschen so schnell und unbemerkt an einem vorbei wenn sie neugierig sind und wissen das sie da nicht hin sollten, das kann man unmöglich bemerken und dann ist die Klappe zu und die Katze gefangen.

danke für deine antwort!

Würde ich mir auch machen: Die häufigsten Gefahren draussen, vor allem für jüngere, unerfahrene und besonders zutrauliche Katzen sind:

Dass sie, weil sie so niedlich sind, von Kindern hochgenommen, mitgetragen und ausserhalb ihrer gewohnten Umgebung wieder abgesetzt werden. Oder sie werden von Hunden gejagt, laufen zu weit mit älteren Katzen mit – sofern sie diese lassen. Dann finden sie oft nicht mehr nach Hause und irren ängstlich umher. Besonders zutrauliche Katzen laufen, weil sie sich langweilen, kläglich miauend Spaziergängern nach und werden als vermeintlich ausgesetzte Katzen im besten Fall im nächsten Tierheim abgegeben.

Extrem neugierig und unternehmungslustig wie sie nun einmal sind, steigen sie gerne in offene Keller und Fenster ein. Vor allem in der warmen Jahreszeit klettern sie in Autos und auf Ladeflächen von Lieferwagen. Sogar in grosse Sattelschlepper, deren Türen und Fenster bei Hauslieferungen offen bleiben.

Wenn ordentliche Hausfrauen, vor allem im Frühling bei den ersten Sonnenstrahlen das ganze Haus vom Keller bis zum Dachboden aufreissen und durchlüften, dringen sie nicht selten in die entlegensten Winkel vor. In 99 % aller Fälle geschieht dies unbemerkt von den Haus-, Wohnungs- und Fahrzeugeigentümern. Betritt dann jemand den Raum oder nähert sich dem Fahrzeug, macht sich die Katze vor Schreck „unsichtbar“, sprich zwängt sich in schmalste Ritzen oder unter die Sitze. Sobald Fenster oder Türen dann geschlossen werden, sitzt das arme Tier in der „Falle“. Häuser und Wohnungen bleiben wenigstens an Ort und Stelle und wenn man, den Namen des Tieres rufend, immer wieder durch das Quartier läuft, hat man eine reelle Chance, dass die Katze irgendwann zermürbt von Angst und Hunger sich doch mal getraut, zu antworten. Die meisten Nachbarn werden sicher einverstanden sein, wenn man selbst einmal nachsieht. Die verängstigte Katze kommt, wenn überhaupt, nur bei den Besitzern aus ihrem Versteck und das am ehesten nachts, wenn es ruhiger ist. Am aussichtsreichsten ist es, wenn Fenster und Türen noch einmal für längere Zeit offen gelassen werden und die Katze heimlich, wie sie gekommen ist, wieder verschwinden kann.

Die Gefährlichkeit von Autos können junge Kätzchen gar nicht, ältere, erfahrene Tiere nur schwer einschätzen. Besonders gefährlich in Bezug auf den Verkehr ist der nächtliche Freilauf.

  1. Entfernt sich die Katze nachts viel weiter vom Haus als tagsüber – alle Katzen leben in der irrigen Vorstellung, dass die Dunkelheit ihnen Schutz bietet.
  2. Am Tag herrscht auf den Strassen ständig Verkehr mit dem dazugehörigen Lärm und sonstiger Hektik. Das hält viele Tiere davon ab, sich ihnen zu nähern oder sie zu überqueren. Nachts aber kommen die Autos in grossen Abständen, das wiegt die Katze in falscher Sicherheit. Dazu kommt, dass die Tiere vom Scheinwerferlicht geblendet werden und deshalb buchstäblich in die Autos hineinlaufen.

Nächtlicher Auslauf ist auch deshalb so gefährlich, weil Katzenhasser und auch Jäger hauptsächlich im Schutz der Dämmerung und Dunkelheit agieren. Gefährlich für Katzen können auch fanatische Kleingärtner, selbsternannte Vogelschützer und Besitzer von Biotopen sein. Zugegeben, es ist nicht besonders lustig, wenn man im Frühling mit viel Mühe und nachfolgenden Rückenschmerzen seine Beete mit ganz feiner Erde vorbereitet und eingesät hat und dann kommt so ein freches Katzenvieh, gräbt begeistert in die schöne, lockere Erde ein besonders tiefes Loch und deckt, ordentlich und sorgfältig, wie sie nun mal sind, dieses samt stinkender Ausscheidungen mit viel Erde wieder zu. Beet und Aussaat sind hin. Die sogenannten Vogelfreunde sehen in der jeder Katze nur eine potenzielle Mörderin. Es interessiert sie nicht, dass Menschen, jene oft dazugehörend, durch Ansprüche und Lebensweise jährlich viel mehr Vögel und andere Kleintiere umbringen und ausrotten, als das Raubtiere jemals könnten. Meistens erschöpft sich die Leistung jener Spezies im Aufhängen eines Futterhäuschens im Winter. Den Garten vogelgerecht mit vielen Bäumen und Wildbeerensträuchern, angelegten Mauern, Wasserstellen usw. einzurichten, ohne kahl geschorene Rasenflächen und dauernd mit Gift behandelte exotischer Zierblumen, dazu reicht die Liebe oftmals doch nicht.

Biotopbesitzer sind leider oft auch nicht viel besser. Statt die angelegten Teiche und Tümpel einheimischen Wildtieren z.B. Molchen, Fröschen (da stört das Gequake), Libellen und Goldrandkäfern zu überlassen, besetzen sie die Feuchtgebiete lieber mit Goldfischen. Und wenn dann eine Katze hergeht und sich einen der edlen Zierfische angelt, dann ist der Teufel los.

Sehr gefährlich sind Tonnen im eigenen oder Nachbarsgarten, in denen Regenwasser gesammelt wird! Betroffen sind hierbei vor allem Jungtiere bis zum 2. Lebensjahr.

danke für deine lange Antwort, das macht aber leider grad wenig mut :(

aber es entspricht der Erfahrung oder soll ich besser versprechen, dass sie nächstes Jahr ganz sicher nach Hause kommt?

nein, klar sollst du das net, aber es hat mich schon traurig gemacht.

Weitere Katzenfragen zu "Vermisste und zugelaufene Katzen"