Kann eine Umstellung von Freigängerkatze zu Stubenkatze gelingen?

Meine Tochter hat eine Katze übernommen, um die sich nicht wirklich jemand gekümmert hat, die Miez wurde sozusagen mit durchgeschleift. Sie ist ein absoluter Freigänger, ein richtiger Rumstromer. Nun ist er heute bereits zum dritten Mal angefahren und ziemlich böse verletzt worden. Meine Tochter will ihn nun endgültig mit in ihre Wohnung nehmen. Sie würde sich um alles kümmern und macht das auch. Aber: Wird aus einem extremen Freigänger wirklich ein Stubentiger????

10 Antworten

Einen leidenschaftlichen Freigänger im Haus festzusetzen ist absolute Höchststrafe für das Tier.

Ich würde erwarten, dass deine Tochter den Plan relativ schnell völlig entnervt wieder aufgibt, weil der Kater entweder die Wohnung demoliert oder zum Protestpinkler mutiert.

Wie alt ist denn das Tier?

2 Jahre alt. Aber was ist die Alternative? Ich würde ihn sofort aufnehmen, aber er rennt immer in sein altes und leider kreuzgefährliches Revier zurück. Wir stehen zwischen Baum und Borke.

Ach so, ist dann deine Tochter erst kürzlich in ihre Wohnung gezogen, die Unfälle sind in deiner Umgebung gewesen? Hab ich das so richtig verstanden?

Wie sind denn die Gegebenheiten bei deiner Tochter? Käme da ein Freigang überhaupt in Frage?

Natürlich gibt es Katzen, die man "umpolen" kann, aber die sind wirklich selten, und so wie du den Kater beschreibst, gehört er wohl eher nicht dazu, er ist ja auch noch sehr jung und voller Tatendrang. Dass er kastriert ist, setze ich jetzt mal voraus.

Auf gar keinen Fall dürfte er allein in der Wohnung sein, ohne Kontakt zu Artgenossen. Eine zweite Katze wäre quasi Pflicht. Aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktionieren würde.

Eine Möglichkeit, die ihr aber sicher nicht gerne in Erwägung ziehen wollt, wäre natürlich, ihm einen Platz zu suchen, an dem er einigermassen ungefährdet nach draussen kann.

Hier ist guter Rat wirklich teuer. Ich würde jetzt erstmal abwarten, wie sich das mit seinem Sprunggelenk entwickelt (oder gibt es da schon Prognosen?).

Wie hat er sich denn verhalten, als er wegen der anderen Unfälle zuhause bleiben musste?

Ich hätte gern eine hilfreichere Lösung parat, aber ich fürchte, wenn er wieder richtig laufen kann, werdet ihr euch zwischen Risiko und Abgabe entscheiden müssen. Ich teile zwar nicht die oft gelesene Meinung "lieber ein kurzes, dafür glückliches Leben" , die quasi den Unfalltod billigend in Kauf nimmt, aber eher in Bezug auf die Grundsatz-Entscheidung, die gefällt wird, wenn die Tiere noch klein sind und eh noch nicht draussen waren.

Oh je....jedesmal, wenn ich solche Geschichten lese, bin ich so dankbar, dass ich meinen Miezen einen eingezäunten Garten zu Verfügung stellen kann - bei Wohnlage nahe am Autobahnzubringer ein geradezu paradiesischer Kompromiss ;)

Danke für deine ausführliche Antwort :-). Die beiden anderen Male hat er 2-3 Tage gemauzt, dann aber ist er ruhig geblieben, selbst 2 Wochen lang. Allerdings hat er die erste sich bietende Gelgenheit genutzt und war weg und tauchte 3 Stunden später im alten Revier auf. Meine Tochter hat eine kleine Wohnung auf einem Klinikgelände, Ausgang ist eher schlecht. Wir können es nur probieren. Wenn es gar nicht geht, muss er wieder herkommen.

e hat sich eingelebt und findet sich gut zurecht, manchmal wird er grantig, aber es legt sich relativ schnell. Vielleicht gelingt es ja doch...

Noch mal kurzer Bericht. Das Experiment scheint gelungen. Er ist jetzt Herr der Wohnung und Fürst des Hauses, aber er fühlt sich pudelwohl. Ich bin so was von froh darüber :-)))

Eher nicht. Katzen sind ja von sich aus schon sehr individuell. Und dieses Tier (Katze oder Kater ?) ist die Freiheit jetzt nun mal gewohnt, die wird sich nur schwer in der Wohnung einsperren lassen. Da ist es wahrscheinlich, das wirklich ein 'Tiger' daraus wird, der unter Umständen sogar gefährlich werden kann. Auf jeden Fall würde das Tier immer einen Weg nach draußen suchen und so vielleicht in einem angeklappten Fenster stecken, aus dem es dann nicht so leicht befreit werden kann. Katzen können nun mal keine 'menschlichen' Gefahren einschätzen. LG Samoht666

Er hat vom ersten Autounfall schon einen bleibenden Schaden zurückbehalten, seitdem schielt er ziemlich doll, der zweite Unfall hat ihm den Kiefer gebrochen und heute der hat ihm das Sprunggelenk malträtiert und ihm extreme Schmerzen gebracht. Ich weiß auch nicht, was wir machen sollen, ich wohne 500 m von seinem Revier weg, da geht er sofort wieder zurück, meine Tochter wohnt 500 km weg. Vielleicht ist das besser.

das hängt von dem kater ab. mit manchen katze geht das. andere gehen an die decke. ein "absoluter freigänger" wird die tapete zerkratzen, unsauber werden und durchgehend schreien, unter anderem weil ihm sein sozialkontakt fehlt-katzen sind keine einzelgänger.

um zu verhindern dass er zurückgeht sollte er 6 bis 8 monate eingesperrt werden. auch das ist ne tortur, aber eine mit absehbaren ende. sonst besteht die gefahr dass er sich auf den weg nach hause macht-ganz egal wie weit es ist. katzen scheinen oft zu wissen in welcher richtung "zu hause" liegt

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