Straßenkatze als Dauerbesucher - was denkt ihr?

Hallo Ihr Lieben,

Dies ist kein Problem direkt, sondern möchte gerne eure Meinung wissen ohne irgendetwas auszulösen (wie man das von vileen Katzengruppen so kennt)!

Seit ca 6-8 Wochen kommt ein Kater zu uns. Er kam erst mal kugen, dann kam er den Balkon hoch (darf er) und irgendwann durfte er auch mal rein kommen (darf er, vorallem wenn es regnet). Ich liebe Katzen. Ich habe selber 3 Stück. Ich habe das Gefühl, er möchte bei uns bleiben und dass er uns auch echt gern hat und die Zeit bei uns sehr genießt. (was er natürlich auch darf.) Ich schmuse ganz viel mit ihm, denn er brauch das. Das merkt man. Mittlerweile ist es so, dass er früh wenn ich aufstehe schon da ist und geht wenn wir Bett gehen(bzw auf Balkon weiterschläft). Er ist sehr viel den ganzen Tag und geht manchmal nur für 1-2 Stunden weg.

Er hat eine Besitzerin. Meiner Freundin Ihre Info ist, dass diese Frau Drogen nimmt und wohl sehr viel draußen rumspringt. Der Kater ist nicht kastriert und wird nicht behandelt (Seine Ohren sind voller braunen Zeug, was ja meist auf Parasiten hinweist), Zecken werden ihm auch nicht entfernt (Habe ich immer gemacht).

Ich werde ihn weiterhin zu uns lassen, weil ich auch ihn nun echt gern habe. Er geht ja trotzdem weiterhin raus. Er folgt mir immer auf Schritt und Tritt. Ist schon sehr süß.

Was haltet Ihr davon?

Liebe Grüße

8 Antworten

Gerade solche Katzenbesitzer wie diese Nachbarin werden oft zum Schwein, wenn jemand sich ihre Katzen "aneignen" will. Das war im Tierheim schon so und jetzt erlebe ich das jeden Tag live und in Farbe hier vor meinem Fenster.

Eine ältere, sehr nette Türkin mit einem eigenen Kater, die auch meine Katzen versorgt, wenn ich ins Krankenhaus muß, kümmert sich um eine draußen lebende Katze. Die hat der Tochter irgendeines russischen Nachbarn gehört, die geheiratet und die Katze nicht mitgenommen hat. Irgendwelche freundlichen tierlieben Menschen haben ihr ihrgendwann Säure übergeschüttet, die Katze fühlt sich an, als hätte sie Flöhe. Das hat sie zwar nicht, das Fell ist auch nachgewachsen, aber das muß doch furchtbar gewesen sein. Also kümmerte sich besagte Türkin um das Tier, brachte sie zum Tierarzt, füttert sie, tut alles für das Tier.

Diese Familie hat noch 2 weitere, behinderte Kinder, die, wenn sie in den Ferien zu Hause sind, die Katze drangsalieren, wo sie nur können. Zu den Russen nach Hause darf sie nicht. Nimmt die Türkin sie mit in die Wohnung, kommt garantiert einer angerannt, der sich nach dem Tier erkundigt und es sehen will. Dabei wird die alte Dame beschimpft und angegriffen. Ansonsten kümmert sich von denen kein Mensch um die Katze, die auch schon etwa 12/13 ist. Hätte ich nicht 2 eigene, alte Katzen und eine sehr kleine Wohnung, hätte ich die Mieze schon längst reingeholt, vor Anzeigen hätte ich keine Angst, mit den Leuten würde ich fertig.

Ich werde vermutlich in absehbarer Zeit in eine größere Wohnung ziehen und überlege auch wirklich, ob ich die arme Maus nicht dann in Absprache mit der Türkin, mitnehmen soll, weil das Tier hier keine Chance hat. Meine Katzen sind mit mir Kummer gewohnt, da mache ich mir keine Sorgen.

Wie würdest Du es denn halten wollen, wenn die Frau auf die Katze verzichten sollte? Bleibt sie dann bei Deiner Freundin? Gerade bei älteren Tieren ist es ja nicht immer Liebe, wenn sie sich den Platz teilen müssen.  Aber unternehmen würde ich auf alle Fälle etwas. Vielleicht könntest Du mal mit einem Katzenschutzverein sprechen. In vielen Gegenden gibt es bereits eine Kastrationsvorschrift. Wenn  die bei Euch schon durchgesetzt ist, könnnte der Tierschutzverein hergehen, und den Kater kastrieren lassen. Die sind immer sehr froh, wenn sie ein Tier nicht aufnehmen müssen und es jemanden gibt, der sich kümmert, was in dem Fall Du wärst. Auch sind die Damen vom Katzenschutz oft sehr hilfreich, mit Leuten fertig zu werden, die sich nicht einig sind, ob sie nun ein Tier haben sollen oder nicht.

Da er nicht kastriert ist, wird die Besitzerin ihn auch nicht in der Wohnung einsperren wollen, weil er vermutlich nicht nach Rosen riecht. Ich finde, der direkte Weg, also das Gespräch mit der Besitzerin, ist immer der beste. Ein Zeuge für Dich ist dabei von Vorteil, da wäre jemand vom Tierschutz sicher besser geeignet als Deine Freundin. Wenn dann die Besitzverhältnisse geklärt sind, ist es besser, man hat einen Katzenliebhaber in der Nachbarschaft als jemanden, der Katzen haßt.

Tut mir leid, wenn es ein längerer Sermon geworden ist. Laß uns doch mal wissen, was Du unternommen hast, und ob Du dem Kater helfen konntest.

Ich wundere mich nur immer wieder, was es für komische Menschen gibt. Da kann ich nur sagen, dass ich mit den Leuten hier in unserer Siedlung Riesenglück habe, denn auch wenn einer meiner Kater mal ein Nickerchen auf ihren Betten zu machen pflegt, so sind sie doch eher amüsiert, als böse.

Gefüttert werden meine Katzen zum Glück auch nicht von den Nachbarn, aber wenn die meinen, sie haben Essen übrig und das sollten meine Katzen bekommen, so bringen sie das erst mal zu mir und ich entscheide dann, ob es für meine Katzen gut ist oder nicht.

Ixh war im letzten Jahr noch keine 3 Tage aus dem Krankenhaus und durfte mit meinem gebrochenen Bein nicht aufstehen, da hatte ich die Kinrder schon vor dem Hals stehen. Die sind mit Stöcken und Knüppeln auf die Katze los. Sie wurde erst gerufen, und weil sie wirklich eine total liebe und verschmuste Katze ist, kam sie angerannt. Dann ging das Theater los.

Ich hoffe, ich finde noch eine Lösung, bevor ich ausziehe.

Vielleicht versuchst Du, oder wenn Du noch zu jung sein solltest, Deine Eltern mal mit der Dame zu reden. Sag ihr einfach, dass ihre Katze ständig bei Dir ist und ob sie sie eigentlich überhaupt noch will.

Sag das aber nicht so direkt, sondern fang erst mal ganz allgemein an, was für ne schöne Katze sie hat, in der Richtung. Vielleicht hast Du ja Glück und sie will sie nicht mehr, dann hast Du auch noch nen Freigänger.

Was die Kastra angeht, so lasse ich hier 2 x pro Jahr durch den Tierschutz alle Katzen kastrieren, die in die Falle gehen, egal, ob sie jemandem gehören oder nicht. Wenn ich weiss, dass eine Katze zu jemandem gehört, sage ich vorher Bescheid, aber da ich es bei den meisten Katzen nicht weiss, werden sie einfach kastriert. Bis jetzt hat sich da auch noch niemand aufgeregt, im Gegenteil, die meisten Leute haben sehr wenig Geld und sind froh, dass sie nicht auch noch die Kastra ihrer Katze zahlen müssen.

Hm, also, Du weißt, wem die Katze gehört, so könntest Du ja mal mit der Besitzerin sprechen, nicht dass Du Ärger mit ihr bekommst, wer weiß?

Dann solltest Du Dir überlegen, falls sie kein Interesse mehr an der Katze haben sollte, das könnte ja in dem Gespräch rauskommen, ob Du die Katze aufnimmst, lass Dir dafür die Papiere, wie z.B. Impfpass, geben.

Wenn das geklärt ist und es tatsächlich Deine Katze werden sollte, gehe mit ihr zum Tierarzt und lasse sie durchchecken und gegebenenfalls chippen, so dass, falls die Katze mal wieder "fremd" gehen sollte, sie gefunden werden kann.

Hier bei uns in der Großstadt begegne ich auf der Straße auch immer wieder denselben Katzen und ich finde es auch total süß, wenn sie mich begleiten, also nur in meiner Straße, bis vor zur "großen" Straße dürfen sie nicht mit, da habe ich Angst. Ich weiß zumindest, wo 2 von ihnen wohnen, kenne die Besitzerin, also die sind so süß, würde sie am liebsten mit zu mir nach oben nehmen, was ich natürlich nicht mache. Wollte damit sagen, dass ich mit Dir mitfühle und weiß, wie schnell einem so Samtpfötchen ans Herz wachsen :)

Alles Gute für Dich und für die Katze :)

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