Mein kleines Kätzchen ist aggressiv :(

Hey Leute,

meine Oma und ich haben uns vor 2 Jahren eine Katze geholt (zu dem Zeitpunkt war sie 8 Wochen alt). Meine Oma wohnt in meinem Haus im Erdgeschoss und die kleine Katze ist hauptsächlich bei ihr (manchmal kommt sie auch in die Obergeschosse). Sie darf immer raus gehen wann sie will, hat immer Milch und Wasser bereit stehen und bekommt 2 mal täglich Nassfutter und auch mal Leckerlis (meine Oma verwöhnt halt gerne) :-). Trotzdem hat die Katze Normalgewicht.

Also wenn sie dann mal zum kuscheln kommt dann lässt sie sich ein bisschen kraulen und streicheln aber irgendwann fängt sie an zu beißen und zu kratzen. :/

Ich würde gerne wissen was ich falsch gemacht hab in der 'Erziehung' und wie man die aggressionen vielleicht weg bekommen kann..

Danke schonmal im vorraus

Mfg Katha:)

5 Antworten

Ihr habt die katze jetzt 2 jahre und jetzt fällt euch auf das sie "aggressiv" ist?

kitten holt man sich erst mit 12 wochen und das auch nur zu 2... eine kitte ist tierquälerei, egal ob sie später raus darf oder nicht

bis ein freiläufer mal raus kann dauerts und in der zeit braucht er sozialkontakt mit artgenossen!

wächst eine kitte allein auf und/oder wird zu früh aus der familie gerissen passiert. genau. sowas!

Wenn sie unerwünschtes verhalten zeigt - bestrafen.. und das auf katzengerechte weise.. das heißt, wenn sie damit anfängt dies so früh wie möglich erkennen, aufstehn, weggehn, ignorieren und für gewünschtes verhalten belohnen

Desweiteren solltet ihr der katze keine milch geben, die beraucht sie nicht.. zudem ist milch für tiere die keine milch mehr brauchen ungesund...

außerdem solltest du evtl. mal das nassfutter überprüfen, da ist oft viel zucker drin was auch nicht gut ist (bestenfalls mal informieren über katzenbarf)

eine weitere hilfe kann einen gut sozialisierte 2, katze sein... die kann eurer katze das richtige verhalten auf katzenweise beibringen... das setzt aber vorraus, dass die 2 sich verstehen.. bei einer katze die allein aufgeachsen ist - schwierig..

Milch hat mit Aggressivität nicht zu tun, und die Katze scheint Milch gewöhnt zu sein, wird also mit der Laktose auch klarkommen. Katzen reagieren mit Durchfall auf die Laktose, wenn sie kein Enzym mehr haben, das die Laktose verarbeiten kann. Wenn sie allerdings von klein auf regelmäßig Milch bekommen, dann haben sie das Enzym. Auf Bauernhöfen bekommen die Katzen auch ihr Leben lang Milch und kommen damit klar. Ansonsten stimme ich voll zu.

Ich würde an Deiner Stelle die Katze erst dann streicheln oder kraulen, wenn sie anfängt um Deine Beine zu streichen, oder wenn sie sich zu Dir hockt. Sobald sie anfängt mit beissen oder kratzen, nimm Deine Hände weg und gib ein energisches Nein von Dir. Du wirst das immer dann machen müssen, sobald sie mit kratzen und beissen anfängt und wenn Du die nötige Geduld aufbringst, denke ich, dass auch Deine Katze das mit der Zeit lernen wird.

Genauer gesagt habt Ihr zwei Fehler gemacht: einmal habt Ihr ein kleines Katzenbaby von Mama und Geschwistern getrennt, als es gerade in die Phase kam, dass die Mama die Kleinen zu erziehen begann - das fängt nämlich mit 8 Wochen an, und wenn man dann das Kätzchen aus der Gruppe holt, wer soll ihm dann beibringen, wie sich eine gesellschaftsfähige Katze zu verhalten hat? Und als zweites habt Ihr das kleine Kitten als Einzeltier gehalten. Katzenkinder brauchen andere Katzenkinder, Kumpel, die ihnen zeigen, wie sehr Krallen weh tun können, die sich wehren, die ihnen das Futter stiebizen, die sie den Kratzbaum hoch und wieder runter jagen können, mit denen sie kämpfen können. Aus solchen armen Katzen wie Eurer werden dann mit eineinhalb bis zwei Jahren Problemkatzen, die sich weder mit anderen Katzen verstehen (wenn man sich nicht Mühe gibt, eine längere Vergesellschaftung zu investieren) und die zu Verhaltensstörungen neigen. Es mag gut gehen, es muss aber nicht. Sehr oft landen diese armen Kätzchen dann am Ende im Tierheim, weil die Besitzer mit deren Aggressivität nicht klarkommen. Aber mit wem soll die Katze denn raufen, wenn kein Kumpel da ist? Mit wem soll die Katze denn die Kräfte messen? Es ist ja kein annehmbarer Spielgefährte da. Jetzt ändern könnt Ihr das wohl kaum noch. Man könnte probieren, die Katze zu vergesellschaften, am besten mit einer gut sozialisierten Katze, die Eurer beibringt, wie man mit Menschen umgeht. Das wäre mein Rat.

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