5 jahre alter Cockerspaniel und ein Katzenbaby? Geht das gut?

Ich und meine Mom hatten gerade einen kleinen Streit. Unsere Hündin kann einfach nicht alleine Zuhause bleiben. Daher habe ich mir überlegt ein weiteres Haustier anzuschaffen und zwar eine kleine Katze. Meine Mutter ist der Meinung das wird nicht klappen da Hund & Katze sich nicht verstehen werden. ich bin da anderer Meinung. Es würde natürlich besser klappen wenn sie von klein auf zsm aufwachsen, aber unsere Hündin ist so lieb und so nett, das wird bestimmt funktionieren. Sie hat eher vor Katzen angst als das sie, sie beißen würde. Außerdem könnte sie dann auch endlich mal alleine Zuhause bleiben ohne gleich großen Alarm zu machen da sie eigentlich gar nicht alleine bleibt. Meine Mutter lässt sich aber gar nicht umstimmen. Ich bin mir sicher das alles gut gehen wird es muss einfach! Aber ich bräuchte gute Argumente da meine Mutter fest entschlossen ist, das Katze & Hund nicht zueinander passen.

Aber eins steht fest: Unser Hund ist sau Lieb, beißen oder verletzen würde sie nichts!!! Und natürlich würden wir die beiden nicht sofort alleine lassen, anfreunden sollen sie sich schließlich auch.

Also: Könnten die Beiden Zusammen leben? Ja ? Nein? Und Warum?

7 Antworten

In freier Natur gehen sich Hund und Katze aus dem Weg bzw. löst das Fluchtverhalten der Katze beim Hund sogar einen Beutetrieb aus. Trotzdem können die beiden in menschlicher Obhut friedlich nebeneinander leben und sogar die besten Freunde werden. Am einfachsten ist es, wenn zwei Jungtiere miteinander aufwachsen. Wenn aber einer schon im Haus ist und der andere dazu zieht, wird von Herrchen und Frauchen viel Einfühlungsvermögen verlangt.

Die meisten Missverständnisse zwischen den beiden Hausgenossen kommen durch Kommunikationsschwierigkeiten zustande, benutzen sie doch unterschiedliche Sprachen und Verhaltensmuster. Bestes Beispiel: wedelt ein Hund mit dem Schwanz, ist er freundlich und offen. Eine Katze äußert mit dem "Schanzwedeln" hingegen Missfallen, eine gewisse Aggressivität und Angriffslust. Kein Wunder, wenn es hier zu Problemen kommt. Viele Hunde jagen Katzen, weil diese sich schnell bewegen und oft wegrennen, wodurch sie für den Hund ins Beuteschema passen.

Die wenigsten Probleme sind zu erwarten, wenn man gleichzeitig zwei Jungtiere ins Haus holt. Ihre Arglosigkeit und ihr Spieltrieb werden sie unbelastet aufeinander zugehen lassen und sie lernen sich spielerisch verstehen und zu akzeptieren. Ganz anders sieht es aus, wenn in einen Katzenhaushalt ein Hund einziehen soll. Egal, ob dieser alt oder jung ist, die Katze wird auf den in ihren Augen Eindringling mit Sicherheit erst einmal skeptisch und ablehnend reagieren. Katzen sind Gewohnheitstiere, denen jede Veränderung zuwider ist. Haben Sie daher Geduld und geben Sie nicht zu schnell auf. Ganz wichtig ist auch, dass sich die Katze auf keinen Fall zurückgesetzt fühlt, was sonst zu Eifersucht und sogar Protestverhalten (z.B. Harnmarkieren) führen kann. Ist der Hund noch ein Jungtier, das durch seine verspielte, tollpatschige Art für die Katze in der Regel wenigstens keine Bedrohung darstellt, geht die Gewöhnungsphase sicherlich schneller voran. Bei einem erwachsenen Hund ist seine "Katzenverträglichkeit" hingegen entscheidend für ein friedvolles Miteinander. Jagd der Hund die Katze oder zeigt ihr gegenüber gar ein aggressives Verhalten, ist es kein Wunder, wenn die Katze längerfristig das Weite sucht. Hier ist es ganz wichtig dem Hund möglichst schnell klar zu machen, dass die Katze Hausrecht hat.

Etwas einfacher ist es hingegen, wenn der Hund bereits im Haus ist, wenn die Katze hinzukommt. Auch hier ist es wieder problemloser, wenn der Neuling ein Jungtier ist, das sich auf die Eigenarten des Hundes schneller einzustellen weiß. Da Hunde viel flexibler sind als Katzen, wird ihn der Eindringling im Normalfall weit weniger irritieren als umgekehrt. Trotzdem ist auch hier für ein harmonische Zusammenleben entscheidend, dass der Hund durch Erziehung und Toleranz entsprechend gesittet mit dem neuen Mitbewohner umgeht, sich auf der anderen Seite selbst aber auch nicht zurückgesetzt fühlt. Rastet der Hund beim ersten Zusammentreffen mit der Katze völlig unkontrolliert aus, wird die Katze so schnell kein Vertrauen zu ihm fassen. Bei der ersten Begegnung kann es daher durchaus ratsam sein, den Hund anzuleinen, um ihn besser kontrollieren zu können. Fingerspitzengefühl ist aber dennoch gefragt, denn durch den Leinenzwang kann die Katze auch erst richtig interessant werden. Bei einer guten Bindung zu Herrchen bzw. Frauchen akzeptieren Hunde aber in der Regel schnell, dass es jetzt ein neues Familienmitglied gibt, welches zumindest geduldet und akzeptiert werden muss.

Lassen Sie die beiden anfangs nicht alleine miteinander, so dass Sie im Notfall immer regulierend eingreifen können. Und stellen Sie sicher, dass beide Tiere Rückzugsmöglichkeiten haben, wodurch sich keiner in die Enge getrieben fühlen kann, aber auch die wohlverdiente Auszeit findet.

http://www.canosan.de/HundundKatze.aspx

Grundsätzlich kann das schon klappen, daß sich die beiden vertragen. Aber der Grund dafür sich eine Katze anzuschaffen ist meiner Meinung nach eher fraglich. Ich glaube nicht, daß deine Hündin dadurch lernt alleine zu bleiben. Jetzt sag nicht: Dann ist sie doch nicht mehr alleine. Das wäre menschlich gedacht. Du schreibst selbst, daß sie eher Angst haben wird. Glaubst du wirklich, daß du deiner Hündin einen Gefallen tust? Ich glaube es nicht! Ohne Probleme alleine zu bleiben muss geduldig trainiert werden. Und wenn sie das geschafft hat, kannst du es auch mit dem Kätzchen probieren.

Das geht gut wenn die Katze klein ist und wenn der Hund als erster da war sowieso. Viele Familien haben Hund und Katz. Sie lernen die Sprache voneinander schnell. Wir überlegen auch wieder eine Katze für den Hund zu kaufen. Für den letzten haben wir sogar wieder ein Kaninchen gekauft, weil er das verstorbene so vermisst hat. Ob das reicht für deine Mutter weiss ich nicht, eine Garantie, das der Hund nicht mehr heult ist es nicht.

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