Hund jagt Katzen, obwohl er mit Katzen aufgewachsen ist?

Hallo liebe Hundekenner,

Olga lebt seit 8 Monaten bei mir, sie ist lieb, sie hört sehr gut, sie macht keine Probleme, sie wird sehr geliebt, alles ist gut.

Fast alles. Sie ist, von der Vorbesitzerin, gut erzogen worden, man war mit ihr in der Hundeschule, sie hört wirklich gut. Sieht sie aber eine Katze, brennen ihr die Sicherungen durch, total.

Sie weiß, sie darf keine Katzen jagen, sie hat auch immer Angst wenn sie zurückkommt, sie weiß genau, sie hat etwas falsch gemacht. Aber sie kann nicht anders, die arme Maus.

Jetzt meine Frage. Wie kann das sein, die Züchterin hat auch andere Tiere, die Welpen wachsen mit Katzen auf. Die Eltern der Welpen genauso, man ist total friedlich und die Welpen kommen alle (auch später) sehr gut mit Katzen klar.

Warum ausgerechnet Olga nicht?! Kann es sein, dass Zerrspiele das bei ihr ausgelöst haben? Sie ist es, von klein an, so gewohnt. Sie schleppt einer ihrer Kuscheltiere an und fordert einen auf, mit ihr darum zu kämpfen. Das macht sie ständig, sie kennt es so von den Enkelkindern der Vorbesitzerin. Sie wurde da schon grober angefasst, man hat sie gejagt und man hat wild mit ihr getobt.

Kann das der Grund sein warum sie doch einen Jagdinstinkt hat? Der soll ja dem Bolonka weggezüchtet worden sein.....

Ratlose Grüße und danke für eure Antworten.

8 Antworten

Nein, eigene Katzen werden in Ruhe gelassen fremde werden gejagt. Deine Olga würde einer Katze wahrscheinlich nichts tun wenn sie stehen bleibt.

Dein Olga weiss gar nicht, dass sie etwas tut was dir nicht gefällt. Sie sieht dir nur an, dass du verärgert bist und hat Angst vor dir.

Nie... nie.. niemals wird ein Hund geschimpft oder gestraft, wenn er zu seinem Meister zurück kommt. Da wird ausnahmslos gelobt!!!!!!!!!!

Die meisten Hundebesitzer erziehen ihren Hunden geradezu an, andere Tiere zu jagen, indem sie ihnen laut hinterher rufen. Für den Hund heisst das aber nur :  ja geh.. los.. mach schon .. lauf...!!!

Die Strafe hat also meist der Hundehalter verdient.

Wenn man glaubt eingreifen zu müssen, tut man das gezielt und unmittelbar wenn der Hund den Gedanken fast los zu zischen. Dann begreift er auch, was nicht erwünscht ist.

Bei sehr gut erzogenen Hunden reicht ein Kommando Bleib  oder was immer er gelernt hat.

Die beste Erziehungsmethode für den Welpen ist ihn einfach abzulenken und mit ihm zu spielen. Der Meister ist spannender als jedes fliehende Getier.

Ältere ungezogene Hunde erwischt man wie gesagt dann wenn sie den Gedanken fassen los zu rennen. Eine Rasselbüchse oder Wurfkette fliegt dann blitzschnell  neben den Hund oder an den Hinterschinken. Ohne ein Wort zu sagen. Du tust so, als ob dich die ganze Sache nichts angeht. Dein Wurfgegenstand liest du so beiläufig wie möglich auf und lässt ihn in der Tasche verschwinden.

Ein Notsignal baut man auf, für den Fall wo der Hund schon unterwegs ist.

Das beginnt man Zuhause. Nimm eine Büchse Sheba ( ja Katzenfutter!) und eine Trillerpfeife. Du baust dich vor dem Hund auf öffnest die Dose und pfeifst so lange bis der Hund die ganze Dose aus deiner Hand geschlabbert hat.

 3 Tage später tust du es wieder. 1 Woche später pfeifst du wenn der Hund in einem anderen Raum ist. Er wird zu dir geschossen kommen. Ab da musst du nicht mehr durchpeifen bis der Hund fertig gefressen hat.  

1 weitere Woche später machst du das auf dem Spaziergang wo es keinerlei Ablenkung für den Hund gibt. Auch jetzt wird er freudig auf dich zuschiessen und sich über die unerwartete Leckerei freuen.

Nun ist dein Hund bereit auch im Ernstfall auf deinen Triller zu reagieren. Alles ist unwichtiger als deine Dose Sheba.

Nie niemals darf man dieses Signal für einen normalen Rückruf benützen, das ist deine Notbremse und das soll sie für immer bleiben!

Wenn keine Notfälle auftreten nach 3 Monaten in einen Spaziergang einbauen. Dein Hund soll das Signal ja auch nicht vergessen. Wenn es klappt, reicht es alle halbe Jahre mal zu machen.

Klar ist, deine Trillerpfeife muss immer dabei sein, Sheba auch.

Die beste Erziehung ist seinem Hund anzusehen was er vor hat und ihn richtig einschätzen zu können. Gib deinem Hund keine Chance etwas falsch zu machen!

 Nimm ihn rechtzeitig an die Leine oder lenke ihn rechtzeitig ab..

Frohes Schaffen !

Ich versuche das wirklich. Das Problem ist, sie hört sehr gut, sie kennt verschiedene Kommandos (schon vor mir) und sie reagiert schnell auf mich.

Sie hört wirklich, sie versteht, sie folgt. Also darf sie ohne Leine laufen, natürlich nur da wo keine Auto fahren. Obwohl, auch das hat sie verstanden, ich muss nur "Auto, bleib oder komm" sagen, da weiß sie was zu tun ist. Wenn nur diese Katzen nicht wären....

Das mit den Leckerchen unterwegs haben wir durch, sie reagiert immer auf mich, auch ohne Leckerchen mehr. Das blöde ist nur, wenn wir im Garten sitzen und die ganzen Dorfkatzen um uns schleichen. Sieht Olga eine Katze, kennt die nichts mehr, weder Straße noch Auto oder mich.

Wenn sie kommt, schimpfe ich natürlich nicht, sie soll erst gar nicht losrennen.

Ich hab verstanden, dass deine Olga gut gehorcht, das ist super! 

Meine Nachbarin hat auch einen super erzogenen Hund  mit wundervollem Wesen, aber bei Katzen kennt der sich selber nicht mehr.

Die Notbremse mit Sheba hat gar nichts mit Leckerchen geben zu tun. Leckerchen ist nicht interessanter als eine Katze.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich Katzen durchaus einen Spass daraus machen Hunde zu ärgern. In der Regel ist die Pussy schneller und geschickter als ein Hund.

Du wirst einen Zaun ziehen müssen.

Ach ja, ich dachte, das legt sich wieder. Wahrscheinlich nicht....

Ach sie wird auch älter, bis dahin  braucht sie aber doch einen Grenzzaun. Vielleicht legt sich ihr Temperament, wenn sie merkt dass der Zaun ihren Jagdtrieb bremst.

Der Antwort von Goodnight habe ich nichts hinzuzufügen, und besser könnte ich es nicht formulieren.

Rat habe ich also keinen für Dich. Nur tröstende Worte, daß es mir ganz genau so geht. Wir haben sogar einen eigenen Kater, das ändert aber ganz und gar nichts.

Unser Kater = Rudelmitglied. Der rennt auch nicht weg, und wenn, dann aus Albernheit. Vor allem drinnen, um den Hund zu foppen.

Andere Katzen = Reizlage! Hinterher, oder Ausrasten an der Leine. Mittlerweile ist es nur insofern etwas besser, als daß sich die Hundine nicht völlig verausgabt, wenn sie sich aufregt. Im zarten Alter von neun Jahren beginnt sie, mit ihren Kräften etwas sparsamer umzugehen.

Wenigstens klappt inzwischen draußen, in Wald und Flur, der Rückruf, BEVOR sie dem Wild hinterherastet.

Beim Schäferhundmischling wäre das von den fremden Katzen ein bissel viel verlangt, daß sie die Nerven behalten und sitzenbleiben....^^

Ja, ja. Die 3,5 Kilo leichte Olga hat mal fünf ausgewachsene Rehe gejagt, sie fand das umwerfend! Und den Fuchs in unserem Wald, zum Glück ist der vernünftig.

Jetzt geht es mit anderen Tieren nur die Katzen, die Katzen.....

Jeder Hund hat einen Jagdtrieb. Der eine mehr der andere weniger.

Auch spielende Hunde jagen und fangen sich. Genau da wird das gefordert und geübt. 

Gerade wenn Katzen weg flitzen ,  kommt das jagen und hetzen durch. 

Ob nun Zerrspiele das fördern wage ich zu bezweifeln. 

Wenn es so schlimm ist würde ich mir mal einen Trainer zur Seite ziehen oder einen anti Jagd Kurs machen. Da kommt der Hund auf seine Kosten nur eben das Jagdverhalten wird umgelenkt in ein Verhalten was für den Halter akzeptabel ist. 

Bis dahin nur in ausgewählten sicheren Gebieten laufen lassen 

Das werde ich wirklich tun müssen.

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