Katzen Trockennahrung als Alleinfutter

Hallo Leute,

Meine beiden Katzen haben ziemliches Übergewicht. Sie mehr als Er. Seit einem Jahr bekommen die Das Nassfutter von Aldi (Lux 415g für 49ct pro Dose). Ich Teile eine Dose am Tag auf 2 Mahlzeiten pro Kratze, also jede Katze bekommt insgesamt gut 200g pro tag, 100g morgens und 100g Abends. Zwischendurch bekommen die beiden gelegentlich noch eine Hand voll Trockenfutter, das von Kaufland, das fressen die eher. Jetzt habe ich nach einigen Recherchieren nach Diätfutter gesucht und bin auf das Purina One Balance gestoßen.

Hat einer von euch damit schon Erfahrungen gemacht? Ist das für Katzen gesund, Trockenfutter als Alleinfutter für die Katzen hinzustellen?

Beide sind Hauskatzen weil eine viel befahrene Straße in der Nähe ist, haben leider nicht viel Bewegung da ich momentan in einer 40qm Wohnung wohne, was sich aber bald ändern wird, hoffentlich auch das sie raus können.

Falls einer Preisgünstiges Futter kennt, wäre ich dafür auch Dankbar, gerne auch was, was gut für das Fell ist, weil beide ziemlich Stark Haaren ^^

Das sind die beiden, etwas schlanker als heute

11 Antworten

Nein, es ist definitiv nicht gesund, Trockenfutter als Alleinfutter für Katzen hinzustellen. - Im Gegenteil: Von Trockenfutter (auch getreidefreiem) ist dringend abzuraten! Es wurde vom Menschen für den Menschen entwickelt (Stichwort Bequemlichkeit), ist vor allem aber eins: krankheitsauslösend.

Begründung: Es hat rein gar nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mach selber den Test und tropfe Wasser übers Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Dadurch verliert auch die Magenschleimhaut einen Teil ihrer Schutzschicht und macht die Katze anfälliger für Magenreizungen und -entzündungen, die in Geschwüre übergehen können. Da sich das Futtervolumen aufsaugebedingt verdoppelt, können auch schmerzhafte Blähungen folgen. Was erschwerend hinzukommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Vögeln und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht (da 5-fache Kalorienmenge), Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!

Am besten, man gewöhnt eine Katze gar nicht erst an Trockenfutter, und sie wird es mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann muss man zumindest nicht bei sich anfangen!

Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 Tierärzte:

  • Zitat Lisa A. Pierson, DVM (2009), snuselcoons.de/trockenfutter (Stand: heute): “[…] Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter Diät empfehlen, anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser. […]“
  • Zitat Dr. Bettina Brabänder (2008), t-online.de/lifestyle/tiere/katzen/id_14346784/tiere-trockenfutter-ist-schaedlich-fuer-katzen (Stand: heute): “Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als ständige Kost nicht gesund.“
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst (o. J.), savannahcat.de/katzenernaehrung (Die größten Irrtümer, Stand: heute): “…Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen…“
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs (o. J.), savannahcat.de/katzenernaehrung (Methoden der Fütterung, Stand: heute): “...Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzer das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier…“

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

Man bedenke: Eine Katze benötigt täglich mindestens 60 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht [je nach Temperatur, Gesundheitszustand, Alter und Aktivität sogar bis 80 ml ==> z. B. im Welpenalter, bei Durchfall oder chronischer Niereninsuffizienz (CNI)]. Da kommt ein Tier mit Trockenfutter niemals hin, zumal es - im Gegenteil - auch noch Wasser entzieht! Soll heißen: Durch derart ungesunde Kost erleiden sie ein dauerhaftes Flüssigkeitsdefizit, das ihnen im wahrsten Sinne des Wortes an die Nieren geht. Leider müssen im Alter viele Trockenfutter-Katzen am Blasenkatheter angeschlossen und / oder wegen Niereninsuffizienz behandelt werden bzw. viele Tiere wegen Zahnbeschwerden auch schon früher (Stichwort Zahnsanierung aufgrund Zahnfleischentzündung und Zahnstein, Kosten 200 €). Dies ist häufig der Tatsache geschuldet, dass sich Katzenbesitzer nie das erforderliche Wissen darüber angeeignet haben. Entsprechend groß ist der Aufklärungsbedarf.

Die beste Wahl ist Nassfutter mit 60% Fleisch-Mindestanteil ohne Getreide und Zucker. Mittel- bis hochwertig sind folgende Sorten:

  • An*monda „Aus der Heimat“
  • B*zita
  • N*TUR plus
  • R*al Nature
  • C*tz Finefood
  • Gr*nataPet
  • Gr*u
  • L*onardo
  • M*C’s und
  • T*rra Faelis (alle erhältlich im Zoofachhandel).

Völlig akzeptabel und somit ein Kompromiss zwischen Geldbeutel und Qualität sind diese Sorten:

  • L*x (das du bereits gibst)
  • B*anca (alle, außer „Geflügel und Leber in Wildgelee“ ==> hellgelbe Dose; erhältlich beim P-Discounter) sowie
  • Opt*cat (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim L-Discounter).

Des Weiteren schließen schönes Fell und Trockenfuttergabe einander aus. Schönes Fell (verbunden mit gesunder, geschmeidiger und nicht-juckender Haut) ist das Ergebnis von Nassfuttergabe! Vor allem die juckende Haut von Trockenfutter-Katzen verschwindet nach Umstellung auf Nassfutter, siehe auch unter Punkt 4 des folgenden Links: http://www.katzenhanf.de/folgen-von-fehlernaehrung-katzen/.

Stichwort Fütterungszeit: Von nur 2 Portionen ist ebenso abzuraten. Allein, dass bis zu 15(!) Stunden dazwischen liegen, ist nicht nur ungesund, sondern kann für Übergewichtskandidaten gar lebensgefährlich werden! Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. - Wie entsteht eine Fettleber? Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das diese Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert. Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen, eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Selbst bei beabsichtigter Gewichtsreduktion darf die Energiezufuhr nur 10 bis schrittweise(!) maximal 25% unter dem Erhaltungsbedarf liegen, d. h. unter dem Nahrungsmindestbedarf eines erwachsenen Tieres bei normaler Aktivität. Alles andere käme einer Radikaldiät gleich, die ebenso eine Fettleber auslösen kann! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist.

Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Was hinzukommt: Bei nur 2 Portionen können sich Katzen aufgrund des großen Hungers leicht überfressen, was Erbrechen begünstigt, wie bei deiner Katze. Erbrechen bedeutet Nahrungsentzug, und das wiederum schadet ebenso der Leber. Folglich ist sie nicht sonderlich verfressen, sondern erhält schlichtweg zu wenig Mahlzeiten. Da Katzen Gewohnheitstiere sind, empfehlen sich am ehesten feste und über den Tag gut verteilte Fütterungszeiten bei 3-4 Portionen. Versuch also unbedingt, die Zeiten zu optimieren ==> sonst forderst du täglich aufs Neue eine Fettleberentstehung heraus!

Ich hoffe, das reicht soweit an Informationen.

Ich würde die einfach mehr beschäftigen. Das ist ja wie bei Menschen auch, wenn man nur rumsitzt, nimmt man einfach schneller zu. Die Futtermenge ist ja total in Ordnung und spezielles Diät-Futter finde ich übertrieben. Einfach ein bisschen mehr spielen, vielleicht das TroFu weglassen und schon läuft es besser. Alternativ kannst du auch das TroFu als Leckerchen geben und es den beiden werfen, mit ihnen Klickern oder ein paar andere schöne Spiele spielen :)

Das mit dem beschäftigen habe ich versucht. Sie spielt auch mit, obwohl sie die Dickere ist. Sie spielt auch mit den Mäusen oder Alufolie, er ist einfach nur bequem, guckt dem Spielzeug oder dem Leckerchen hinterher und tippelt hin, wenn sie nicht schon Schneller war. Selbst mit einem Laserpiont kann ich ihn nicht beeindrucken, er guckt und beobachten aber gerannt wird nicht.
beide Toben auch rum, Platz ist nicht viel aber über die Couch auf dem mit Sprung auf dem Kratzbaum oder vom Flur durch das Wohnzimmer und wieder zurück, das machen die.

Dann versuch doch mal zu klickern. Da werden die Stubentiger meist sehr kreativ wenn sie merken, dass sie dafür Futter bekomme. Wenn er das Prinzip verstanden hat, kannst du auch mehr Aktion und Bewegung in das Training bringen ;)

Ich weiß was du meinst, klassisch Konditionierung ^^ Naja ich kann es mal probieren bin aba kein Fan von sowas ^^

Wieso nicht? Das lastet die Tiere aus und beschäftigt sie. Gerade bei Wohnungskatzen sollte man ja für Abwechslung sorgen :)

Lass das Trockenfutter ganz weg. Gib Ihnen einfach nur das Nassfutter wie bisher bzw. ein bisschen mehr (wie auf der Fütterungsempfehlung auf der Dose angegeben), das müsste reichen. Und versuch sie täglich auszupowern mit Spielen etc. damit sie mehr Bewegung bekommen und Energie verbrennen.

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