Beste Methode, um Katzen wieder an draußen zu gewöhnen?

Hallo!

Seit ungefähr den 10.01. haben wir zwei ehemalige Freigänger, die mehrere Monate drinnen leben mussten. Nächsten Monat werden sie genau zwei Jahre. Es sind Geschwister, Katze und Kater, beide kastriert, gechipt,...

Mein Freund ist gerade in der Stadt, auf dem Hof nichts zu tun. Die Hühner und Stallkatzen sind draußen. Ich arbeite gerade etwas im Garten, alles ruhig.

Nun habe ich mir gedacht, dass ich die Katzen mal nach draußen führe. Allerdings habe ich Angst, dass sie vor den Hühnern Angst haben oder sich mich den anderen Katzen streiten (der Stall ist sozusagen ihr Revier). Oder dass sie die Kühe erschrecken oder umgedreht - ich möchte nicht, dass sie tot getrampelt werden oder die Kühe sich vor Schreck was brechen. Oder dass sie nicht zurückkommen, wenn mein Freund den Traktor anschmeißt und sie sich dann erschrecken und weglaufen.

Wäre es eine gute Idee, die beiden ein oder zwei Monate jeden Tag mit Leine an draußen zu gewöhnen und die anderen Katzen zu treffen? Sie mit der Leine nach draußen führen, wenn die ihr Geschäft machen wollen? Wir haben zur Zeit so schönes Wetter und die Katzen sitzen nur vorm Fenster und möchten Katze sein. Vielleicht bin ich ja zu ängstlich, allerdings ist der Kater auch etwas schreckhaft, was mich etwas verwundert, da es ja Draußenkatzen waren.

Danke im voraus und liebe Grüße!

6 Antworten

Wenn sie das Gelände bereits kennen, mußt du nur die Tür aufmachen. Sie werden selbst entscheiden, ob und wann sie rausgehen. Keine Leine!  Sie werden niemals ihr Geschäft an der Leine machen. Das sind doch keine Hunde. Das macht man nicht mal mit Katzen, die neu im Gelände sind. 

Katzen sind heimliche Tiere, Schleich-Lauer- und Sprungjäger. Solange sie sich nicht ganz sicher fühlen, präsentieren sie sich nicht, sondern beobachten aus einer Deckung die Umgebung, auch die anderen Katzen. Sie erobern ein Revier in ganz kleinen Schritten, testen Fluchtwege aus, z.B. indem sie mal gucken, wie hoch die Mauer ist und ob sie den Sprung schaffen, solche Sachen. Sie gehen, wenn man sie läßt, von Deckung zu Deckung, entsprechend ihres Sicheheitsbedürfnisses. 

Meine alte Katze wollte heute morgen unbedingt mit raus, seither liegt sie, ein wenig getarnt mit Efeu, auf der Hofmauer, sonnt sich und beobachtet Vögel, die sie schon längst gesehen haben. was sie auch weiß. Sie hat sich seit Stunden kaum bewegt. So sind Katzen.

Also mach einach die Tür auf. Die günstigste Zeit ist kurz vor Einbruch der Dämmerung. 

Gut! Dann probier ich es einfach mal morgen, wenn mein Freund mit dabei ist. Bin wahrscheinlich einfach etwas zu überängstlich. ^^

Dankeschön! (-:

Danke fürs Sternchen!

Habt ihr eine Terasse oder einen Balkon wo sie direkten Zugang zum Garten haben? Wenn ja würde ich ihnen diese Tür mal öffnen ( oder Fenster) und die beiden schnuppern und selbst entscheiden lassen was sie möchten. So habe ich es mit meinen auch gemacht. Die erste Zeit werden sie ohnehin nicht weit gehen, bzw beim ersten Lärm wohl wie ein geölter Blitz wieder nach drinnen verschwinden. Aber sie werden sich nach und nach an die alltagsgeräusche und vor allem an die anderen Tiere gewöhnen.

Ich habe meinem Kater (mit 8 1/2 das erste mal Freigänger) einfach die Terassentür aufgemacht und ihn machen lassen was er will. Die ersten 4 Wochen bedeutete das das er im Türrahmen hockt und maximal 2m weit schleicht bevor er wieder zurück im Wohnzimmer war. Jetzt wo es wärmer wird bleibt er manchmal schon ne halbe Stunde draußen, noch immer in einem 20m Radius um die Tür.
2 Katzen hat er schon kennengelernt, sich mit ihnen angelegt und ist dann zurück auf bekanntes Tarrain geflitzt. Überhaupt ist das seie Reaktion auf alles was ihn verunsichert oder erschreckt: aufgeplüscht und mit Volldampf ab in die Wohnung ;)

Dankeschön! Auch diese Antwort beruhigt mich sehr! Ich bin einfach etwas zu ängstlich.. ^^

Genau so sind sie. Die Leute haben immer Angst, das die Katze gleichdavonrennt, oder sie denken, dass die viel rumlaufen wollen. Als Lauer- und Sprungjäger gehen sie aber äußerst effizient mit ihrer Energie um. Sie focussieren sie auf den Punkt des Absprungs. Rumlaufen tun sie nur, um von A nach B zu kommen, oder von einer Deckung zur nächsten, aber nicht, weil sie ein Laufbedürfnis haben, wie Hunde z.B. 

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