Katze sterilisieren - wie funktioniert das?

was ist das übliche verfahren bei katzen/kater, um diese nicht mehr fortpflanzungsfähig zu machen? und sind sie nach diesem trotzdem noch sexuell aktiv? oder verspühren sie dann keinen drang mehr dazu

4 Antworten

Beide werden kastriert. Bei Katern geht es einfacher, bei Katzen ist ein kleiner Bauchschnitt nötig. Nach einer Zeit der Hormonumstellung ist dann wenig bis kein Trieb mehr vorhanden. Kater werden häuslicher und müssen nicht mehr ständig kämpfen und sich evtl dadurch Verletzungen oder Krankheiten zuziehen und bei Katzen is ja klar.

Also es gibt einen großen Unterschied zwischen kastsrieren und sterilisieren! Es gibt oft den Irrtum dass man sagt Kater werden kastriert und Katzen sterilisiert, aber das stimmt nicht.

Beim Sterilisieren werden die Geschlechtsorgane "abgeklemmt". Sie sind weiterhin vorhanden, es wird aber verhindert, dass der Kater die Katze befruchten kann bzw. eben die Katze unfruchtbar gemacht, sodass keine Schwangerschaft mehr entstehen kann. Die Triebe, Rolligkeit, Markierverhalten des Katers etc. bleiben aber bestehen, deshalb wird heutzutage die Sterilisation eigentlich kaum mehr angewendet. Denn ein zusätzlicher Nebeneffekt der Sterilisation kann z.B. bei der Katze eine Dauerrolligkeit werden bzw. auch Scheinschwangerschaften oder auch häufiger Gebährmutterhalskrebs.

Beim Kastrieren werden die Geschlechtsorgane entnommen (Hoden beim Kater, Gebährmutter/Eierstöcke bei der Katze). Dann sind keine Geschlechtsorgane mehr vorhanden, daher wird es auch keine Triebe mehr geben und die Katzen verspühren keinen Fortpflanzungsdrang mehr. Katzen werden also nicht mehr rollig, Kater markieren nicht mehr. Was natürlich gerade bei Wohnungstigern gewollt und sinnvoll ist. Meine beiden (Katze und Kater) wurden mit 6 Monaten kastriert, eine Verhaltensänderung danach konnte ich bei beiden nicht feststellen. es wird gesagt dass Kater danach z.B. öfter mehr verschmust sind und sich im Verhalten etwas ändern, und häufig nehmen sie nach der Kastration auch zu weil sie nicht mehr so wild sind... Und die Gefahr von Gebährmutterhalskrebs bei der Katze ist natürlich dann auch nicht mehr gegeben. Es wird außerdem dazu geraten, dass man alle Tiere kastrieren lässt und nicht nur eines, da wenn z.B. nur der Kater kastriert ist die Katze auch eine Dauerrolligkeit bekommen kann, wenn sie nie gedeckt wird und aber "weiß" dass sie einen Kater in der Nähe hat (der aber eben nicht mehr will und kann...)...

Die Operation ist beim Kater wesentlich unkomplizierter, es ist nur ein kleiner Eingriff, da die Hodensäcke ja quasi außerhalb des Körpers liegen. Die Katze hat eine etwas größere OP vor sich, da ihre Geschlechtsorgane ja im Bauch liegen. Sie wird danach eine ca. 2 cm große Narbe am Bauch haben. Meine Kleine hat sich aber recht schnell davon erholt und ihr Bruder hat sich auch gut um sie gekümmert (wir haben sie übrigens Zeitgleich kastrieren lassen, das ist auch sinnvoll, da sie dann beide gleich nach Tierarzt riechen. Es kann bei Katzengruppen zu Streit kommen wenn die andere(n) mitbekommt/mitbekommen, dass eine Katze anders riecht oder nach einer OP geschwächt ist...). Weil der Eingriff größer ist, kostet er bei der Katze auch mehr, ich glaube ca. das Doppelte.

Wenn man in jungem Alter kastrieren lässt, kann man im Übrigen z.B. auch einen Nabelbruch gleich mit korrigieren lassen, falls das Kätzchen einen hat(te). Das kommt ab und zu mal vor, in der Regel checkt der Tierarzt das aber mit ab, denn dann muss die Katze nicht gleich zweimal in Narkose gesetzt werden. Den Nabelbruch würde man spüren, wenn Du ans Bäuchlein fasst wo früher die Nabelschnur war und es eine leichte Wölbung nach außen gibt bzw. man etwas wie ein kleines "Loch" dort spürt. Aber das würde einem der Tierarzt dann noch sagen... ;o)

...das übliche Verfahren? Ab zum TA und sterilisieren lassen aber die Frage, ob sie noch "Interesse" verspüren kann ich so leider nicht beantworten, da unsere Kater "Freigänger" sind und mich nicht "mitnehmen"....:-))))))

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