Kätzchen über Facebook viel zu jung verkauft. Was kann der Tierschutz tun?

Hallo zusammen... Ich bin gerade super ratlos und verzweifelt, ich hoffe ihr könnt helfen!

Bei facebook bin ich in einer Gruppe die sowas wie eine Fundgrube sein soll, da werden halt Möbel, Klamotten usw angeboten und verkauft und so weiter... Tja, einige setzen dort dann auch ihre Kitten rein für ganz klitzekleines Geld. Das sind allesamt Vermehrer, schlimm genug, dass man da so wenig tun kann (wenn ihr besser bescheid wisst sagt es mir, ich drohe nicht nur sondern gehe WIRKLICH zum Amt).

So, jetzt habe ich eben gesehen: Frau will 6 Wochen altes Kitten wieder verkaufen, weil es sich nicht mit den großen Katzen dieser Dame verträgt. Bekommen hat sie dieses Kätzchen bereits mit 5 Wochen und da musste ich mich dann beinah schwallartig übergeben.

Bitte sagt mir wie genau ich vorgehen muss und wie meine Möglichkeiten aussehen dies zu melden. Ich habe sofort einen Screenshot von der Anzeige inkl. Anzeigenerstellerin gemacht.

Bitte gebt mir Tipps wenn ihr welche habt!

6 Antworten

Ich habe sogar den Fall dass eine Animal- Hoarderin alle kostenlosen Kleintiere bei uns im Raum  einsammelt in ihre verwahrloste Mietswohnung und die dann als Schlangenfutter weiter verhökert mitsamt dem gutgläubig mitgegebenem Zubehör .

Das Veterinäramt ist einzuschalten und ich habe von da als Tipp zusätzlich bekommen, dass man auch das Finanzamt informieren solte, da offenbar auch ein nicht gemeldetes Gewerbe vorliegt, jedenfalls gezielt mit Gewinnabsicht da gehandelt wird . 

Das Veterinäramt steht vor dem Problem, dass man nur den aktuellen Zustand beurteilen kann und nicht wieviele Tiere sie schon verhökert hat und morgen veileicht wieder eingesammelt wird  und wenn die die sie gerade hat ausreichend Wasser haben und Futter und einen Mindestkäfig können die nix tun. Trotzdem kan ich mir nicht vorstellen , dass in einer 2 Zimmer Mietswohnung das OK ist wenn man da 2 Duzend Ratten, 30 Mäuse , 3 Hunde und noch Katzen hat, die ich alleine weiss inzwischen. Selbst wenn dei für alle Käfige hat und so , kann dei die Tiere ja gar nicht mehr versorgen tierärztlich oder sich ausreichend mit denen beschäftigen.

Dann kann man auch den Vermieter , die Wohnungsbaugesellschaft ggf. informieren was so abgeht, wenn das auch so eine Messiebude ist.Einfach mal Nachbarn fragen wer die Wohnungen da vermietet und die Baugesellschaft anschreiben.

Ich warne auf Ebay Kleinanzeigen inzwischen auch davor seine Kleintiere umsonst abzugeben .Leider machen das viele immer noch aus Not. 

Diese Tiereinsammler sind psychisch krank, haben aber keine Skrupel noch Geld zu machen damit  und firmieren auch meist unter mehreren Nicks dort und stellen selbst auch noch Suchanzeigen ins Netz wo sie sich als private Notfallstelle ausgeben oder sowas.

Einfach nur abartig.

Facebook - da hast du den Namen und die Stadt  ? Sonst gib dich doch als Interessentin aus und frag sie wo du sie abholen und sehen kannst und dann hast du was für die Meldungen dann.

Nicht einfach, Deine Frage … abgesehen davon, dass man Kätzchen noch nicht mit 5 Wochen abgibt. Ich recherchiere gerade selbst zu dem Thema >Vermehrer< für mein Webmagazin citypets. Wenn das wirklich so ist, wie Du es beschreibst, würde ich mich an einen Verein wie Vier Pfoten wenden, die haben auch Juristen, die sich mit der rechtlichen Lage auskennen. Veterinärämter sind evtl eine Anlaufstelle, ob die wirklich helfen wollen würde ich erst mal eher bezweifeln. Schreib mir doch mal Deine Quellen, vllt kann ich Dir dann genauer weiterhelfen …

also eine Userin die das ganze mitverfolgt hat, sagte mir sie hätte letzte Woche einen ähnlichen Fall beim Veterinäramt angezeigt und es wurde geholfen, daher dachte ich ich versuchs da mal... Vier Pfoten sagt mir was, das werde ich gleich mal ordentlich googlen und mich dann doch vllt. direkt dort melden.

ich habe einen Screenshot von der Anzeige gemacht, darf ich den hier hochladen? zu sehen sind Namen, der Beteiligten, die sollte ich schwärzen oder? ansonsten handelt es sich bei facebook um die Gruppe "Fb Fundgrube - Bottrop und Umgebung" , da hatte die Frau aus Oberhausen ihren Post erstellt. da sind auch einige Mitglieder aktiv, die sich ebenfalls über diesen "Fall" empören und versuchen zu helfen :)

ps: jap, es ist genau so, wie ich es hier geschildert habe.. auf meine und andere Kommentare hin meinte sie dann auch noch "ich hab halt keine Ahnung von Kleinkatzen und wusste es eben nicht, bleib mal aufm Teppich" und das macht es für mich noch schlimmer. soweit ich weiß besagt das Tierschutzgesetz doch auch, dass der Halter eines Tieres über erforderliche Kenntnisse zum Tier verfügen muss, oder? mit der Aussage (die leiiiider nicht mehr aufm Screen zu sehen ist, aber von einer Gruppen-Userin belegt werden würde) hat sie sich doch somit strafbar gemacht, oder nicht?

Danke für Deine Info … Unkenntnis ist leider kein Tatbestand, der einen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Dennoch sollte man versuchen, gegen solche Dinge anzugehen. Vor allen Dingen dann, wenn es sich tatsächlich um Tiervermehrung aus Profitgier handelt. Hast Du dafür irgendwelche Hinweise? Evtl hilft doch eine Frage beim Veterinäramt, vllt können die doch Druck ausüben. Aber was für ein Sumpf, dass in dieser Gruppe anscheinend öfter lebende Tiere gehandelt werden …

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