Die Feuerwehr hat unsere Katze gerettet. Wer trägt die Kosten dafür? Und wie hoch werden die Kosten sein?

Also, unsere Katze hing letzte Nacht an der Dachschräge, weil er irgendwie rausgesprungen ist. Wir haben alles versucht, um ihn dort wieder hoch zu holen, aber er hat sich nicht getraut mit Hilfe einer decke sich wieder hoch zu krallen.

Schliesslich blieb uns nichts anderes übrig, als die Feuerwehr zu verständigen. In der Zeit bis sie kommen, haben wir weiter ohne Erfolg versucht ihn hochzubekommen. Als dann die Feuerwehr kam und den Wagen für die Rettung vorbereiteten, indem sie den Kran bewegten, hat unsere Katze durch den Lärm Panik bekommen und ist vor Schreck zu uns hoch geklettert.

Nun hatte die Feuerwehr doch nichts mehr zu tun, ausser dass die Katze dank ihnen Angst bekam vor dem wagen. Nun stellt sich die Frage wegen der Kosten. Fallen uns jegliche kosten an und wenn ja wie viel ungefähr?

Freue much über hilfreiche Antworten!

5 Antworten

Die Kosten eines Feuerwehreinsatzes richten sich nach der örtlichen Gemeinde-Gebührenordnung. Jeder Feuerwehrangehörige der an dem Einsatz beteiligt war wird pro Stunde in Rechnung gestellt und jedes Fahrzeug ebenfalls.

Der springende Punkt ist, ob eine Rechnung gestellt wird.

Feuerwehreinsätze sind nämlich nur dann kostenfrei, wenn es um Sachen wie Brandbekämpfung, Menschenrettung oder Rettung erheblicher Sachwerte, Gefahrenabwehr oder Katastrophenschutz im weitesten Sinne geht.

" Katze vom Baum holen " gehört normalerweise nicht zum kostenfreien Aufgabengebiet. Kann aber durchaus sein, daß die entsprechende Gemeinde kulant reagiert und keine oder nur eine kleine Rechnung schickt.

Drehleitern oder Hubarbeitsbühnen können schon mal 200...250€ die Stunde kosten. Feuerwehrleute liegen bei 30...35€ pro Nase und Stunde.

Naja, doch. Tierrettungen gehören an sich schon zum kostenfreien Aufgabengebiet. Siehe z.B. BayFwG Art. 28 Abs. 2 Nr. 2

Kommt vielleicht bisschen spät aber hab lange nach dem Vorfall ein Brief von der Stadt bekommen und eine Rechnung von 70 Euro erhalten. Passiert nunmal, bezahlt und gut ist..

Danke für eure Antworten.. Außer auf die Rechtschreibnazis.

Ich hatte aus Eile mit einem kompliziertem Smartphone geschrieben & dann wurde ich trotzdem vollgelabert.

Peinlich sowas :D Werdet doch Deutschlehrer.

Ich weiß, dass man einen Einsatz selber bezahlen muß, wenn man grob fahrlässig handelt. Das kommt immer auf die Menge der Feuerwehrleute und der Autos an, die gekommen sind. Ich kenne einen Fall, da mußten die Eltern von Schülern 1300€ bezahlen, weil einer mit einer Spraydose mit Absicht falschen Alarm ausgelöst hat. Da kamen allerdings zwei Autos und mindestens 12 Mann. - Ich vermute mal, dass bei euch nur ein Auto und höchstens 2 Mann kamen. Solltest du es je bezahlen müssen, würde ich mal auf 200-300€ tippen. Allerdings lag ja hier ein wirklicher Notfall vor. Ich drücke dir die Daumen, dass es nichts kostet.

Ich hatte vor langen, langen Jahren auch mal den gleichen Fall mit einer Katze, allerdings ohne Feuerwehr. Wir waren gerade eingezogen, und die Fenster noch nicht vernetzt. Einer war so doof und hat die Leiter unter dem Dachfenster stehen gelassen, da ist der Kater über die Leiter auf´s Dach. Der saß auch ganz jämmerlich in der Dachrinne, und wir haben STUNDEN gebraucht, ihn davon zu überzeugen, sich an einem langen Stück Teppichrest festzuhalten, damit wir ihn hochziehen konnten.

Gleich im Rahmen der Renovierung wurden bei uns alle Fenster inclusive der Dachterasse fest vernetzt, nachdem der dumme Kater zwei Tage später dann über die Dachterasse ein zweites mal entwischt ist. Das würde ich dir auch dringend empfehlen. Denn sonst sucht sich das Tierchen erneut einen Weg.

Katzennetz gibt´s günstig bei Ebay, und Bauanleitungen für Balkonvernetzungen findest du im Internet.

Naja. Also beim Stichwort "Katze auf Dach" kommt m.E. niemand auf "grob fahrlässig gehandelt", vor allem weil ein Tier eben einen eigenen Willen hat und alles mögliche anstellen kann. Besonders Katzen, da die ja normalerweise Freigänger sein sollten.

Na, grob fahrlässig wäre gewesen, der Katze den Zugang zum Dach zu ermöglichen... . Das muß hier vor Ort entschieden werden, ob das so gesehen wird, oder nicht. Ich hoffe nicht.

Und Katzen können nun mal nicht überall Freigang genießen. Viele Katzen werden von den Tierheimen auch nur in Wohnungshaltung abgegeben. Denn es ist auch nicht logisch, dass Tierschützer Katzen aus schlechter Haltung retten, sie aufpäppeln, um sie dann überfahren, stehlen oder von Katzenhassern mißhandeln zu lassen. Katzen, die ausreichend Platz und Klettermöglichkeiten, sowie genügend Rückzugsmöglichkeiten und vielleicht noch einen vernetzten Balkon haben, können sich sehr wohl auch in einer Wohnung wohlfühlen. - Katzen sind Gewohnheitstiere, daher fehlt ihnen nichts, wenn sie gewöhnt sind, in einer Wohnung zu leben. Schwieriger wird es, eine Katze, die jahrelang Freigang hatte, an eine Wohnung zu gewöhnen.

Soweit ich weiß, ja. Und das ist nicht billig. Rufe aber doch mal dort an und erkundige dich. Dann weißt du es genau.

Weitere Katzenfragen zu "Tierrecht"