Gibt es hypoallergene Katzen oder nicht?

Hat sich eine/r von euch mal intensiver mit dem Thema befasst? Im Internet finde ich nur widersprüchliche Informationen: Mal gibt es Listen allergenarmer Katzen, dann wieder heißt es, sowas sei nur ein Mythos.

Würde mich sehr über verbindliche Infos und Erfahrung freuen, danke :)

11 Antworten

Hallo TraumVomSommer,

Der Mythos der Hypoallergenen Katze, ist ein Ammenmärchen !

Eine Katzenallergie hat NIE etwas mit dem Fell und/oder den Schuppen zu tun. Das ist ein Mythos der sich echt hartnäckig hält. Man reagiert ausschließlich auf das Hauptallergen, das aus einem Protein, also ein Eiweiß (Fel d 1) besteht. Der Speichel der Katze, so wie der Urin und das Sekret der Hautdrüsen (Tränen-, Talg und Analdrüsen) enthalten dieses Protein. Es ist in der Tat so, das nicht jeder der an einer Katzenallergie leidet auf alle Katzenarten gleich reagiert. Das hängt von der Produktion des Protein Fel d 1 ab, das Katzen abhängig von Alter, Rasse und Geschlecht verschiedene Mengen der Substanz abgeben. Noch bis zwei Jahre nach Entfernen einer Katze aus dem Haus, sind Katzenallergene nachweisbar.

Eine wirkliche Therapie gibt es leider nicht. Es gibt gegen die verschiedenen Symptome Medikamente, die sogenannten Antihistaminika. Dazu bitte einen Allergologen aufsuchen und Testen, so wie beraten lassen. Oder man kann sich Hyposensibilisieren lassen. Allerdings ist das auch keine heilende Lösung. Denn eine Allergie läßt sich nicht heilen, laut dem Facharzt für Lungenheilkunde Norbert Mülleneisen, Leverkusen, der dazu etwas veröffentlicht hat. Das Ziel einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt, ist es, die Empfindlichkeit des Allergens herab zu setzten. Eine Behandlung dauert 36 Monate. Danach fällt die allergische Reaktion harmloser aus. Die Kosten muss man hier oft selbst tragen, da die Kassen mit dem Argument kommen, das man Tieren ausweichen kann. In den meisten Fällen muss die Katze also leider abgegeben bzw. der Kontakt zu Katzen vermieden werden.

Alles Gute

LG

Schau mal:

"Mit meiner Katzen- oder Hundehaarallergie kann ich eine hypoallergene Rasse halten": 

Leider, bedauert Stukus, gebe es so etwas wie hypoallergene Katzen oder Hunde nicht. Es seien auch gar nicht die Haare selbst, auf die manche Menschen allergisch reagieren; die Allergene würden vielmehr über den Speichel, die Schweißdrüsen oder Drüsen rund um den After freigesetzt.

LG Pummelweib :-)

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/849858/hypoallergene-katzen-co-sechs-groessten-allergie-irrtuemer.html

Die verbindliche Info ist, dass man dir da keine verbindliche Info geben kann. Jeder Allergiker ist anders, manche reagieren auf die Katzenhaare am Pulli des Typen, der 10m weg sitzt, und andere können stundenlang mit einer Katze schmusen, bevor sie niesen müssen.

Ebenfalls immer anders sind Katzen. Die eine ist in ihrer Allergikerfreundlichkeit total aggressiv, die nächste verträglicher.

Diese allergikerfreundlichen Tiere sind "eine gute Idee", aber das entbindet den Allergiker nicht von der Pflicht, sich und das Zusammenleben mit dem Tier ausführlich zu testen. 

Ich bin zum Beispiel hochallergisch auf den Antiallergikerhund meiner Oma, während die Katze meiner Schwester mir kaum was ausmacht, und meine Katzenallergie ist schlimmer als die auf Hunde. 

Da gibt's keine Verbindlichkeiten.

Da hast du natürlich völlig recht, es gibt keine Garantie und immer Ausnahmen. Aber verstehe ich dich richtig, dass es durchaus allergiefreundliche Rassen gibt oder meinst du damit einzelne Tiere, die allergiefreundlicher sind, unabhängig von Rasse o.ä.?

Es gibt - sowohl bei Hunden als auch bei Katzen - mittlerweile Tiere, die als allergikerfreundlich verkauft werden. Dazu gehört zum Beispiel der Hund meiner Oma, so ein weißer kleiner Pudel (Labradoodle?). Die sind als Tiere beschrieben, die auch von Tierhaarallergikern problemlos gehalten werden können.

Aber: Keins dieser Tiere ist so gezüchtet, dass kein Allergiker der Welt darauf reagiert. Es gibt schlicht keine Garantie, weil jeder Allergiker und jede Schwelle, ab der man reagiert, unterschiedlich ist. 

Deshalb kann man als Allergiker nicht fröhlich losziehen und sich solch ein Tier kaufen. Weil die Gefahr, dass man eben doch reagiert und das Tier wieder abgeben muss, da und reell ist.

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