Babykatze zulegen: Was benötigt man als Grundaustattung?

Hallo, gestern haben wir uns darauf geeinigt uns eine kleine Katze zu kaufen. Nur leider hab ich keine Erfahrungen mit Katzen.

Also ich weiß grob, was Katzen brauchen würde mich aber gerne nochmal informieren. Danke schon im voraus :)

8 Antworten

Transportbox für den Tierarzt, Katzentoilette (verständlch für was), Katzenstreu + Schaufel (nimm eine Streu die klumpt so kannst du Kot und Urin besser entfernen), Katzenfutter + Leckerli's & Wasser (Nass-und Trockenfutter), einen Kratzbaum (für die Krallen), Katzenspielzeug (vielleicht so eine Plüschmaus an einem Faden), wenn du einen Balkon hast vielleicht ein Katzenschutznetz, Kamm/Bürste eventuell auch Flohkamm, ein Korb (in dem sie schlafen kann),Futter und Wasserschüssel. ich hoffe ich konnte helfen :)

Ja dankeschön :)

Alles so weit, so gut - bis auf das Trockenfutter! Begründung: Es wird zwar als Katzenfutter deklariert, hat aber nichts mit artgerechter Ernährung zu tun (==> siehe meine ausführliche Antwort).

Wenn überhaupt(!) kann Trockenfutter als Leckerli gegeben werden (10-15 Stück pro Tag und Katze). Eine gute Wahl sind z. B. Knabberstangen (natürlich nur die zucker- und getreidefreien und mit 95% Fleischanteil). Im Prinzip stellen sie ein Halbfeuchtfutter dar (Flüssigkeitsgehalt zwischen 14 und 31%). Weitere Vorteile: Durch die Perforation und Einzelverpackungen gerät man nicht so leicht in Versuchung mehr zu geben, wenn sie bettelt; außerdem sind sie eingeschweißt, Stichwort Aromaversiegelung und Schimmelprävention.

Nicht alles, was im Handel für Katzen erhältlich ist, wird ihren Bedürfnissen gerecht - fängt beim Trockenfutter an und hört beim Halsband auf. Alles Geschäftemacherei, die zu Lasten der Tiere geht!

Okay :)

Das Wichtigste ist die Wissensaneignung über Katzenhaltung und -pflege. Da gebe ich dir gern folgendes mit auf den Weg:

  • Stichwort Babykatze: Diese sollte mindestens 12 Wochen (besser wären 16) bei der Mutter bleiben. Dabei geht es neben Sozialisierung auch um eine langfristig gestärkte Immunabwehr. Die Rede ist von Muttermilch, die dem Aufbau der Abwehrkräfte dient, was keine Alternativnahrung dergestalt hinbekommt, siehe auch http://www.tierschutz-lauf.de/abc/vermittlung.htm. Katzenwelpen, die zu früh von der Mutter getrennt werden, können zeitlebens krankheitsanfälliger sein als Artgenossen, die lange genug beim Muttertier waren. Übe dich gegebenenfalls in Geduld - im Interesse der Katzen(!), zumal Babykatzen nicht einzeln gehalten werden sollten, da sie sozialisiert werden müssen und die ersten Monate in der Wohnung verbringen (Stichwort Gefahren).
  • Bitte tu auch einer erwachsenen Katze (solltest du dich umentscheiden) keine Wohnungseinzelhaltung an - nur allzu oft mündet sie leider irgendwann in Verhaltensstörungen (Tapetekratzen, übermäßige Fellpflege mit kahl geleckten Stellen oder gar Urinieren in der Wohnung) - alles rein kummerbedingt! Eine zweite, die ihr das Leben versüßt (gleiches Alter, Geschlecht + Temperament), ist für diesen Fall ein Muss! Nicht raus zu dürfen und einsam in der Wohnung auszuharren, ist schlichtweg grausam. Ein Mensch kann da gar nicht genug entgegenwirken, zeitlich am wenigsten! Die Anwesenheit der anderen Katze ist eine Bereicherung, die nicht unterschätzt werden sollte.
  • Stichwort erster Freigang: Normalerweise muss eine Katze 4-6 Wochen zur Eingewöhnung im Haus bleiben bzw. 1-2 Wochen nach Umzug mit einem bereits vertrauten Besitzer. Dies gilt allerdings für erwachsene Tiere. Babykatzen sollten den ersten Freigang niemals vor dem 6. Lebensmonat erhalten - besser wäre der 9. (Kastration, Chippen und Impfung vorausgesetzt)! Begründung: Für Welpen lauern draußen viel zu viele Gefahren durch andere Tiere, z. B. Habichte usw.. Auch könnten wohlmeinende Leute sie für ausgesetzt halten und sich ihrer annehmen. Ferner ist ihr Orientierungssinn noch nicht ausgeprägt, was zum Entlaufen der Tiere führen kann. Selbst, wenn du meinst, sie wären unter deiner Aufsicht: So schnell kannst du als Mensch gar nicht hinterhereilen, wie sie im nächsten Gebüsch verschwinden. - Schon mal beobachtet, wie flink Babykatzen sind? Da kann selbst das Auge manchmal kaum mithalten!
  • Stichwort Futtermenge: Babykatzen dürfen noch(!) soviel fressen wie sie möchten. Begründung: Es gibt Phasen, wo sie innerhalb kürzester Zeit ihr Gewicht verdoppeln; außerdem schließen Katzen den Großteil ihres Wachstums erst zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat ab. Danach ist die Futtermenge abhängig von Gewicht, Alter, Rasse und Aktivität. Erstgenanntes (und somit das Idealgewicht) kannst du notfalls beim Tierarzt erfragen und es wöchentlich kontrollieren, indem du sie wiegst. Verweigert sie die Waage, stell dich vorher rauf, nimm sie anschließend auf den Arm und zieh dein Gewicht ab. Achtung: Aufgrund der Kastration kann der Energiebedarf um 20-30% sinken, weshalb die Futtermenge dann zu reduzieren ist. Das erfordert Konsequenz, denn oft hat sie noch einen großen Appetit, der ca. 2 Monate anhält. Füttert man unkontrolliert, kann rapide Gewichtszunahme die Folge sein, so dass z. B. eine 4-kg-Katze plötzlich 6 kg wiegt (verbunden mit der Gefahr von Diabetes und Herzkreislauf- sowie Gelenkerkrankungen). Projiziert man das auf den Menschen, würde er kurzfristig von 60 auf 90 kg kommen!

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

  • Stichwort Futterart: Verzichte bitte unbedingt auf Trockenfutter (auch auf getreidefreies)! Begründung: Es hat rein gar nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mach selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Dadurch verliert auch die Magenschleimhaut einen Teil ihrer Schutzschicht und macht die Katze anfälliger für Magenreizungen und -entzündungen, die in Geschwüre übergehen können. Was erschwerend hinzukommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, Blasenentzündungen (da weniger Harnabsatz), Verstopfung und Übersäuerung (womit die Krebsgefahr steigt), und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind. Das Risiko von Futtermilbenbefall (Allergieauslöser) steigt bei falscher Lagerung ebenso - mitunter sind gar Rohstoffe bereits damit kontaminiert!
  • Am besten, du gewöhnst sie gar nicht erst an Trockenfutter, und sie wird es dir mit einem gesunden und langen Leben danken. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann musst du zumindest nicht bei dir anfangen!
  • Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 Tierärzte:
  • Zitat Lisa A. Pierson (DVM = Doctor of Veterinary Medicine): Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter-Diät empfehlen anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser.
  • Zitat Dr. Bettina Brabänder: Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als ständige Kost nicht gesund.
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst: Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen.
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs: Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzern das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier.

Die beste Wahl ist Nassfutter mit 60% Fleisch-Mindestanteil ohne Getreide und Zucker. Mittel- bis hochwertig sind folgende Sorten:

  • Real N*ture
  • Animonda C*rny
  • Gr*u und
  • M*C’s (alle erhältlich im Zoofachhandel).

Völlig akzeptabel und somit ein Kompromiss zwischen Geldbeutel und Qualität sind diese Sorten:

  • L*x (erhältlich beim A-Discounter Nord)
  • C*chet (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim A-Discounter Süd)
  • B*anca (alle, außer „Geflügel und Leber in Wildgelee“ ==> hellgelbe Dose; erhältlich beim P-Discounter) sowie
  • Opt*cat (Achtung: nur die zucker- und getreidefreien Sorten; erhältlich beim L-Discounter).
  • Lege deiner Katze kein Halsband an - Strangulationsgefahr! Trage auch dafür Sorge, dass kein Spielzeug liegen bleibt, womit sie strangulieren kann (Spielangeln etc.).
  • Stelle kein Fenster auf Kipp, wenn sie ohne Aufsicht ist. Das kann ebenso zur tödlichen Falle werden!

…, mal wieder fehlender Platz ;-)

  • Setze deiner Katze keinen Zigarettenqualm aus, denn erstens atmet sie das Gift über die Lunge ein, und zweitens nimmt sie es durch die Fellpflege zusätzlich oral auf, so dass es sich im Magen- und Darmtrakt niederlegt. Bedenke: Es sterben doppelt so viele Katzen an Krebs, die Passivrauch ausgesetzt sind, wie Katzen aus Nichtraucherhaushalten! Bei 2 Rauchern wird das Risiko gar vervierfacht!
  • Lass keine Schokolade rumliegen - sie ist pures Gift für Katzen und kann je nach Dosis tödlich sein! Bemerkst du den Verzehr, such unverzüglich einen Arzt auf anstatt erst bei Symptomen wie Krämpfen oder Erbrechen tätig zu werden. Innerhalb von 2 Stunden(!) kann dieser die Gefahr durch Verabreichen von Xylazin noch gänzlich abwenden.
  • Gib ihr kein rohes Schweinefleisch, auch das kann tödliche Folgen haben.
  • Gib ihr bitte auch keine Katzenmilch! Diese ist zwar laktosefrei, enthält jedoch Zucker. Besser (da gesünder) ist laktosefreie Milch aus dem Handel. Jene ist zuckerfrei und obendrein um ein Vielfaches günstiger.
  • Stichwort Erziehung: Wenn sie unerwünschtes Verhalten zeigt (z. B. Kratzen an der Tapete), dann begegne ihr mit einem scharfen Naaaaaa. Reagiert sie nicht, klatsche zusätzlich laut in die Hände, am besten in direkter Nähe. Warum? Weil Katzen Lautstärke und Schreckmomente hassen! Irgendwann wird sie ihre "Schandtaten" mit der Lautstärke und dem Schreck verbinden und sie unterlassen. Wichtig: Niemals ihren Namen dabei rufen! Sie soll ihn schließlich auch noch positiv wahrnehmen, wenn sie kommen soll wegen Fressen, Streicheln oder Spielen. Es erfordert womöglich Geduld, doch Katzen sind durchaus erziehbar - ich zumindest habe es mit dieser Methode hinbekommen.
  • Stichwort Zahnpflege: Um Zahnstein und Zahnfleischentzündungen weitestgehend vorzubeugen (die Entzündungswerte im Blut können das Herz in Mitleidenschaft ziehen und lebensbedrohlich werden), putze ihr 2 bis 3x pro Woche die Zähne mit einer Katzenzahnbürste und Katzenzahnpasta (z. B. mit Geflügelaroma; kein Ausspülen erforderlich); beides bekommst du im Zoofachhandel und ist dort günstiger als in der Tierklinik. Beim Zähneputzen lege sie auf den Rücken und halte mit der linken Hand sanft ihre Vorderläufe fest, während du mit der rechten putzt; und bloß nicht dabei reden, das kann sie nervös machen! Nach einer halben Minute ist alles vorbei, gib ihr dafür ein großes Lob! Zahnpflege ist neben einer artgerechten Ernährung der effektivste Weg, Zahnsanierungen zu vermeiden - beim Menschen verhält es sich nicht anders. Außerdem ist Vorbeugen stets besser als Heilen! - Natürlich muss sie es sich gefallen lassen. Die ersten Male habe ich meine auch nur an der Pasta schnüffeln lassen und mich peu à peu weiter vorgearbeitet. Inzwischen geht es nur noch zack-zack, und in null Komma nichts sind die Zähne wieder sauber. - Und nicht nur das: Auch ihr Atem ist wesentlich frischer ;-) Ist sie jedoch nicht an die Prozedur zu gewöhnen, empfiehlt sich alternativ ein rohes Stück Rindfleisch.
  • Stichwort Ausrüstung: Du benötigst 2 Futternäpfe je Tier, einen deckenhohen Kratzbaum (bei 2 Tieren ggf. einen weiteren), 2 Klos bei einer Katze (ansonsten lautet die Faustformel Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo), Katzenstreu, Transportbox(en), Flohkamm, Flohkuren, Wurmkuren, Spielzeug sowie Katzenzahnbürste(n) und -zahnpasta.
  • Lass sie mit 5-6 Monaten kastrieren, und zwar aus folgenden Gründen: Verringerung des Katzenelends (weniger überfüllte Tierheime + kürzere Tierheimaufenthalte, wenn sich die Gesamtauswahl durch Kastration verkleinert), kleineres Revier (==> dadurch seltenere Kämpfe, bei denen durch Bissverletzungen die tödlich verlaufende Krankheit Katzenaids übertragen werden kann; kleineres Entlaufungsrisiko + kleineres Verletzungsrisiko im Straßenverkehr), kein Stressverhalten (z. B. Markieren von Wohnungsmobiliar + ständiges Maunzen), größere Menschenbezogenheit (da Paarungsbereitschaft nicht mehr im Fokus steht), keine Gefahr von Gesäugekrebs + lebensgefährlichen Gebärmuttervereiterungen bei der Kätzin bzw. keine Gefahr von Hodenkrebs, Hodenhochstand (Kryptorchismus) + keine Prostataerkrankungen beim Kater sowie eine im Schnitt 9 Jahre längere Lebenserwartung.

Ich hoffe, das reicht soweit an Informationen.

VOR dem Kauf einer Katze informieren wie man mit einer Katze umgeht!!!!!!

Wie schon geschrieben wurde: Darf die Katze raus, kann man eine alleine halten. Ist es eine Wohnungskatze, dann sollte man zwei nehmen. Pro Katze 1 Klo + 1 Klo zusätzlich. Spielzeug wie Rascheltunnel, Spielangeln, Stoffmäuse usw. Transportkorb, Schale für Essen und Trinken, Kratzbaum oder Kratzbrett, Nass und Trockenfutter (Trockenfutter ist gut für die Zähne), Leckerlies. Katze zum Tierarzt bringen und impfen lassen. Kastrieren lassen wenn sie alt genug ist, CHIP wäre auch sinnvoll (unbedingt registrieren lassen)

Sie informieren sich doch vor der Anschaffung...

Zwei Korrekturen zu Deiner Antwort:

Kitten auch dann nicht alleine, wenn sie später Freigänger sein sollen. Sie dürfen auf keinen Fall vor der Kastration mit fünf bis sechs Monaten raus, besser erst mit mindestens acht Monaten da sie zuvor noch so klein sind, dass sie in das Beuteschema von Füchsen oder Greifvögeln passen. So lange wäre die Katze Einzelkatze in Wohnungshaltung.

Trockenfutter ist nicht gut für die Zähne. Leider ist dieses Gerücht kaum auszurotten. Zahnpflege bei Katzen mit Trockenfutter funktioniert genauso "gut" wie Zahnpflege bei Menschen mit Kartoffelchips oder Keksen.

@ chris0301: Sorry, eher müsste man sagen „Bitte vor dem Ratgeben informieren“, denn wärst du es, würden Sätze wie „Trockenfutter ist gut für die Zähne“ nicht fallen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall, und es ist nur allzu plausibel, da Trockenfutter (ebenso wie manches Nassfutter) Zucker enthält, dieser jedoch Karies- und Zahnsteinverursacher Nummer Eins ist - ganz zu schweigen von den Stärkeresten, die sich auf die Zähne legen und sie quasi „verkleben“. Das Fatale: Die Beläge härten innerhalb weniger Tage aus und bieten Nährboden für weitere Ablagerungen, die in Zahnfleischentzündungen übergehen können. Am Ende kann dadurch der gesamte Organismus beeinträchtigt werden, denn sobald die Bakterien in die Blutbahn gelangen, können sie Herz-, Leber- und Nierenentzündungen hervorrufen. Gern gebe ich dir einen Artikel, in dem die Tierärztin Dr. Bettina Brabänder deshalb zu Wort kommt. Die These, dass Trockenfutter die Zähne reinigt, kommentiert sie mit „reiner Blödsinn“ und weiter mit „Da ist meist versteckter Zucker drin und damit steigt die Kariesgefahr“, siehe http://www.t-online.de/lifestyle/tiere/katzen/id_14346784/tiere-trockenfutter-ist-schaedlich-fuer-katzen.html. Auch aus diversen anderen Gründen ist Trockenfuttergabe ein NoGo, siehe hierzu bitte meine ausführliche Antwort!

Ferner kann ich mit deiner Aussage „Wie schon geschrieben wurde: Darf die Katze raus, kann man eine alleine halten“ nichts anfangen, weil sowas schlichtweg keiner in diesem Thread geschrieben hat und bei Babykatzen (um die es hier geht) obendrein das Gegenteil der Fall ist, Stichwort Gefahren und Sozialisierung.

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