Erwachsene Katze beibringen zu lieben - wie stelle ich das an?

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass mein Süzza, ein Einzelgänger der jeden hasst, sich verändern kann. Er ist aggressiv und als ich ihn bekommen hab, hatte ich noch kein Gehirn und konnte es ihm nicht beibringen :/ jetzt lehnt er alles ab. Streicheln ist okay, aber sobald ich ihn hochnehme rastet er aus und will weg. Was soll ich tun?

11 Antworten

Einfach mal abwarten. Wie lange hast Du ihn denn?

Meine war am Anfang auch so ein "Pflegefall". Hochheben ging zwar für kurze Dauer, damm wollte sie auch schon wieder runter. Dagegen kommt sie nahezu jede Nacht ins Bett zum Kuscheln.

Streicheln, mal so mal so, aber eher lieber nicht zu lange.

Was das Hochheben angeht, wie es ausschaut, bin ich der einzige, der das darf und ärgern darf ich sie auch schon mal, ohne dass gleich die Krallen kommen. Am Anfang war das bei ihr anders.

Ich denke, wenn Dein Kater merkt, dass Du lieb und nett zu ihm bist, dann wird er eventuell auch mehr auftauen. Manche Katzen brauchen da gefühlte Ewigkeiten, bis sie auftauen.

Wie meine Katze :D Ich hab viel Schweiß und Blut gebraucht um sie zu zähmen. Ich hab es gelassen, sie gegen ihren Willen hchzunehmen und jetzt kommt die manchmal von selbst angeschissen und kann 10 Minuten nicht von mir ablassen, ... bis ich natürlich wieder langweilig werde. :(( Sie wird auch sehr lieb, wenn Katzenmilch, Nassfutter und meine Lieblingspflanze wieder verspeist werden dürfen, natürlich nicht täglich, sie soll ja lieb zu mir sein und für ihre Luxusgüter arbeiten! :D Nein, ganz ehrlich, ich habe sie seit 9 Jahren und erst seit einem jahr ist sie so, ich denke, das kommt mit dem Alter und die Zeit, die du mit ihr verbringst.

Man kann einer Katze nicht beibringen "zu lieben". - Man kann ihr bestenfalls Liebe und Zuneigung entgegenbringen und darauf hoffen, dass sie aufgrund des damit entstehenden Vertrauensverhältnisses einem selbst "Liebe", oder das was man dafür hält, entgegenbringt.

Was du in deinem Fall vor allem tun musst ist, deinen Kater zu "lassen", ihn nicht ständig zu verfolgen, hochzunehmen und ihm insgesamt deine Gefühle aufzuzwängen, sondern ihm seine Ruhe zu lassen. - Katzen mögen keine Nachstellungen, so gut sie von uns aus gemeint sein mögen. - Lass ihm also seine persönliche Entfaltungsmöglichkeit, seine Ruhezeiten, füttere ihn gut (vor allem auch kein "Billig-Schrottfutter") und dann hoffe, dass er dir irgendwann - das kann Jahre dauern - die Zuneigung und Liebe entgegenbringt, welche du erwartest.

Es gibt dafür jedoch keine Erfolgsgarantie, denn auch Katzen haben wie Menschen und andere Tiere ganz unterschiedliche Charaktere. - Vor allem wende dich nicht ab von deinem Kater, wenn dein Plan je nicht gelingen sollte. - Man hat kein Recht auf Liebe, schon gar nicht gegenüber Tieren. Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg.

P.S.: Meine Empfehlung spreche ich aus meiner eigenen, langjährigen Erfahrung mit Katzen und anderen Tieren aus.

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