Katzen abgeben wegen Kind?

Seit 1,5 Jahren ist unser Sohn nun bei uns. Seit 1,5 Jahren uriniert die Katze wo es ihr passt. Selbst viel Aufmerksamkeit schenken bringt nichts, sie pisst trotzdem auf alles was ihr passt. Langsam denke sogar ich daran Sie abzugeben. Meine Frau entwickelt langsam Hass gegenüber der Katze weil die ganze Couch verpisst ist. Ich liebe meine Katze aber bin selbst am überlegen Sie abzugeben da es einfach nicht aufhört. Was meint ihr?

7 Antworten

Wir hatten leider das selbe Problem. Unser Kater kam mit der Geburt unserer Tochter garnicht klar.
Sofa, Teppich, stuhlkissen, Schmutzwäsche, saubere Wäsche, Schuhe, Kinderwagen.... nichts war mehr "sicher" vor ihm. Er war vorher 5 Jahre stubenrein.
Auch hier half mehr Aufmerksamkeit nicht. Dann hat er sich bei der kleinen im Wagen aufs Gesicht gelegt, als sie im kiwa schlief. Wir mussten ihn aus dem Schlafzimmer sperren weil er sich immer auf sie legte, damit würde alles nur noch schwieriger.
Wir wussten, dass er mit der jetzigen Situation schon nicht klar kommt und wenn dann auch noch das zweite Baby da ist, wird es für ihn noch schlimmer.
Also haben wir eine ganz tolle Familie gesucht für ihn. Die hatten ein 12 jährigem Sohn und ich bekomme immer mal wieder Fotos wie es ihm geht. Nach 4 Wochen bei der Familie war er viel ausgeschlossener, ging sogar zu fremden Besuchern und das pinkeln hatte sich auch wieder eingestellt.
Es war die schwerste Entscheidung die ich bisher treffen musste. Aber rückblickend, weiß ich, für das Tier und die Sicherheit meiner Tochter und auch meines ungeborenen Sohnes (habe keinen cmv Schutz und da immer voll gepinkelte Sachen anfassen ist ja auch ein enormes Risiko) war es das beste!
Es geht ihm jetzt sehr gut und ich bin froh, dass er sich wieder wohl fühlt.
Manchmal muss man so einen Schritt machen, um es dem Tier zu erleichtern. Und "erst nachdenken und dann Tiere anschaffen" ist in solchen Situationen ziemlich blöd, denn man kann nie wissen wie so ein Tier auf solch eine Veränderung reagiert. Die einen lieben das Baby die anderen sind überfordert, eifersüchtig, gestresst oder wie auch immer.

Danke Ihnen für die Antwort!!!

Hmm, eineinhalb Jahre Gewohnheit kriegt man aus einer Katze so leicht nicht raus.

Selbst wenn es noch frisch wäre, würde es viel Geduld, Aufmerksamkeit und Ruhe benötigen um die Katze mit der Zeit vom markieren abzubringen. 

Noch ist euer Kind so klein das noch keine "allzu" große Bindung zu dem Tier besteht... Noch habt ihr also alle Möglichkeit offen.

Ich verstehe auch den Gedanken "Ich kann nicht mehr, ich ertrage das nicht mehr". An diesem Punkt war ich auch schon mal in der Markierphase unseres Katzenweibchens. Glücklicherweise ging das mit viel Geduld und Ruhe wieder weg.... dennoch sind wir aufmerksam und vorsichtig geworden.

Bei euch zieht sich das nun seit anderthalb Jahren hin... ob und wie man da noch etwas verändern kann (im Verhalten des Tieres, in eurem Verhalten) weiß ich wirklich nicht.

Vielleicht würde es der Katze in einer anderen Umgebung, vielleicht in einer anderen Familie mit der Zeit besser gehen - wer weiß das schon.

Ihr, als Eltern, habt eben auch die Verantwortung für euer Zuhause und euer Kind zu tragen. Ihr wollt sicherlich mal jemanden einladen, ohne sich für eine Stinkeecke schämen zu müssen.

Wie auch immer ihr euch als Paar entscheiden werdet, eure Katze hat nur reagiert... nicht aus Wut oder Bosheit... sondern einfach nur reagiert.

Das kenne ich leider auch. Haben auch so ein Prachtexemplar und das Problem seit ca. 4 Jahren. Und sind auch am Hadern, ob wir unsere weggeben, zumal sie diesen Herbst 18 Jahre alt wird. Seitdem unsere andere Katze letztes Jahr verstorben ist, wurde es nach einiger Zeit noch schlimmer.

Bisherige Maßnahmen:
Wir lassen sie nachts nicht mehr ins Wohnzimmer, die muss auf der Eckbank schlafen. Keine Teppiche außerhalb des Wohnzimmers.
Zwei Klos werden regelmäßig gereinigt.
Kinderzimmer und Schlafzimmer werden immer verschlossen, soweit möglich.
Textilien, Schuhe und andere Sachen liegen bzw. sind nicht mehr am Boden.
Wenn sie ihre Aufmerksamkeit fordert, bekommt sie die auch weitgehend. Da sie recht alt ist und viel schläft, ist das ca. 1-2 mal pro Tag.

Damit konnten wir das etwas eindämmen, aber leider nicht vollständig.

Da wir keine Katzen mehr möchten (steht in nicht allzu ferner Zukunft auch ein Umzug an), holen wir keine neue.

Wahnsinn. Aber sich so einzuschränken ist auch nichts finde ich!

Besser als vollgepisste Schuhe, Taschen, Decken, Tücher, Kleidungsstücke, Teppiche, Betten, Spielsachen etc.

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