Können Katzen traurig sein?

Meine Katze hat ja vor 5Wochen Babys bekommen , nun ist es zwar so das sie die kleinen gesäugt hat, aber sich weiter nicht drum gekümmert hat.

Seid letzter Woche, wo die kleinen feste Nahrung bekommen, scheint sie sich für die Kitten gar nicht mehr zu interessieren...

So bald die kleinen ankommen um sie zum Spielen zu animieren oder sie kuscheln wollen geht sie einfach.

Die kleinen schauen ihr dann irgenwie verwirrt / traurig nach...das bricht mir das Herz.

Mich würde intressieren ob die kleinen wirklich traurig oder so sind, aber sie kennen das ja auch nicht anderes.

15 Antworten

Natürlich können Tiere auch traurig sein, aber bestimmt nicht in dem Ausmass, wie Du es dort reininterpretierst. Du projezierst da viel von Deinem natürlichen Empfinden zu einer gesunden Mutter-Kind-Beziehung rein und bist vermutlich trauriger als die Katzenkinder, die sich relativ schnell mit dieser Situation abfinden.

Dazu neigen wir Menschen oft, stimmt :) Auch wenn z.B. die Rangordnung geklärt wird durch verkloppen. Ich denk da auch immer: Der Arme!

Aber ehrlich, lieber so als anders. Lieber interpretieren wir zu viel Gefühle hinein als zu wenige.... sonst stünde es noch viel schlimmer um die armen Tiere.

Bitte verwechsle Katzenkinder nicht mit Menschenkindern, die viel länger von den Müttern betreut werden müssen. Katzenmütter (Hauskatzen, Wildkatzen, Tiger ...) "spielen" nicht mit ihren Jungen. Sie schauen zu, wenn die Jungen spielen und sorgen für Sicherheit und Futter.Und lassen üblicherweise ihre Jungen oft alleine, weil sie auf die Jagd gehen müssen. Wenn sie kleinere Beutetiere fangen können, bringen sie diese Beute lebend zu ihren Jungen, damit diese jagen lernen. Und alle Säugetiere werden mit einem gewissen Alter vom Muttertier vom Saugen entwöhnt, indem sich das Muttertier entfernt oder es die Jungen auch aktiv vertreibt. Deine Gefühle von Traurigkeit haben nicht deine jungen Katzen, sondern liegen in deiner menschlichen Empfindung.

Autsch! Du liegst falsch! Ich habe mehr als einmal erlebt, dass insbesondere junge Katzenmütter sehr ausgiebig und mit einem Höllenspass mit ihren Kindern gespielt haben. Auch Löwen (sogar männliche) habe ich schon mit ihren Kindern spielen gesehen. Im übrigen, würde die Natur den Katzen nicht ins Handwerk pfuschen und sie schnell wieder trächtig werden lassen, dann würden sie ähnlich wie Menschenmütter viel länger eine intensive Bindung zu ihren Kleinen haben. Das kann man ganz konkret an den Beispielen verfolgen, in denen die Katzenmutter ca. 4-6 Wochen nach der Geburt kastriert wurden. Es ist, als ob sie sich erneut auf ihren Status als Mutter besinnen würden. Unsere Kleinen sind jetzt fast 5 Monate alt und haben immer noch eine ganz enge Bindung an die Mutter. Anders herum sieht man auch bei Menschen, die sich mit der Unbill des Lebens mehr herumschlagen müssen als andere, dass sie die zärtliche Mutterbindung zu ihren Kindern auch früher beenden als Mütter, die unter luxuriöseren Umständen leben. Sooo anders sind wir Menschen gar nicht, auch wenn wir das vielleicht gerne denken.

für die mutter ist sowohl das säugen als auch die erziehung und das damit verbundene spiel mit ihren babies sehr anstrengend. sie zieht sich irgendwann zurück weil ihre kleinen eine gewisse selbstständigkeit erreicht haben. auch für die kitten ist das ein lernprozess mit dem sie sich abfinden müssen. im grunde ist es nicht anders als bei uns menschen.

Weitere Katzenfragen zu "Verhaltensweisen"