Einige Fragen rund um die Katze und ihr Futter?

Hallo,

ich bin schon ganz aufgeregt :D In ca. 5-7 Wochen bekomme ich 2 Babykatzen in die Wohnung und habe da erstmal ein paar Fragen: Ich habe bei den Läden hier in der Nähe (Aldi, Norma, Nahkauf) wirklich bei jedem Futter auf die Inhaltsstoffe geschaut und habe bis jetzt nur ein Dosenfutter in Aldi gefunden, was halbwegs gut ist. Das hat zumindest keinen Zucker und ,soweit ich mich erinnere, keine tierischen Nebenerzeugnisse, allerdings nur 50% Fleisch Anteil, kann ich das den Katzen vorsetzten? Wirkt sich Futter auf das Alter auf? Sterben die dadurch früher?

Und was ist, wenn die das Futter nicht annehmen, dann muss ich ja dieses andere Futter Whiskas oder sowas verfüttern..? Wie viel Fleischanteil ist Mindestmaß? Allerdings hab ich noch sehr gutes (aber teures) Futter in Norma gefunden, das ist so einn Trockenfutterbeutel, der nur Fleisch und sowas, also kein Getreide hat. Aber da es ja ungesund ist, nur sowas zu essen, kann man die vielleicht als Leckerlie geben? Und wann und wie viel Leckerlie gibt es am Tag oder die Woche?Wie ist das bei euren Katzen und so? :).

Bestellen im Internet geht nicht, da meine Mutter immer gestresst ist oder es einfach nicht mag, dass ich was allein (13 Jahre) im Internet bestelle und ich keine Lust hab, sie zu nerven.

5 Antworten

Stichwort Futterart: Du hast Recht; Trockenfutter ist ungesund. Um näher darauf einzugehen: Es hat nichts mit gesunder Katzenernährung zutun und ist sowohl schädlich für die Zähne (die Stärkereste legen sich als zäher, klebriger Belag auf die Zähne, was Zahnstein begünstigt) als auch die Nieren (Trockenfutter saugt Wasser auf und senkt somit den Flüssigkeitslevel), das heißt eine Katze muss mindestens die 3-fache Wassermenge der aufgenommenen Futtermenge zu sich nehmen, um ihn zu halten, was keinem Tier möglich ist. Mache selber den Test und tropfe Wasser über’s Trockenfutter - du wirst sehen, wie schnell es das aufsaugt, und nichts anderes passiert im Körper der Katze! Was erschwerend hinzu kommt: Fängt sie erstmal an zu trinken, hat die Dehydration (Austrocknung) bereits eingesetzt - oft mit gravierenden Folgen, wenn sie es über die Jahre verteilt ausschließlich erhält, wie etwa Diabetes, Nierenversagen und ein vorzeitiger Tod. Männliche Tiere sind aufgrund ihrer langen Harnröhre umso anfälliger für Harnsteine etc.. Eine Katze braucht schlichtweg Flüssigkeit; von Natur aus ist sie es gewohnt, sie über die Nahrung aufzunehmen in Form von Mäusen, Fischen und dergleichen. Diese bestehen bis zu 80% aus Wasser - Trockenfutter hingegen hat nicht mal 10% Wasser! - Anlass genug, dieses gar nicht erst in Erwägung zu ziehen. Des Weiteren ist Trockenfutter vielfach die Ursache für Übergewicht, und je nach Lagerzeit und -ort können sich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) bilden, die für uns Menschen nicht immer erkennbar sind.

Am besten man gewöhnt eine Katze gar nicht erst an Trockenfutter, und sie dankt es mit einem gesunden und langen Leben. Und sollte sie dennoch derartige Krankheiten entwickeln, was natürlich passieren kann (es gibt ja auch sehr wenige Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen), dann muss man zumindest nicht bei sich anfangen!

Doch leider fängt ein Großteil der Besitzer aus folgendem Grund nicht bei sich an: Viele Tierärzte schieben Diabetes, Harnwegserkrankungen und Niereninsuffizienz fälschlicher- und somit fatalerweise auf das Alter! Grund: Sie haben oft nur unzureichendes Wissen über Katzenernährung, da sie die Informationen aus der Futtermittelindustrie erhalten, deren Ziel u. a. auch der Verkauf von Trockenfutter ist! Nur die wenigsten(!) sind in der Hinsicht so kompetent wie diese 4 Tierärzte:

  • Zitat Lisa A. Pierson (DVM = Doctor of Veterinary Medicine): Es ist unglaublich frustrierend, dass meine Kollegen eine Trockenfutter-Diät empfehlen anstatt Dosenfutter mit zugesetztem Wasser.
  • Zitat Dr. Bettina Brabänder: Das Zeug ist so etwas wie Fastfood bei Kindern und als ständige Kost nicht gesund.
  • Zitat Dr. Ian Billinghurst: Die traurige Wahrheit ist, dass Fertigfutter hilft, Tierärzte mit Patienten zu versorgen.
  • Zitat Dr. med. vet. Dorsie Kovacs: Ungeachtet der irreführenden Werbung kann Trockenfutter wesentlich mehr Probleme verursachen als beseitigen. Die Hersteller machen den Haustierbesitzern das Gegenteil glauben, da buchstäblich Milliarden Verkaufswerte auf dem Spiel stehen. Trockenfutter, fütterungsbereit verpackt, ist speziell für die Bequemlichkeit des Tierbesitzers designed, nicht für das Haustier.

Nicht alles, was im Handel für Katzen erhältlich ist, wird ihren Bedürfnissen gerecht - fängt beim Trockenfutter an und hört beim Halsband auf. Alles Geschäftemacherei, die zu Lasten der Tiere geht!

…, da der Platz leider nicht ausreichte:

Wenn überhaupt(!) kann Trockenfutter als Leckerli gegeben werden (10-15 Stück pro Tag und Katze). Eine gute Wahl sind z. B. Knabberstangen (natürlich nur die zucker- und getreidefreien). Diese gibt es sogar mit einem Fleischanteil von 95%. Weitere Vorteile: Durch die Perforation und Einzelverpackungen gerät man nicht so leicht in Versuchung mehr zu geben, wenn sie bettelt; außerdem sind sie eingeschweißt, Stichwort Aromaversiegelung und Schimmelprävention. Das wäre insbesondere bei größeren Trockenfutterbeuteln nicht möglich, da sie i. d. R. erstmal angebrochen gelagert werden.

Dass du zu hochwertigem Futter greifen willst, d. h. zu Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil ohne Getreide und Zucker, ist die absolut richtige Wahl. Folgendes Nassfutter kann ich empfehlen: Das eine fängt mit L an (erhältlich beim Discounter mit A am Anfang; Dose für 0,49 €) bzw. das andere fängt mit A an (erhältlich im Zoofachhandel; Dose zwischen 1,29 € und 1,39 €). Beide haben einen Fleischanteil von über 60% und sind zucker- und getreidefrei. Zur Not nehme ich auch mal das Futter mit B am Anfang (erhältlich beim P-Discounter; in etwa die Preisklasse des A-Discounters); der genaue Fleischanteil geht zwar nicht eindeutig hervor - ich vermute größtenteils tierische Nebenerzeugnisse - doch dafür ist es zucker- und getreidefrei.

Stichwort Futtermenge und weil viele Katzenbesitzer es nicht wissen: Babykatzen dürfen noch(!) soviel fressen wie sie möchten. Begründung: Es gibt Phasen, wo sie innerhalb kürzester Zeit ihr Gewicht verdoppeln; außerdem schließen Katzen den Großteil ihres Wachstums erst zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat ab. Danach ist die Futtermenge abhängig von Gewicht, Alter, Rasse und Aktivität. Erstgenanntes (und somit das Idealgewicht) kannst du notfalls beim Tierarzt erfragen und es wöchentlich kontrollieren, indem du sie wiegst. Verweigern sie die Waage, stell dich vorher rauf, nimm sie anschließend auf den Arm und zieh dein Gewicht ab.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und viel Spaß mit deinen Katzen!

Danke für das Sternchen, freut mich, wenn ich dir helfen konnte :-)

Ob das Futter gut ist oder nicht, werden dir deine Kätzchen "sagen" ;-) Zu Anfang würde ich das Junior-Futter nehmen und möglichst wenig Leckerli geben (auch wenn es schwerfällt) Du wirst mit deinen beide Kätzchen auch zum Tierarzt gehen, dann kannst du dort nochmal genau nachfragen....kommt auch darauf an sind/bleiben sie Wohnungskatzen oder sind es Freigänger ect..... Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spass mit deinen beiden "Tigern" Lg

Du solltest am besten dort nachfragen, wo Du Katzen herbekommst, was sie seither für Futter bekommen haben. Meist ist es das beste, das weiterzugeben. Leckerlis kannst Du natürlich immer wieder geben, am besten, wenn Du mit ihnen spielst, vielleicht ihnen etwas beibringen konntest. Es soll ja immer ein Belohnung sein.

Ich finde es sehr schön, wenn Du Dich jetzt schon so um die Kätzchen sorgst. Vor allem ist es gut, dass Du 2 nimmst, damit sie nicht so alleine sind.

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