Soll ich meine Perserkatzen, die bisher reine Wohnungskatzen waren, jetzt nach draußen lassen?

Huhu zusammen,

wir sind umgezogen aufs Land vor 2 Wochen, auch wegen unserem Hund. Wir wohnen jetzt im Parterre und haben eine große Terrasse hinten raus. Rund ums Haus ist ein großer Garten. Meine zwei Mietzen, die seit 9 und 11 Jahren reine Wohnungskatzen sind (Perser und Halbperser), sitzen jetzt immer vor der Terassentür mit dem Fliegennetz und plärren den Garten an ;-)

Heute bin ich mit meinen zwei Katzen auf die Terrasse und die gingen etwas geduckt, aber furchtbar neugierig umher. Ich dachte die haben zuviel Angst und bleiben nah da. Aber denkste, die gingen gleich stiften und die eine war dann in der Garage irgendwo.

Das Blöde ist, meine Katzen haben irgendwie null Orientierungssinn. Auch in der früheren Wohnung im dritten Stock haben die nicht mehr vor unsere Haustüre gefunden, wenn sie mal ins Treppenhaus abgehauen sind.

Dadurch das sie heute zum erstenmal draußen waren, ist jetzt das Geschrei vor der Türe doppelt so groß.

Was soll ich machen? Ich würde nicht damit leben können, wenn eine verschwindet und nicht mehr wieder kommt. Die haben ja keine Ahnung von draußen und selbst Gras ist was ganz Neues ;-) Soll ich es einfach dabei belassen und ihre restlichen Jahre genauso behütet in der Wohnung (die jetzt doppelt so groß ist) verbringen lassen?

Grüße Sandra

20 Antworten

Jetzt sowieso noch nicht. Normalerweise sollte man Katzen nach dem Umzug so etwa zwei Monate drinnen behalten, damit sie ihre neue Heimat wirklich gut kennen. Und dann geht man gaaanz langsam MIT ihnen raus - erst zur Terrassentür, dann ein halbes Meterchen auf die Terrasse, dann einen Meter ...

Und kein Wunder, dass die in die Garage abgehauen sind: Das geduckte Gehen ist ein Zeichen für Mega-Angst. Beim kleinsten Geräusch versuchen die Fellnasen, sich irgendwo unsichtbar zu machen, zu verstecken.

Gegenfrage: Könnt ihr den Garten bzw.das Haus nicht sichern, sodass die Fellnasen raus können, aber eben nicht abhauen (und sich am Ende verlaufen)? Du könntest auch versuchen, sie an die Leine zu gewöhnen - und dann samt Hund spazieren gehen. In dem Alter dürfte das aber schwierig sein.

Ich würde sie erst eine Zeit lang drin behalten. Du kannst das Experiment später vielleicht wiederholen, dann aber mit einer (ihnen gut bekannten) Kiste zum verstecken etc. Dass die sich im Treppenhaus nicht zurecht gefunden haben, ist normal. Alles sieht gleich auch und sie kennen es eben nicht.

Wenn du deine Miezen 'parasitenfest' machts, benutze bitte kein Frontline oder Spot on - das sind sehr heftige Nervengifte, mit denen du deine Katzen umbringen kannst. Beide können extreme neurologische Ausfälle (Epilepsie, Muskelkrämpfe, Gleichgewichtsstörungen etc.) mit übelsten Vergiftungserscheinungen verursachen und sind - trotz der allgemeinen Erhältlichkeit - alles andere als harmlos.

Ich würde an deiner Stelle gründlich prüfen, ob eine Möglichkeit besteht, ihnen einen Auslauf zu bauen.

Zum Beispiel die Terrasse einzäunen (Bekannte von mir haben das ganz toll gemacht, die haben sich praktisch eine Pergola gebaut, und die aussen mit einem Katzenschutznetz abgespannt. Tür zum Garten hin eingebaut und fertig war das Freiluftzimmer für die Miezen). Was da bei euch möglich ist, kann ich nicht abschätzen, aber denkt doch mal drüber nach.

Ich selber habe für meine Miezen den kompletten Garten eingezäunt, aber das ist auch meiner, und niemand konnte etwas dagegen haben ;)

Mit Terrasse und Garten ist es schon rein praktisch sehr schwierig, die Miezen konsequent drinnen zu behalten, vor allem im Sommer, ihr beschränkt euch selbst ja auch damit, ständig auf geschlossene Türen achten zu müssen.

Als richtige Freigänger haben deine Perser ausser den üblichen Risiken auch noch das des Diebstahls..... das solltest du bitte auch bedenken.

Ich habe selber auch zwei Katzen. Einen Siam-Kater und einen Burma-Kater. Mit dem rauslassen ist das so eine Sache, erstmal mußt du die erste Zeit mit dabei sein und solltest sie auch nicht aus dem Auge lassen. Katzen sind aber auch instinktiv so unterschiedlich wie die Rassen selbst. Unser Siamese ist zwar neugierig, würde aber schon vor einem Frosch ausreißen. Der Burmakater ist eher der Draufgänger, er erschrickt zwar sehr schnell, was man dann an seinen voluminösen Schwanz erkennen kann, aber er greift eher an. Also ich denke jeden Tag ein bisschen und mehr, dann könnte es schon klappen. Aber was ist im Sommer, wenn die länger draußen bleiben als du und du findest sie nicht. Auf das Rufen "ihres Personals" hören Katzen eh nicht. Also brauchst du ne Katzenklappe und die im Erdgeschoß, könnte ein Versicherungsproblem werden, wegen Einbruchgefahr. Was dann bleibt, ist eine Klappe im Kellerfenster, wenn das dann der Vermieter mitmacht.

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