Mutter will Katze wegen dauerndem Zeckenbefall mit irgendwelchem Zeug einsprühen. Ist das schädlich für die Katze?

12 Antworten

Anti-Zecken-Spray hat zunächst den Nachteil, dass Mensch und Tier den giftigen Sprühnebel während der Behandlung einatmen, was der Gesundheit beider nicht unbedingt förderlich sein dürfte. Zudem sollte das Spray nicht unmittelbar in der Nähe des Kopfbereiches der Katze (Mund, Nase, Augen) angewendet werden, wo Zecken sich u.a. aber besonders gerne einnisten. Schließlich kann man auch nicht verhindern, dass die Katze sich die Giftstoffe nach der Behandlung vom Fell leckt.

Insbesondere darf man kein handelsübliches Insektenspray verwenden, das - von seiner Toxizität einmal abgesehen - vielleicht gegen Fliegen und Mücken helfen kann, u.U. aber nicht ausreichend Wirksam gegen Zecken sein dürfte.

Vorbeugend kann man Katzen regelmäßig mit sog. Spot-Ons behandeln, die gegen Zecken und Flöhe wirksam sind.

Beachte dabei, dass es Mittel gibt die Ungeziefer abtöten (i.d.R. beim Tierarzt oder in der Apotheke erhältlich, Wirkstoff z.B. Fipronil), und Repellents, die die Plagegeister nur von der Katze fernhalten sollen (frei verkäuflich z.B. in Supermärkten, Wirkstoff z.B. Margosa-Extrakt).

Vorab sollte man sich beim Tierarzt informieren, welcher Wirkstoff in der Region am besten gegen Zecken wirkt - hier gibt es regionale Unterschiede!

Ein Spot-On wird der Katze im Nackenbereich auf die Haut getropft und ist dann, je nach Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt, ca. 2-4-6 Wochen wirksam.

Da die Mittel oftmals eine unterschiedliche Wirkdauer gegen Zecken (kürzer) und Flöhe (länger) aufweisen, der Behandlungsabstand zwischen zwei Spot-Ons aber zumeist nicht unter 4 Wochen liegen sollte, sind u.U. Lücken in der Wirksamkeit gegen Zecken möglich (Beipackzettel beachten!).

Alternativ ist mit einem Ungezieferhalsband - unabhängig von der Wirksamkeit - grundsätzlich die Gefahr sehr groß, dass eine Katze irgendwo (auch in der Wohnung) unbemerkt hängen bleibt und sich aus eigener Kraft nicht mehr aus ihrer misslichen Lage befreien kann, was - zusammen mit ihrer Panikreaktion - zur Strangulation führen kann. Da würde ich mich auch nicht unbedingt auf sog. "Sollbruchstellen" verlassen wollen, die im Notfall reißen bzw. aufspringen sollen.

Alles Gute und viel Erfolg!

Was ist das für ein Zeug? Steht da "Umgebungsspray" drauf? Das würde auf die Schlafplätze gehören, ja nicht auf die Katze. Hol dir eben das Zeug mal, und lies, was da drauf steht... . 

Gegen Zecken und sonstige Plagegeister gibt es beim Tierarzt ein Spot-On, das man in den Nacken tropft. Wirksamer und schonender, als irgendwelche Sprays, die nachher von der Katze beim Putzen abgeschleckt werden und in den Verdauungstrakt gelangen... . 

Der Zeckenbefall ist doch wohl gefährlicher!

Frag mal genau, was Deine Mutter nehmen will. Und das Zeug soll den Zecken schaden, da bleiben Nebenwirkungen eventuell nicht aus, je nachdem was es für ein Mittel ist. Mach Dich deswegen nicht verrückt! Bei sachgemäßer Anwendung sollte sich eine Gefährdung der Katze in Grenzen halten.

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